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 Betreff des Beitrags: Re: Froh zu sein bedarf es wenig,
BeitragVerfasst: 10. Sep 2009, 13:11 
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Hofrat
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Ein Ergebnis, welches außerordentlich beeindruckt - ein klasse Stück :whow:

Die 1 1/5 Stunden Arbeit - obwohl ich denke, dass es für Dich keine Arbeit ist, sondern Vergnügen - haben sich mehr als gelohnt. Und hätte der Verkäufer es in dieser erstklassigen Erhaltung angeboten, wäre es bestimmt nicht in Deinem Briefkasten gelandet, lieber Rainer ;) !

Lieber Gruß
Franz


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 Betreff des Beitrags: Re: Froh zu sein bedarf es wenig,
BeitragVerfasst: 6. Nov 2009, 18:12 
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CHIEFINSPECTOR of NUMISMATIC SCOTLAND YARD, Hofrat.

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Diesem Theodosius mit guten 5,16 Gramm - trotz seiner teilweise wirklich harten, grünen Auflagen -
DN THEODOSIVS PF AVG
GLORIA ROMANORVM
konnte ich mal wieder nicht wiederstehen.
Hab ihn dann mal vorsichtig mechanisch gereinigt und bin eigentlich recht zufrieden.
Bitte um eure Einschätzung in Bezug auf Erhaltung und Zentrierung der Münze.
Grüße
müpu


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 Betreff des Beitrags: Re: Froh zu sein bedarf es wenig,
BeitragVerfasst: 15. Nov 2009, 16:20 
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CHIEFINSPECTOR of NUMISMATIC SCOTLAND YARD, Hofrat.

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Für einen spätherbstlichen Sonntagnachmittag bin ich mal wieder aufs erste recht zufrieden.

Viele liebe Grüße
müpu


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 Betreff des Beitrags: Re: Froh zu sein bedarf es wenig,
BeitragVerfasst: 15. Nov 2009, 16:26 
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Professor
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bleibt noch zu klären, ob Du das auch ohne Rotwein hinbekommst?


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 Betreff des Beitrags: Re: Froh zu sein bedarf es wenig,
BeitragVerfasst: 15. Nov 2009, 17:11 
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Hallo müpu!

Perfekte Arbeit. :appaus:

Für die mit der Materie weniger vertrauten Kollegen wäre es sicher interessant zu wissen,
wieviel Zeit Du für Deine Restauriervorgänge jeweils aufgewendet hast.

Ich weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung, dass der Hauptfehler von Anfängern mangelnde Geduld ist.
Sie wissen zwar wie´s geht, nehmen sich aber einfach zu wenig Zeit.
In meiner Anfangsphase wollte auch ich um jeden Preis alle Münzen in einem Arbeitsgang fertig stellen.
Ab einen gewissen Zeitraum (das kann zwischen einer und mehrere Stunden sein) ermüdet jedoch das Auge,
die Konzentrationsfähigkeit läßt nach und das Ergebnis ist nicht so, wie es sein könnte.
Vor allem sollte man sich immer darüber im Klaren sein, dass jede Restaurierung ein irreversibler Eingriff ist.

Grüße
Harald

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Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare.


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 Betreff des Beitrags: Re: Froh zu sein bedarf es wenig,
BeitragVerfasst: 15. Nov 2009, 17:59 
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CHIEFINSPECTOR of NUMISMATIC SCOTLAND YARD, Hofrat.

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@ Torsten
wußte doch, daß bem "Putzen" was gefehlt hat. :headbang:

Hallo Harald,

ja, das sind interessante Fragen die Du stellst, wobei Du ja schon einiges selbst beantwortet hast.
Ich erzähl jetzt mal drauf los, auch wenns am Ende ein wenig viel wird und keinen mehr interessiert:

Zu Anfangs habe ich mir ungereinigte Münzen - ihr kennt sicherlich alle diese "Batschteilchen" gekauft.
Dies habe ich gänzlich eingestellt, da zu 95 % mit diesem Schrott nichts mehr anzufangen ist.
Da nützt auch die beste Reinigung nichts mehr - es läßt sich halt aus "abgelutschten und mehrfach durchsuchten
Unterlegscheibchen" kein vernünftiger Römer mehr rausholen. - Ausnahmen wird es immer geben -
Dann habe ich teils auf der Numismata in Frankfurt verkrustete und teilweise mit "etwas" Schmutz überzogene
Münzen gekauft. Auch dies lasse ich jetzt sein.
Hintergrund hierfür ist, daß ich auf einer Messe mir nicht genügend Zeit nehme kann und auch kein Mirko dabei habe um mir die Münzen wirklich ganz genau zu betrachten. Da kann es dann schnell vorkommen, daß man meint, ein schönes Stück für wenig Geld bekommen zu haben und zu Hause, die Münze unter dem Mikro betrachtet, ist man dann ziemlich entäuscht.
Da sieht man dann teilweise die Anfänge von Bronzepest und merkt beim Reinigen schnell, daß unter den
Verkrustungen und Auflagen die Münze teils stark korrodiert ist. - Auch hier wirds sicherlich Ausnahmen geben -
Unser lieber Frank hatte erst kürzlich so eine Ausnahme hier im Cafe vorgestellt.
Eine Rückgabe an den Händler ist dann in der Regel nicht mehr möglich.


Zuletzt geändert von muenzenputzer06 am 15. Nov 2009, 18:25, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Froh zu sein bedarf es wenig,
BeitragVerfasst: 15. Nov 2009, 18:11 
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CHIEFINSPECTOR of NUMISMATIC SCOTLAND YARD, Hofrat.

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Teil 2.)
Da die Fotos der angebotenen Münzen bei V-Coins, Ma-Shop, ebay und sixbid, um hier nur einige zu nennen,
teilweise recht ordentlich sind, kaufe ich mittlerweile lieber dort meine Münzen.
Ich kann die Fotos abspeichern, vergrößern und mir dann in aller Ruhe ein Bild über die Münze verschaffen.
Mit etwas Erfahrung gelingt es dann zu unterscheiden, wann es sich um verkrustete Auflagerungen auf der Ober-
fläche handelt, oder ob man besser die Finger von der Münze läßt, da diese teilweise schon stark korrodiert ist.
Auch erkennt man mit der Zeit, welche Münzen schon mal gereinigt und nachpatiniert wurden.
- All dies gelingt mir nicht immer aber ich arbeite daran - :)
Bei der Reinigung sollte man sich wirklich viel Zeit nehmen und nicht versuchen, die Münze im "ersten Arbeitsgang"
auf das gewünschte Ergebnis zu bringen.
Teilweise habe ich über Wochen Münzen liegen, die ich dann, je nach Lust und Laune, immer mal wieder unters Mikro
lege. Auch sollte man versuchen, nicht das Maximum an Reinigung erzielen zu wollen. Dann geht der Scharm und die
Patina einer Münze schnell verloren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Froh zu sein bedarf es wenig,
BeitragVerfasst: 15. Nov 2009, 18:23 
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CHIEFINSPECTOR of NUMISMATIC SCOTLAND YARD, Hofrat.

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Teil 3.) - letzter - :o
Den Maximinus hatte ich mir nach längerer Betrachtung und Vergleich mit anderen angebotenen Stücken
dann für 65,00 Euro zzgl. Porto gekauft. - Das ist sicherlich kein Schnäppchen gewesen, ich bin allerdings trotzdem
ganz zufrieden. -
Die Reinigung der Münze hat sich über einige Stunden erstreckt - ausschließlich mechanisch unter dem Mikro und ab
und an mit ein wenig Leitungswasser und einer alten Zahnbürste um dann besser zu sehen, was noch "weg" sollte und
was besser nicht.
Aber auch bei dieser Münze war nicht alles so wie ich es mir vorgestellt hatte.
Die grünen Auflagen waren recht einfach zu entfernen allerdings hatte die Münze schon teilweise kleinere rötliche
Auflagen - das ist dann meistens ein Indiz dafür, daß die Münze darunter schon korrodiert ist - hier gilt absolute
Vorsicht beim Reinigen, da man sonst schnell Löcher in die Münze arbeitet oder aufs blanke Metall stößt.

So, nun hoffe ich, es war nicht zu langweilig und ihr seit mir nicht alzu böse ob der extrem langen Ausführung.
Liebe Grüße zum Sonntagabend
wünscht
müpu


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 Betreff des Beitrags: Re: Froh zu sein bedarf es wenig,
BeitragVerfasst: 15. Nov 2009, 19:41 
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Bei Deiner Vorgangsweise gibt es so gut wie nichts auszusetzen- fast perfekt.
Einen Verbesserungsvorschlag hätte ich noch:

Das Einlegen in Wasser birgt immer ein gewisses Risiko-
eine weiche (meistens hellgrüne) Patina könnte dabei von der münze gelöst werden und darunter befindet sich dann oft eine poröse Metalloberfläche.
In meiner Anfangszeit habe ich so einige meiner Fundmünzen fast zerstört.
Sie waren nach dem Einlegen in Wasser und dem Abbürsten fast ganz ohne Patina und sahen weitaus schlechter aus, als vorher.
Ich würde stattdessen reinen Alkohol, oder als Ersatz Spiritus verwenden.
Den Tipp habe ich von einem Museumskollegen, unserem Metallrestaurator für Bodenfunde.

Grüße
Harald

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 Betreff des Beitrags: Re: Froh zu sein bedarf es wenig,
BeitragVerfasst: 29. Nov 2009, 12:34 
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CHIEFINSPECTOR of NUMISMATIC SCOTLAND YARD, Hofrat.

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Gestriger Postkastenfund.
Marus Aurelius Denar
ANTONINVS AVG ARMENIACVS
P M TRP XVIII IMP II COS III ARMEN
Gewicht: 3,33 Gramm
Trauernde Armenia mit Bogen und Schild n. l. sitzend
Grüße
müpu


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