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 Betreff des Beitrags: Griechische Schönheiten
BeitragVerfasst: 5. Jan 2014, 11:28 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Eigentlich wollte ich so einen Thread schon mal die ganze Zeit aufmachen, aber jetzt habe ich endlich die Gelegenheit dazu. Wie der Titel suggeriert, soll es hier in erster Linie um Schönheiten gehen (nicht nur weibliche, aber auch... ;-)) - und davon hat die griechische Numismatik ja eine reiche Auswahl zu bieten.

Darum fange ich mit dieser einmal an:

Lampsakos in Mysien:
AR-Diobol. 4. Jhdt. v. Chr. 1,25 g. 12 mm.
Av.: Janiformes weibliches Gesicht.
Rv.: ΛΑ – Μ; behelmter Kopf der Athena n. re.
SNG Aulock 1290. SNG Cop 189-192, SNG BN 1182ff.


Und jetzt bin ich gespannt, was ihr so in Euren Kästen habt...


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helcaraxe
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 Betreff des Beitrags: Re: Griechische Schönheiten
BeitragVerfasst: 5. Jan 2014, 16:52 
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Na ja, so viel schöne Münzen habe ich von den Griechen nicht, und die wenigen habe ich schon gezeigt. Wenn aber Zeugitana noch als Griechenland zählen würde, hätte ich noch eine. Ich muss mich ja beeilen, bevor hier die Supermünzen gezeigt werden, und ich mich nicht mehr traue. ;)

Nur bekomme ich solch tolle Beschreibungen nicht - oder nur in mehreren Tagen - hin. Das überlasse ich wem anders mit mehr Ahnung.

Auf jeden Fall zeigt die Münze den Kopf der Tanit und ein elegant geschwungenes Pferd, das scheinbar von der Standarte fressen möchte wie von einem Siegeskranz. Für meine bescheidene Sammlung ist es schon eine kleine Schönheit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Griechische Schönheiten
BeitragVerfasst: 5. Jan 2014, 18:35 
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Doktor
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Beides hübsche Münzen aus zwei völlig unterschiedlichen Gebieten! Ich schliesse mich mal an, und zwar mit einer Didrachme des karischen Dynasten Pixodaros (340-334 v. Chr.).

Pixodaros (340-334 v. Chr.). AR Didrachme (20 mm, 7.00 g).
Av. Apollokopf mit Lorbeerkranz in ¾-Ansicht.
Rev. ΠΙΞΩΔΑΡΟΥ, Zeus Labraundos nach rechts stehend, Labrys und Szepter haltend.
SNG Aulock 2376; Traité Tf. XC, 19.

Lars


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 Betreff des Beitrags: Re: Griechische Schönheiten
BeitragVerfasst: 5. Jan 2014, 22:14 
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Der Kopf des Apollo ist schon klasse. Der ginge auch auf einer spätexpressionistischen Medaille durch. Zudem kontrastiert er eindrücklich zur eher feingliedrigen Darstellung des Zeus. Kann es sein, dass Vorderseite und Rückseite von verschiedenen Stempelschneidern stammen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Griechische Schönheiten
BeitragVerfasst: 6. Jan 2014, 14:31 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Ich glaube nicht, dass hier verschiedene Stempelschneider am Werk waren. Beide Seiten zeigen meiner Meinung nach den gleichen feinen Stil. Vielleicht irritieren Dich die Fließspuren auf dem Avers, die man ja häufig auf Silbermünzen findet, z. B. auch in der römischen Kaiserzeit?

@pscipio: Ich kenne Deine Münze ja schon, aber es ist immer wieder ein Genuss, sie zu sehen! :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Griechische Schönheiten
BeitragVerfasst: 6. Jan 2014, 18:01 
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Wirklicher Hofrat

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Ihr habt ja gut angefangen; schöne Idee, griechische Schönheiten mal hintereinander zu präsentieren. Leider sind ja die meister dieser Schönheiten für den normalen Sammler unerschwinglich - oder man beschränkt sich auf eine Münze pro Jahrfünft (eine Alptraumvorstellung für mich). Deshalb werden wohl auch kleinere Schönheiten ihren Platz hier finden, zB meine:
Bithynia, Kios, Hemidrachme 4. Jhd. Magistrat Proxenos, 2,4 gr; Copo.373
AV: Apollokopf n.re.
RV: Prora li, ΠΡΟΞΕΝΟΣ
Gruß ischbierra


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 Betreff des Beitrags: Re: Griechische Schönheiten
BeitragVerfasst: 7. Jan 2014, 00:40 
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Wirklicher Hofrat
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Ich bin ja kein klassischer Griechen-Sammler. Aber die hübsche Dame mit dem kessen "Hut" aus Pamphylia hat sich einmal in meine Sammlung verirrt. Weiß jemand mehr über diese Tetradrachme?
LG
OTAKAR


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 Betreff des Beitrags: Re: Griechische Schönheiten
BeitragVerfasst: 8. Jan 2014, 22:58 
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Hofrat

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Die Griechen hatten sicher recht, Schönheit vor allem mit Frauen in Verbindung zu bringen:
Zitat:
Sokrates: Du weißt es freilich gewiß besser. Indes sieh nur Guter, er fragt dich ja nicht was schön ist, sondern was das Schöne ist.

Hippias: Ich verstehe Guter, und ich will ihm beantworten was das Schöne ist, und er soll gewiß nichts dagegen haben. Nämlich wisse nur, Sokrates, wenn ich es dir recht sagen soll, ein schönes Mädchen ist schön.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/2430/99

Hier besisteuern kann ich freilich nur einen Obol mit feschem Flußgott:
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Massalia Courtine combi.jpg
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Massalia, Obol, Ag, 10,5 mm, 7 h, 0,63 g
Av: Kopf eines gehörnten Flussgottes (des Lacydon ?) nach links
Rv: Kreis mit vier Speichen, im 2. und 3. Viertel die Buchstaben M und A (hier mit Doppelschlag)

FO: "trésor de la Courtine" bei Ollioules nahe Toulon (Var, Region Provence-Alpes-Côte d’Azur)
CGB, Monnaies 34, 1182 (2008)
http://www.acsearch.info/record.html?id=318754
http://www.cgb.fr/massalia-marseille-obole-ma-tete-a-gauche-double-frappe-au-revers-,v34_1182,a.html

Zum Fundort / speziell diesem (?) Schatzfund :
http://www.paca.culture.gouv.fr/banqueImages/imago/resultat.php?COM=&MODE=simple&NB=&SERV=archeo&SITE=Courtine+%28La%29&page=1&formatSortie=imprimante&modeAffichage=cartex

Viele Grüße,
Docisam


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 Betreff des Beitrags: Re: Griechische Schönheiten
BeitragVerfasst: 10. Jan 2014, 10:42 
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Doktor
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otakar hat geschrieben:
Ich bin ja kein klassischer Griechen-Sammler. Aber die hübsche Dame mit dem kessen "Hut" aus Pamphylia hat sich einmal in meine Sammlung verirrt. Weiß jemand mehr über diese Tetradrachme?
LG
OTAKAR

Was genau möchtest du denn wissen? Dass es sich um eine Tetradrachme aus Side in Pamphylien handelt, scheint dir bekannt zu sein, oder? Vorne Athena mit Helm, hinten Nike. KΛEYX ist der Anfang eines Namen eines Magistraten, zu Deutsch Kleuch... Datiert wird der Typ auf das 2. Jh., wohl 2. Hälfte. Der Granatapfel im linken Feld war das Stadtwappen von Side.

Wie schwer ist dein Exemplar?

Lars


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 Betreff des Beitrags: Re: Griechische Schönheiten
BeitragVerfasst: 11. Jan 2014, 12:36 
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Wirklicher Hofrat
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Danke Lars,
das genügt mir eigentlich schon. Interessant ist für mich die Bedeutung der Schrift und das Granatapfelzeichen. Da habe ich wieder etwas dazugelernt.
Das Stück hat knapp 16 g.
Ein schönes Wochenende!
OTAKAR

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