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 Betreff des Beitrags: Re: IULIA DOMNA
BeitragVerfasst: 25. Jun 2013, 12:42 
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Magister

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Beim Schreiben meines vorherigen Beitrages sind mir auch Zweifel gekommen, ob ich überhaupt in der Lage bin, vom Stil her römische und laod. Prägungen voneinander zu unterscheiden.

Nachfolgend 2 Beispiele für eindeutig laod. Prägungen:

drake


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Denar Julia Domna C. 21 Av. IVLIA AVGVSTA..jpg
Denar Julia Domna C. 21 Av. IVLIA AVGVSTA..jpg [ 32.72 KiB | 4949-mal betrachtet ]
Denar Julia Domna C. 21 Rv. CONCORDIA. Concordia li. sitzd..jpg
Denar Julia Domna C. 21 Rv. CONCORDIA. Concordia li. sitzd..jpg [ 29.76 KiB | 4949-mal betrachtet ]
Denar Julia Domna RSC 168a Av. IVLIA AVGVSTA..jpg
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Denar Julia Domna RSC 168a Rv. PVDICITIA. Pudicitia li  sitzd..jpg
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 Betreff des Beitrags: Re: IULIA DOMNA
BeitragVerfasst: 25. Jun 2013, 15:04 
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Professor

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drakenumi1 hat geschrieben:
Die folgenden beiden Denare stammen nach meiner Auffassung vom Stil her eindeutig aus der Römischen Münze.


Daran ist nicht zu zweifeln!


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 Betreff des Beitrags: Re: IULIA DOMNA
BeitragVerfasst: 25. Jun 2013, 15:16 
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Professor

Registriert: 22. Jun 2009, 04:35
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Wohnort: Chicago, IL, USA
drakenumi1 hat geschrieben:
Nachfolgend 2 Beispiele für eindeutig laod. Prägungen:


Auch diese Zuweisung scheint zu stimmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: IULIA DOMNA
BeitragVerfasst: 25. Jun 2013, 15:18 
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Mitglied der geheimen Hofkammer

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Hallo drake,

die Bestätigung von Curtis hast du ja schon, aber schön, mal wieder von dir hier zu lesen.

Gruß Chippi

_________________
Wurzel hat geschrieben:
@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)

Münz-Goofy hat geschrieben:
Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.


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 Betreff des Beitrags: Re: IULIA DOMNA
BeitragVerfasst: 25. Jun 2013, 20:48 
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Magister

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Beiträge: 76
Danke Euch, Curtis und Chippi (Dir für die warmherzige Begrüßung: "Alles Getrennte findet sich wieder").

Ich habe den Nachmittag genutzt und eine Vielzahl alter Kataloge gewälzt, auch im Internet geschürft, um Beispiele für offenbar röm. Prägungen MIT Ringlein bzw. Schleife an der Drap. zu finden. Und tatsächlich habe ich gefunden: Zwar nicht so üppig, wie bei den laod. Prägungen ausgebildet, aber immerhin doch deutlich vorhanden (wie in meinen oben vorgestellten Beispielen), so daß man ohne Berücksichtigung des Stiles der Gesamtphysiognomiie des Portraits in Zweifel geraten könnte, welcher Münzstätte die Prägung zuzuweisen ist.
Fazit:
Ein Urteil NUR auf Grundlage dieses Ringleins zu sprechen, scheint mir keinesfalls sicher zu sein. Auch deshalb, weil teilweise einerseits die beiden Stile nicht immer scharf voneinander zu trennen bzw. die Grenzen fließend sind und anderenseits ein sehr klein ausgebildetes Ringlein zu falschen Schlüssen führen könnte.
Der sicherste Weg wird sein, in jedem Falle BEIDE Faktoren, - das Vorhandensein eines kräftigen Ringleins UND die typischen Stilmerkmale für Laodicea abzuprüfen und daraus die Bestimmung der Herkunft der Münze abzuleiten.

drake


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 Betreff des Beitrags: Re: IULIA DOMNA
BeitragVerfasst: 29. Jun 2013, 07:45 
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Eine interessante Diskussion, die sich da aus meiner Münze ergeben hat. Ich habe mal eine unzweifelhaft römische und laodiceanische nebeneinander gestellt. Das hilft jetzt sogar mir, die Unterschiede im Stil festzustellen.
Dateianhang:
dianavergleich.jpg
dianavergleich.jpg [ 29.89 KiB | 4892-mal betrachtet ]

Trotzdem möchte meine noch einmal darunter stellen. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher. Zum einen ist sie natürlich deutlich schlechter erhalten als drakenumis Stücke, das gebe ich zu. Aber immerhin haben wir doch eine Schleife, die größer ist als bei allen römischen Stücken, zumindest was ich sehe, und vom Stil bin ich mir immer noch nicht sicher.
Dateianhang:
domnalaodiceadianalucifera.JPG
domnalaodiceadianalucifera.JPG [ 72.32 KiB | 4892-mal betrachtet ]

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Viele Grüße
helcaraxe
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 Betreff des Beitrags: Re: IULIA DOMNA
BeitragVerfasst: 29. Jun 2013, 21:26 
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Magister

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Ganz so einfach scheint das Erkennen der Münzstätte wirklich nicht zu sein, auch ich habe die größten Schwierigkeiten damit:

Als Arbeitsmittel stehen mir allerdings nur der RIC und Der Seaby (von 1969) zur Verfügung. In beiden findet man eindeutige Zusammenstellungen aller Prägungen aus
- Emesa u./oder Laodicea sowie
- Laodicea.

Und interessanterweise finden sich meine beiden oben am 25.06.13 / 13:33 vorgestellten Denare (RIC 643 und RIC 636) auch unter diesen östlichen Prägungen, die nicht nur ich (mit meinen geringen Erfahrungen) als "echte Römer" eingestuft habe, sondern auch Curtis als "zweifellos" aus römischer Münze stammend!
Ich bin verwirrt!
Bis mindestens 1969 galten diese Stücke als aus östlicher Prägestätte stammend, nun sind sie aus Rom! Erst später offenbar hat man neuere Kenntnisse in die Zitierwerke einfließen lassen und offenbar alles Bisherige dazu umgekrempelt. Könnt Ihr meine Verwirrung verstehen??

Wie schön wäre es, es gäbe eine Liste, aus der alle diese östlichen Prägungen der Julia Domna hervorgingen ....., geordnet nach RIC; am Versuch einer Stilerkennung werde ich wohl auch künftig scheitern, nachdem es Sammlergenerationen vor mir ähnlich erging.

Grüße von

drake


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 Betreff des Beitrags: Re: IULIA DOMNA
BeitragVerfasst: 29. Jun 2013, 21:43 
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Magister

Registriert: 21. Aug 2010, 19:42
Beiträge: 76
Hier noch ein Nachschlag:

Auch diueser Denar (RIC 645; RSC 174) galt bis mindestens 1969 als aus Emesa u./oder Laodicea stammend. Wie konnte man sich so lange und so gründlich täuschen!? Gibt es einen waschechteren römischen Stil, als diesen??


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Denar Julia Domna C. 174 Av. IVLIA AVGVSTA..jpg
Denar Julia Domna C. 174 Av. IVLIA AVGVSTA..jpg [ 29.54 KiB | 4872-mal betrachtet ]
Denar Julia Domna C. 174 Rv. SAECVLI FELICITAS. Isis m. Horus a. prora re..jpg
Denar Julia Domna C. 174 Rv. SAECVLI FELICITAS. Isis m. Horus a. prora re..jpg [ 28.8 KiB | 4872-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: IULIA DOMNA
BeitragVerfasst: 30. Jun 2013, 21:53 
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Professor

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Beiträge: 277
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Stimmt nicht, es ist seit langem bekannt, dass dieser SAECVLI FELICITAS-Typ sowohl in Rom (BMC 75, RIC 577) wie auch im Osten (im neuen Stil, BMC 618, RIC 645) geprägt wurde!

Seaby, Roman Silver Coins III, Ausgabe von 1982, S. 58, bildet Exemplare von beiden Münzstätten nebeneinander ab.


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 Betreff des Beitrags: Re: IULIA DOMNA
BeitragVerfasst: 1. Jul 2013, 11:27 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Ich kann die Typen immer noch nicht auseinanderhalten. :headbang: (den Seaby besitze ich leider nicht). Ist drakenummis letzte Münze nun in Rom (meine Vermutung) oder in einer östlichen Münzstätte hergestellt worden.

Und, lieber Curtis, ich hätte gerne noch einmal Deine Meinung zu meiner einen Post weiter oben vorgestellten Münze. Rom oder Laodicea? Tausend Dank im Voraus!!!

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