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BeitragVerfasst: 14. Jun 2010, 18:09 
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Doktor

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Münz-Goofy hat geschrieben:
papazwo hat geschrieben:
...ich beabsichtige mit meinem Sohn im Oktober über Dar-es-Salaam, Zanzibar der Mittellandbahn nach Kigoma und dann weiter auf der Liemba nach Mahale zu reisen. Gerne gebe ich dann einen Bericht ab...


Schönen Dank.

hier gibt es übrigens einen Bericht über meine Reise durch Südwestafrika . Allerdings nicht in meiner Funktion als Numismatiker, sodern als Hobbyastronom.

http://www.zborowska.de/html/body_namibia_2000.htm

Da ich erst im Oktober nach Tansania reisen werde, wirst Du mir ja mit einer aktuellen Zustandsmeldung zuvorkommen. Ich bin schon gespannt drauf.

Gruß

papazwo


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BeitragVerfasst: 14. Jun 2010, 19:19 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Münz-Goofy hat geschrieben:
papazwo hat geschrieben:
Im August/September werde ich wieder für drei Wochen in Tanzania sein und plane dabei, Pemba und Lindi heimzusuchen. Vermutlich springen dabei auch ein paar Worte und Bilder heraus.


Und ein paar Token und Münzen, vermute ich mal! :mrgreen:

_________________
Viele Grüße
helcaraxe
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Meine Galerie: Römische Provinzbronzen (ausbaufähig... ;-))


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BeitragVerfasst: 14. Jun 2010, 20:05 
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Doktor

Registriert: 13. Jun 2010, 12:26
Beiträge: 120
Wohnort: Kerpen bei köln
helcaraxe hat geschrieben:
Münz-Goofy hat geschrieben:
papazwo hat geschrieben:
Im August/September werde ich wieder für drei Wochen in Tanzania sein und plane dabei, Pemba und Lindi heimzusuchen. Vermutlich springen dabei auch ein paar Worte und Bilder heraus.


Und ein paar Token und Münzen, vermute ich mal! :mrgreen:



Naklar, Klappspaten ist im Gepäck. In Tabora wird Station gemacht und die Bahnhofsumgebung umgegraben. Mal sehen ob sich die Hinterlassenschaft des Herrn Dr. Schumacher nicht finden läßt !!!!

Gruß

papazwo


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BeitragVerfasst: 14. Jun 2010, 20:33 
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papazwo hat geschrieben:
…hier gibt es übrigens einen Bericht über meine Reise durch Südwestafrika . Allerdings nicht in meiner Funktion als Numismatiker, sodern als Hobbyastronom...

Sehr interessant, wie hier im Numismatik-Café die verschiedensten Hobbys zusammenfliessen. Du als Astronom, ich als Eisenbahnfan usw. Und alle interessieren sich für das Münzwesen. Das garantiert doch eine mehrdimensionale Diskussion. Das liebe ich an dieser Plattform.
papazwo hat geschrieben:
…Naklar, Klappspaten ist im Gepäck. In Tabora wird Station gemacht und die Bahnhofsumgebung umgegraben. Mal sehen ob sich die Hinterlassenschaft des Herrn Dr. Schumacher nicht finden läßt !!!!

Viel Glück dabei! Vielleicht bist Du in Tabora ja erfolgreicher als ich. Ich habe das Nest nur als vollkommen verschnarcht kennengelernt. DOA-Notmünzen kann man dort aber vermutlich auch auftreiben, wenn ich auch denke, daß in den Küstenorten wie Bagamoyo, Tanga oder Pangani die Chanchen besser stehen.

Gute Reise und viel Erfolg!
Dietmar

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Heute liegt in aller Ewigkeit vor morgen. Bringe den heutigen Tag zu Ende, dann kümmere Dich um den nächsten (afrikanisches Sprichwort) Bild


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BeitragVerfasst: 16. Sep 2010, 19:07 
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Hallo Leute,

ich möchte heute und an dieser Stelle einen kleinen Nachtrag zu Kilwa bringen. Er hat nichts mit dem Münzwesen dieses Ortes zu tun, sondern betrifft mein zweites Steckenpferd, die afrikanischen Eisenbahnen.

Vor wenigen Tagen kam ich in den Besitz dieses Fotos:
Dateianhang:
Montania-Benzollok 663 Bauart U.jpg
Montania-Benzollok 663 Bauart U.jpg [ 209.12 KiB | 3117-mal betrachtet ]

Es wurde ganz offenbar aus einer Zeitschrift herausgeschnitten. Daß die Ortsangabe “Kilwa“ sich auf Deutsch-Ostafrika bezieht, halte ich für zweifelsfrei. Der Tropenhelm des Lokführers und das über die Schulter gelegte Handtuch zum Abwischen des Schweisses sprechen ebenso dafür, wie das Fragment eines Artikels über Lettow-Vorbeck und dem britischen General Deventer auf der Rückseite. Letzterer befehligte von 1916-18 die “South African Overseas Expeditionary Force“ in Deutsch-Ostafrika.

Soweit zur Zeiteinordnung und nun zum Foto. Es zeigt eine Benzollok mit einem Fabrikschild “Montania“. Die 1905 in Nordhausen/Thüringen als “Gerlach & König“ gegründete Firma benannte sich 1907 in “Maschinenfabrik Montania“ um und begann im gleichen Jahr mit dem Bau von Motorlokomotiven. Bis Mitte der 1910er Jahre wurden dort über 1200 Lokomotiven in Schmal- und Regelspur der einzylindrigen und mit Benzolmotoren von 6 – 30 PS ausgestatteten Bauarten U1 – U6 gefertigt. Eine solche Lok, offenbar in 600mm-Spur, zeigt das Foto aus Kilwa. Die Maschine gehört vermutlich zu irgendeiner Plantagenbahn in Kilwa (gab die womöglich irgendwelche Plantagentoken heraus?) vielleicht aber auch zur Heeresfeldbahn des 1. Weltkrieges.

Anno 1912 wurde Montania von Orenstein & Koppel übernommen und firmierte ab 1916 als “Orenstein & Koppel, Abt. Montania“. Zu dieser Zeit dürften auch die Fabrikschilder von Montania nach O&K gewechselt worden sein. Da die abgebildete Lok noch ein richtiges Montania-Schild trägt, sollte das Baujahr der Lok also zwischen 1907 und 1916 sein. Außerdem erkennt man ein zweites Schild am Vorbau mit der Nummer 663. Das könnte eine laufende Nummer oder auch die Fabriknummer sein. Leider liegen frühe Lieferverzeichnisse von Montania nicht vor. Die konkrete Listung beginnt mit Buch II ab Fabriknummer 2212 aus dem Jahre 1926, das im Thüringischen Hauptstaatsarchiv in Weimar vorhanden ist. Von früheren Lieferungen Montanias gibt es nur einzelne Meldungen in der Literatur, die Herr Jens Merte aus Hamburg in vorbildlicher Weise zusammenzutragen versucht. Eine Lieferung der Typs U nach Ostafrika ist in seiner Liste allerdings nicht verzeichnet. Eine heute noch erhaltene Lok dieser Bauart scheint ebenso nicht bekannt zu sein. Sollte das Schild mit der Nummer 663 auf eine laufende Fabrknummer hinweisen - was ich für wahrscheinlich halte - dürfte das Baujahr der Lok um 1912/13 liegen. Das Aufnahmedatum des Fotos ist allerdings aus britischer Zeit. Die Bildunterschrift spricht ja auch von "erbeuteter" Lokomotive. Vermutlich entstanden von 1918 - ???

Das Jahr 1942 bezeichnet das Ende des Lokbaus in Nordhausen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Lokomotivbau nach Prag verlagert, bevor 1944 ganz Schluß war. Auf dem Gelände in Nordhausen siedelte sich ab 1948 das IFA-Schlepperwerk an.

Das ist alles, was ich aus dem Bild herausholen kann.

Bis neulich
Dietmar

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