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 Betreff des Beitrags: Eine hannöversche Frage
BeitragVerfasst: 5. Nov 2014, 18:01 
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Nachdem heuer das 300ste Jubiläum der welfischen Thronbesteigung in London war und ich kürzlich mit einer sehr netten Gruppe in Hannover weilte, hab ich auf der letzten Dresdner Auktion einen zugegebenermaßen nicht ganz vom Hocker reißenden 2/3-Taler erworben. Die spärlichen Daten im AKS (hier Nr. 6) scheinen mir nicht plausibel. Denn der Buchstabe C. soll die Münzstätte Clausthal bezeichnen, aber diese war 1813 (zumindest bis nach der Völkerschlacht) noch Teil des Königreiches Westphalen. Die gerade neu eingerichtete Münze in London am Tower Hill war stark ausgelastet und prägte für Hannover 5 Taler Gold und in Silber wohl nur die 2/3-Taler-Probe AKS Nr. 5, die auch ganz anders aussieht. Ist die Jahresangabe 1813 auf der Münze also das wirkliche Prägejahr oder bezeichnet sie das Jahr des Prägeauftrags? Grüße, KarlAntonMartini


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine hannöversche Frage
BeitragVerfasst: 6. Nov 2014, 16:00 
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Zitat:
Ist die Jahresangabe 1813 auf der Münze also das wirkliche Prägejahr oder bezeichnet sie das Jahr des Prägeauftrags?

Das ist schwer zu entscheiden, aber ich würde für das "wirkliche Prägejahr" votieren. Mein alter Schön 19. Jahrhundert vermerkt in der Vorbemerkung zu Hannover folgendes:
Zitat:
In der Zeit, als Teile des Kurfürstentums Hannover zum Königreich Westphalen gehörten, ruhte der Münzbetrieb. Nach Wiederinbesitznahme des Landes durch Georg III. und Modernisierung der Münzstätte konnte die Prägetätigkeit 1813 wieder aufgenommen werden. (S. 306)

Für das Prägejahr 1813 nennt der Schön unter Hannover ganze drei Münztypen, darunter das gezeigte Stück.

Gruß klaupo


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine hannöversche Frage
BeitragVerfasst: 6. Nov 2014, 17:56 
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klaupo hat geschrieben:
Zitat:
Ist die Jahresangabe 1813 auf der Münze also das wirkliche Prägejahr oder bezeichnet sie das Jahr des Prägeauftrags?

Das ist schwer zu entscheiden, aber ich würde für das "wirkliche Prägejahr" votieren. Mein alter Schön 19. Jahrhundert vermerkt in der Vorbemerkung zu Hannover folgendes:
Zitat:
In der Zeit, als Teile des Kurfürstentums Hannover zum Königreich Westphalen gehörten, ruhte der Münzbetrieb. Nach Wiederinbesitznahme des Landes durch Georg III. und Modernisierung der Münzstätte konnte die Prägetätigkeit 1813 wieder aufgenommen werden. (S. 306)

Für das Prägejahr 1813 nennt der Schön unter Hannover ganze drei Münztypen, darunter das gezeigte Stück.

Gruß klaupo


Danke für den Hinweis! Grüße, KarlAntonMartini


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