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 Betreff des Beitrags: Tibet
BeitragVerfasst: 13. Jan 2012, 00:19 
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Tibet zur Zeit der drei Malla-Königreiche in Nepal (ca. 1640 - 1768)

Im 14. Jahrhundert gelang es Newar Jayadharma Malla Nepal zu einigen und von der indischen Vorherrschaft zu befreien. Die Herrschaft der Malla-Könige begann. Sein Enkel Yakasha Malla dehnt die Grenzen sogar noch weiter aus. Dessen vier Söhne jedoch teilten das Land wieder unter sich auf und schwächten es so in allen Belangen.

Beginnen möchte ich im Jahr 1640. In den vorangegangenen Jahren gab es reichlich inner-nepalesische, kriegerische Auseinandersetzungen, die dazu führten, dass der Fernhandel zwischen Indien und Tibet sich auf die Route über Cooch Behar und Bhutan verlagert hatte. Nun war der Frieden wieder hergestellt und schon bald wurden große Mengen an Silbermünzen sowohl für Nepal als auch für Tibet geprägt. Genaugenommen könnte man alle Nepalmünzen vor AD 1792 auch seiner Tibetsammlung einverleiben.

Um 1670 wurde ein Monopolvertrag mit den Königreichen Nepals geschlossen: Nepal münzte das Hacksilber, was man aus Tibet importierte und brachte es als Silbermünzen gewinnfrei und transportkostenpflichtig dorthin zurück. Als Gegenleistung wurde der gesamta Transhimalaya-Handel über die Kathmandu-Route abgewickelt. Das war für die Nepalesen immer noch ein sehr gutes Geschäft.

Als AD 1720 die Chinesen in Tibet einmarschierten brachten ihre Truppen - da China selbst keine Silbemünzen besaß, die Tibeter jedoch nur Silber als Zahlungsmittel akzeptierten - Silberbarren (Sycees) ins Land. Die Tibeter brachten diese in alter Gewohnheit nach Nepal um sie dort ausmünzen zu lassen. So gab es für eine kurze Spanne recht hochwertige (950er) Silbermünzen in Tibet. Ab 1728 war das Silber nur noch 925 fein, in den dreißiger Jahren gab es nur noch 666er Silber, um 1750 war der Feingehalt auf 500 gesunken. Auf Intervention des Dalai Lama verbesserte sich der Feingehalt im Jahre 1753 unter Jaya Prakash Malla noch einmal erheblich und hielt bis zum Einmarsch der Gorkhatruppen an. In Tibet selbst liefen vollwertige und minderwertige Münzen wertgleich nebeneinander um.

Der Quellen sind gar viele, vor allem aber:
- "Geld aus Tibet" von Karl Gabrisch
- "The Coinage of Nepal" vom im letzten Jahr verstorbenen Nicholas Rhodes, dem schon erwähnten Karl Gabrisch und dem kurz vor Erscheinen des Buches gestorbenen Carlo Valdettaro Pontecorvo della Rocchetta
- "Faszination Himalaya" von Klaus Bronny in: Das Fenster, Nr. 174.
- "A Study of Tibetan Paper Money" von Wolfgang Bertsch
- "A Catalogue of Tibetan Coins of China" von Wen Cheng Min, 2004. Leider ist das sehr gut bebilderte Buch ausschließlich in chinesischer Schrift verfasst.

Hier zwei Beispiele für Packsattel-Sycees, wie sie die chinesischen Soldaten nach Tibet mitbrachten.
Die erste gehört Klaupo und hat ein Gewicht von 5 Tael. Sie stammt aus der Zeit von 1889-1904. Falls sie wirklich in Tibet umgelaufen war, gehört sie also in die Zeit kurz vor der Einführung der Szechuan-Rupie.
180,31 g
58,5 x 36 x 17 mm
Bild

Die zweite Packsattel-Sycee (unten zu sehen!) ist von mir.

Im Anschluss daran ist eine "normale" Sattel-Sycee zu 7 Tael von Ginkgo zu sehen.
260 g, Breite 57 (49) mm, Dicke 34-38 (29-33) mm, Höhe 15 mm


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Tibet China Sattel-Sycee.jpg
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 Betreff des Beitrags: Re: Tibet
BeitragVerfasst: 14. Jan 2012, 11:22 
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Zunächst gibt es sechs Beispiele für die Münzen aus Nepal zu sehen, die - wie bereits oben erwähnt - auch in Tibet alleiniges Zahlungsmittel waren. Die ersten drei stammen aus dem Königreich Patan, die beiden älteren noch aus dem 17. Jh. Damals und dort zumindest gab es noch Medailleure mit Phantasie, Stil und Geschmack.
NS steht für die "Nepal Sambat Ära", einem Mondkalender mit Schaltjahren, dessen Jahr NS 0 dem Jahr AD 881 entspricht. In diesem Jahr bezahlte der Legende nach ein gewisser Sankhadhar Sakhwa alle Schulden der Nepalesen. Möglich war ihm dies durch einen Zaubertrick, denn er konnte aus dem Sand des Flusses Bagnati Gold machen. Die Geschichte eines erfolgreichen Goldwäschers ist aus dieser Legende deutlich herauszulesen. Sie erinnert natürlich stark an den reichen König Krösus von Lydien, in dessen Flüssen damals ebenfalls Gold gefunden wurde, was zur ersten Münzprägung der Antike führte.

Mohar von Srinivasa Malla (NS 781 - 805 / AD 1661 - 1685)
NS 786 (AD 1666)
5,5 g Ag
25,0 - 25,5 mm

Mohar von Yoga Narendra Malla (NS 805 - 825 / AD 1685 - 1705)
NS 805 (AD 1685)
5,44 g Ag
25,5 mm

Mohar von Jaya Vishnu Malla (NS 849 - 865 / AD 1729 - 1745)
NS 849 (AD 1729)
5,25 g Ag
27,5 mm


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Tibet Nepal Patan Srinivasa Malla NS 786 KM 308.jpg
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 Betreff des Beitrags: Re: Tibet
BeitragVerfasst: 14. Jan 2012, 18:35 
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Den folgenden Mohar aus dem Königreich Bhatgaon gibt es selten in gutem Silber. In Billon jedoch wurde sie in großen Mengen ausschließlich für Tibet geprägt. Da sie schnell schwarz anlief, wurde sie dort als Schwarzer Tanka (Nag Tam) bezeichnet. Sie ist ein "schöner" Beleg für den rückläufigen Silbergehalt.

Die erste Münze wiegt 5,40 g und ist noch aus recht gutem Silber geprägt. Sie war vermutlich auch in Nepal im Umlauf.

Die zweite Münze macht ihrem Namen "Schwarzer Tanka" schon etwas mehr "Ehre". Sie wiegt 5,37 g.

Die dritte Münze zeigt grüne Oxidationsprodukte, die an den Schwarzen Tankas in heutiger Zeit leider oft zu beobachten sind. Sie wiegt 5,51g.

Alle drei:
Ranajit Malla (NS 842 - 889 / AD 1722 1769)
Mohar
Ag und Billon
NS 842
KM 107


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 Betreff des Beitrags: Re: Tibet
BeitragVerfasst: 14. Jan 2012, 19:48 
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Die folgenden beiden Mohars sind aus dem Königreich Kathmandu.

Jagajjaya Malla (NS 842 -855 / AD 1722 - 1735)
Mohar
NS 848

Jaya Prakash Malla (NS 855 - 866 und 870 - 888 / AD 1735 - 1746 und 1750 - 1768)
Mohar
NS 856
Diese Münze wurde nahezu ausschließlich für Tibet geprägt und dort in Stücke geschnitten. Dazu waren besonders die acht Blütenblätter am Münzrand der Vorderseite wichtig. Darin sind die acht buddhistischen/lamaistischen Glückssymbole dargestellt. Ein Stück auf dem drei Glückssymbole zu sehen waren galt 1/2 Sho, ein Stück mit 4 sichtbaren Glückssymbolen galt 3/4 Sho und eines mit fünfen war 1 Sho wert.
Für diese frühere von zwei Phasen des Zerschneidens von Mohars habe ich leider nur die Ursprungsmünze und keine Teilstücke. Vielleicht kann ja jemand helfen!

Die Symbole sind die folgenden:
1. Der magische Sonnenschirm (rin chen gdugs)
2. Der goldene Fisch (gser nya)
3. Die magische Flasche (gter cher bum pa)
4. Der heilige Lotus (pad ma)
5. Die weiße Schnecke (dung dkar gyas vkhyil)
6. Der diamantene Knoten (dpal bevu)
7. Der seidene Zylinder (chos kyi rgyal mthsan)
8. Das goldene Rad (vkhor lo)


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 Betreff des Beitrags: Re: Tibet
BeitragVerfasst: 15. Jan 2012, 10:27 
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Es gibt von diesen Mohars der Malla-Könige "Abschläge" aus Lehm oder Ton. Sie scheinen mit Abdrücken der runden Originalmünzen auf achteckigen Lehm"schrötlingen" hergestellt worden zu sein. Durch den Trocknungsprozess verloren diese Lehmtoken dann reichlich an Durchmesser; ein Prozess der den Römersammlern von den Minimi her bekannt sein dürfte. Der Durchmesser der getrockneten Token entsprach nurmehr einem Stück zu einem halben Mohar.
Interessant ist, dass diese Token auch eine Randschrift haben, die ich bislang jedoch weder scannen noch identifizieren konnte.

Es gibt gesicherte Angaben, dass es in Nepal königliche Wassertoken gab, mit denen man seine tägliche Wasserration für sein Feld bezahlte. Ob es sich bei diesen Token um solche "Wassertoken" handelt, ist allerdings ungeklärt.
Im Netz werden diese Tontoken oft als tibetanische Tempeltoken bezeichnet, was in keinster Weise gesichert ist, aber natürlich auch ebensowenig widerlegt worden ist. Auf jeden Fall hört es sich schöner an, lässt der Phantasie freien Lauf und ist ob dieser beiden Umstände nicht zuletzt verkaufsfördernd.

Vorlagen dieser drei Stücke sind
Patan, Mohar, NS 805, KM #325
Patan, Mohar, NS 806, KM #336
Patan, Mohar, NS 851, KM #400


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Tibet Nepal Token Ton Patan KM 325 NS 805.jpg
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 Betreff des Beitrags: Re: Tibet
BeitragVerfasst: 15. Jan 2012, 18:11 
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Es gab auch kleinere Tontoken. Das folgende Exemplar ist auf der Rückseite stempelgleich mit dem 1/4 Mohar aus Patan, NS 774, KM #299. Die Vorderseite habe ich auf keiner Münze entdecken können. Sie ist ähnlich dem 1/4 Mohar aus Kathmandu, KM #169, der jedoch rund und nicht achteckig ist. Hier scheint jedoch der Stempel für den Tontoken schon achteckig zu sein.

Darunter ein Leder-Token mit einem Wort in der Devanagari-Schrift auf der einen Seite und einem liegenden Halbmond auf der anderen. Dieser Token wurde in den 80er Jahren von einem Nepalreisenden (nicht unser Ginkgo!) erworben. Über diesen Token weiß ich gar nichts. Vielleicht ist er ja einer der oben erwähnten Wasser-Token? Oder doch sogar ein tibetischer Tempeltoken? ;)
Das Wort könnte Krischna heißen, ich frage aber vorsichtshalber noch mal parallel hierzu einen Inder.


Dateianhänge:
Tibet Nepal Token Ton KathPat Mule KM sim169 KM 299 NS 774.jpg
Tibet Nepal Token Ton KathPat Mule KM sim169 KM 299 NS 774.jpg [ 57.81 KiB | 5368-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Tibet
BeitragVerfasst: 16. Jan 2012, 18:10 
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Tibet zur Zeit der drei ersten Gorkha-Könige in Nepal (1768 - 1791)

Im Jahre 1768 eroberte der damalige König von Gorkha, Prithvi Narayan, die drei Malla-Königreiche und begründete das heutige Königreich Nepal. Er schickte eine große Ladung guthaltiger Silbermünzen nach Tibet und hatte sich dies sogar vom Kaiser von China genehmigen lassen. Die Tibeter sollten dafür jedoch ihre alten Billon-Mohars eintauschen: zwei alte für eine neue Münze. Da in Tibet schlechte und gute Münzen gleichwertig waren, sah das natürlich niemand ein. Man lehnte ab und schlug vor, dass Nepal weiterhin die Billonmünzen für Tibet prägen sollte.
Prithvis Nachfolger Pratap Simha (AD 1775 - 1777) kam schließlich diesem Ersuchen nach und ließ von seinem nepalesischen Silber-Mohar, der durchaus auch in Tibet gültig war, eine spezielle Variante prägen, die nur zu zwei Dritteln aus Silber bestand. Deren Blütenblätter mit den acht buddhistischen Glückssymbolen sahen wolkenähnlich aus und liefen nicht spitz zu wie bei der Ausgabe für Nepal. Die Münzen waren in Nepal NICHT gültig, sondern nur in Tibet. Sie ähnelten nicht ohne Grund sehr der Ausgabe von Jaya Prakash Malla im AD 1751 (NS 856), denn nun konnte auch wieder Kleingeld "hergestellt" werden, in dem man die Münzen in drei verschiedenen Werte zerschnitt: 1/2 Sho (3 Symbole), 3/4 Sho (4 Symbole) und 1 Sho (5 Symbole).

Der Kalender wurde unter den Gorkha-Königen auf die Saka Ära (SE) umgestellt, die im AD 270 beginnt.

Die erste Münze ist ein Mohar Prithvi Narayans aus dem Jahr SE 1691 (AD 1961).
Die zweite Münze ist ein Mohar von Pratap Simha für Nepal UND Tibet aus dem Jahr SE 1698 (AD 1776).
Die Variante in Billon, die ausschließlich in Tibet gültig war, wurde ca. 1,5 Millionen mal geprägt. Leider habe ich sie trotzdem nicht als Ganzes, sondern nur in diversen Stückelungen, die im nächsten Beitrag gezeigt werden.


Dateianhänge:
Tibet Nepal Prithvi Narayan  Mohar SE 1691.jpg
Tibet Nepal Prithvi Narayan Mohar SE 1691.jpg [ 119.6 KiB | 5323-mal betrachtet ]
Tibet Nepal Pratap Simha Mohar SE 1698.jpg
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 Betreff des Beitrags: Re: Tibet
BeitragVerfasst: 16. Jan 2012, 21:05 
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Es folgen zwei Münzen zu einem halben Sho, die aus einem Mohar, KM #472.2 ausgeschnitten wurden.
Die erste Münze mit der Jahreszahl SE 1697 wurde noch gerade geschnitten, so dass der Silbergehalt in einer gesunden Relation zu einem ganzen Mohar stand.
Das zweite Exemplar wurde so beschnitten, dass nur noch die wertbestimmenden Blütenblätter mit den Glückssymbolen übrig waren. Den Mehrwert kassierte vermutlich der "Kleinmünzenproduzent".


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Tibet Cut Mohars ein halber Sho ex Billon Mohar SE 1697.jpg
Tibet Cut Mohars ein halber Sho ex Billon Mohar SE 1697.jpg [ 124.3 KiB | 5312-mal betrachtet ]
Tibet Cut Mohars ein halber Sho ex Billon Mohar KM 472.2.jpg
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BeitragVerfasst: 16. Jan 2012, 21:12 
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Die folgenden Stücke zeigen 4 Blütenblätter mit Glückssymbolen, sind also 3/4 Sho wert. Auch hier ist eine Zunahme der Bescheidung im Laufe der Zeit zu verzeichnen.

Die dritte Münze trägt das Jahr SE 1698.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tibet
BeitragVerfasst: 16. Jan 2012, 21:17 
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Zum Schluss noch zwei Stücke zu einem Sho, die 5 Blütenblätter mit Glückssymbolen enthalten.

Die zweite und dritte Münze enthalten das Jahr SE 1697. Interessant ist die Beschneidung von außen und nicht von innen.


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