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Münze aus Elektron gelöst: Manuel I.
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Autor:  Ajor [ 3. Okt 2011, 04:49 ]
Betreff des Beitrags:  Münze aus Elektron gelöst: Manuel I.

Hallo zusammen,
bin ein absoluter Neuling in der Numismatik und habe eine wirklich schwierig zu bestimmende Münze!
Ein Bekannter von mir meinte, daß die Münze aus Elektron wäre und mehr könne man nicht mehr feststellen. Ich habe ein Bild der Vorderseite und Rückseite gemacht! Kann mir jemand weiterhelfen?
Im Voraus Dank!
Ajor
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Autor:  ischbierra [ 3. Okt 2011, 09:11 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Münze aus Elektron

Hallo Ajor,
es sieht aus wie eine byzantinische Münze 12./13. Jahrhundert.
Ich sehe ein Loch; wenn es ein Korrosionsloch ist, spricht das nicht für Elektron, sondern für Bronze. Aber da sollten die Byzanzexperten etwas dazu sagen.
Gruß ischbierra

Autor:  dionysus [ 3. Okt 2011, 10:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Münze aus Elektron

Hallo,

es handelt sich hierbei um eine byzantinische Billon Aspron Trachy (1/120 Hyperpyron), der Silberanteil ist recht gering, reicht aber gerade aus um die Münze noch silbern erscheinen zu lassen.
Jemand scheint die Münze einstmals vergoldet zu haben.

Geprägt wurde das Stück unter Manuel I. (1143-1180) in Constantinopel etwa in den Jahren 1152-1160.

Katalogreferenzen:
Petzlaff (Joppich) 3.2a2-010 (5/3/5)
DOC 11b
Sear 1963

Liebe Grüße,
Maico

Autor:  payler [ 3. Okt 2011, 14:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Münze aus Elektron gelöst: Billon Aspron Trachy

Dann ab nach Byzanz!

Autor:  Ajor [ 7. Okt 2011, 16:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Münze aus Elektron gelöst: Manuel I.

Vielen Dank für Eure kompetente Hilfe!!!
:D
Gruss
Ajor

Autor:  otakar [ 26. Nov 2011, 19:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Münze aus Elektron gelöst: Manuel I.

Ich darf noch die Sommer-Nummer nachtragen: 61.8.1
5 Punkte auf dem Halssaum und auf dem herabhängenden Ende des Loros. Kreuz auf dem Globus (Reichsapfel) aus Strichen. Die Münze müsste um die 4 g wiegen.
VS Thronender Christus, IC-XC
RS Kaiser frontal stehend, MANYHΛ - ΔϵCΠOTH (Manuel Despote)
OTAKAR

Autor:  Mügewi [ 27. Nov 2011, 19:27 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Münze aus Elektron gelöst: Manuel I.

Der Silbergehalt dieser späten Trachea schwankte sehr stark und betrug maximal 20%. Es sind allerdings Exemplare bekannt geworden, deren Silbergehalt bei nurmehr 1,5 % lag. Viele dieser Emissionen waren mit einem Silbersud versehen, um eine Silbermünze vorzutäuschen. Der Silbersud war relativ schnell abgegriffen, weshalb auch nachversilberte Stücke anzutreffen sind. Diese sind außerordentlich hoch zu bewerten. Deshalb Vorsicht, wenn heutzutage "silberne" Stücke angeboten werden. Sie stammen vielfach aus Fälscherhand.

mügewi

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