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BeitragVerfasst: 1. Okt 2009, 20:41 
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Professor
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Registriert: 26. Aug 2009, 17:36
Beiträge: 380
Es begab sich vor langer, langer Zeit...
Da gab es viele Sklaven in Mauritius.
Und da auch *manchmal* die Sklaven unzufrieden sind mit ihren Herren...da flohen sie davon, um lieber im Ungewissen und im Verborgenen zu leben.
Die Herren suchten sie natürlich...fanden aber leider nur die wenigsten.
Da aber das Weglaufen der Sklaven ein Vergehen war...und immer mehr wegliefen...
...da schickten die Herren *den Jockel* aus.
Als aber der Jockel die Sklaven nicht fand...schickten die Herren ihre Büttel aus.
Doch auch die Büttel...und nachfolgend die Söhne der Herren fanden die entlaufenen Leibeigenen nicht.
DOCH DANN.:
...wurden Soldaten ausgesandt.
Nun aber...
...gibt es in Mauritius ein altes Sprichwort, das noch älter war wie der älteste Einwohner.
Und das hieß.:
**DAS...WAS du NICHT machen kannst in Mauritius...ist VERSCHWINDEN**
Die Sklaven sollten es erfahren.:
DENN.:
Es waren so viele geworden, daß sie durch die Soldaten leicht aufgespürt werden konnten.
Diese armen Menschen flohen also an die letzte und unterste Südwest-Ecke von Mauritius...
...wo es einen riesengroßen Felsen gab.
Dort wollten sie ausharren...so wie einst die Juden auf der Festung Massada.
Die britischen Soldaten in ihren feschen roten Uniformen kaum zu übersehen...immer hinterher.
WENN sie nahe genug heran kamen...riefen sie den Sklaven zu...sie sollten stehen bleiben. Sie und der Gouverneur hätten ihnen was zu sagen.
DOCH.:
Die Sklaven...durch schlechte Herren und ihre Rechtlosigkeit *gewitzt*...hörten nicht auf sie.
UND.:
Als die Soldaten immer näher kamen, dachten sich die Sklaven.:
**Lieber tot wie rot** -- denn sie fürchteten die Strafen, die auf sie wohl warten würden...
SO sprangen sie einer nach dem anderen von dem hohen Felsen herunter...in den Tod.
NEIN...SO ALS SKLAVEN -- wollten sie nicht weiterleben...
#####################################
Tjaa...Freunde.:
Eine traurige Geschichte. Noch trauriger ist aber das Ende dieser wahren Geschichte.:
DENN.:
Die Soldaten hatten tatsächlich eine Botschaft von dem brit. Gouverneur.:
Es war das Jahr 1833...und die Soldaten wollten den Sklaven von dem neuen Gesetz verkünden.:
Es war die SKLAVEN-BEFREIUNG.!
#########################
Die Folge der Sklaven-Befreiung war übrigens eine neue *Einreise-Welle* aus Indien...die natürlich alle ihre Münzen mitbrachten...
...und das Silber und Gold horteten.
#########################
Die Fotos sind von diesem berüchtigten Felsen...
UND.:
DAS Flugzeug war damals...im Jahre 1833 noch nicht da. Ich schwör's.!


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_________________
Als Gott das Paradies schaffen wollte, nahm er sich Mauritius als Vorbild. ( Frei nach Mark Twain )
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BeitragVerfasst: 2. Okt 2009, 16:29 
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Hofrat
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Registriert: 2. Jun 2009, 20:03
Beiträge: 664
Bilder: 0
Wirklich, eine sehr traurige Geschichte, wenn sie denn wahr ist. Aber irgendein Wahrheitsgehalt ist immer dran an diesen überlieferten Geschichten.

_________________
mit freundlichen Grüßen

IVSTVS
____________________
Quidquid agis prudenter agas et respice finem. Was auch immer du tust, tue es weise und bedenke das Ende.


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BeitragVerfasst: 3. Okt 2009, 07:27 
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Wirklicher Hofrat
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Registriert: 5. Mai 2009, 21:35
Beiträge: 1797
Bilder: 214

Wohnort: Bergisch Gladbach
Hallo allerseits,

ich glaube schon, dass diese unglueckliche, ja fast zynische Geschichte, wahr ist. Dank an MM fuer die Erzaehlung.

Ich sitze gerade in Bahir Dar am Tanasee und bin froh, dass es an den hiesigen Gestaden keinen so hohen Berg gibt, dass man sich in den Tod stuerzen koennte. Ausserdem haben fast alle Afrikaner von heute Mobiltelefone mit Internet und wuerden ueber jede Nachricht, wie die ueber die Aufhebung der Sklaverei, sofort informiert sein ;)

Gruss aus Aethiopien
Dietmar

_________________
Heute liegt in aller Ewigkeit vor morgen. Bringe den heutigen Tag zu Ende, dann kümmere Dich um den nächsten (afrikanisches Sprichwort) Bild


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