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 Betreff des Beitrags: Fragen eines Laien zum Vierschlag
BeitragVerfasst: 15. Feb 2022, 22:18 
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Registriert: 12. Sep 2019, 16:28
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In letzter Zeit las ich des Öfteren nebenbei über die mittelalterliche Technik des Vierschlags. Dabei kamen mir mehrere Fragen auf, die ich mit den gefundenen Beiträgen aus dem Forum nicht beantworten konnte.
Der Begriff ist mir selbst als Anfänger in der Numismatik des Mittelalters schon untergekommen. Als ich dann bei der Suchfunktion des Forums nach dem Begriff suchte, fand ich vor allem Bemerkungen wie "der Vierschlag ist deutlich erkennbar" in verschiedensten Threads. Auf den dort abgebildeten Pfennigen war dann immer das typische eingeprägte Rechteck zu erkennen.
Was mich desbezüglich interessieren würde ist, welche Herstellungstechnik/en vor der Zeit des Vierschlags im Bereich des Wiener und Grazer Pfennigs angewendet wurde/n und welche Vorteile der Vierschlag brachte?

Beschrieben wird er als Herstellungsschritt von Pfennigen, die (zumindest im Währungsbereich des Wiener- und Grazer Pfennigs) ab dem 13. Jahrhundert angewendet wurde und bei der mit vier Hammerschlägen auf den Randbereich eines zuvor ausgeschnittenen Rechtecks aus Silberblech geschlagen wird. Dadurch wird die Mitte des Pfennigs dicker als der Rand und das Bild kann nicht mehr eben aufgeprägt werden. Das resultiert dann, wenn ich richtig liege, in Pfennigen, bei denen oft nur eine, anstatt beide Seiten gut ausgeprägt sind, wie es bei den B188er Pfennigen in folgendem Thread von otakar, im ersten Post von hexaeder, gut erkennbar ist: viewtopic.php?t=6628
Entweder nach oder vor dem Prägen wird der Pfennig dann wohl noch in die richtige Form gebracht.
Hier frage ich mich: Wurde der Pfennig nach dem Vierschlag beschnitten? Bzw. wie hängt das Formen des zuerst viereckigen Pfennigs mit dem Vierschlag zusammen?

Was mir noch aufgefallen ist: Laut allen Quellen, die ich bis jetzt herangezogen habe, wird die Prägung mit dem Prägestempel NACH dem Vierschlag durchgeführt. Doch warum sieht es dann bei vielen Pfennigen so aus, als wäre der Vierschlag nachher erfolgt? Ein gutes Beispiel aus meiner kleinen Sammlung ist ein CNA B185er, bei dem Teile des Prägebildes gerade durch den Vierschlag abgeschnitten zu sein scheinen. Anbei ein Foto (ich musste es leider um einiges verkleinern, damit ich die Grenze der 128 kb nicht überschreite).

Ich danke im Voraus für jede Antwort!
Christoph


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CNA B185.jpg
CNA B185.jpg [ 118.5 KiB | 2996-mal betrachtet ]
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