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BeitragVerfasst: 19. Aug 2010, 18:23 
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Das Leben ist viel zu kurz um schlechten Wein zu trinken.


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BeitragVerfasst: 20. Aug 2010, 05:43 
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Wirklicher Hofrat
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Klasse Artikel, wie von dieser Autorin zu erwarten ;) danke payler!

Und damit es nicht nur beim Artikel bleibt, gleich ein Münzerl dazu:
Philippos II Tetradrachmon posthum, Amphipolis ca. 315-295, Le Rider Taf. 47.25

salut
taurisker


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BeitragVerfasst: 14. Sep 2010, 21:18 
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Wirklicher Hofrat

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Lustigerweise hatte ich gerade an dem Tag, als ich auf den Artikel gestoßen bin, ein Exemplar der frühen Philippos-Tetradrachme auf Vcoins gekauft (mit Rs. König mit zur Ansprache erhobener Hand). Stilistisch Extraklasse, finde ich.

Homer


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BeitragVerfasst: 15. Sep 2010, 21:33 
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Hofrat
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Hallo,

danke für den Beitrag und die dazu gehörigen Münzen.

Mein Beitrag geht etwas am Thema vorbei, bezieht sich jedoch auf die gezeigten Münzen.:

Das Stück von Taurisker ist eindeutig aus Silber welches aus einer Silberhütte stammt. Das Metall ist von der Struktur her sehr homogen.
Bei dem Stück würde ich sagen, das das Silber aus Erz (z.B. Argentit, Akanthit ...)geschmolzen wurde, welches dann weiter zu Münzrohlingen und anschließend zu Münzen verarbeitet wurde.

Bei Homer`s Stück fällt mir sofort die Struktur des Metalls ins Auge, da es so ausschaut als ob die Oberfläche von Skelettkristallen aus Silber gebildet wird. (Die Münze an sich ist ja auch so schon ein "Hingucker", wie auch taurisker's Stück :whow: )
Metallurgisch sehr interessant, da die Bedingungen zur Bildung von Kristallen nicht einfach so erzeugt werden können. Zu viele Faktoren spielen bei der Kristallbildung eine entscheidende Rolle (Ausnahme vielleicht Silizium - da kann jeder Depp Kristalle züchten so er die nötige Technik hat).

Kann es sein, das die Münzen zum Teil aus gediegen Silber (elementarem Silber) hergestellt wurden, das zur Herstellung der Müzrohlinge nur zurecht geschnitten wurde ohne es vorher noch Umzuschmelzen?
In der Antike dürften ja die Funde von reinem Silber wie es in den so genannten Huterzzonen der Lagerstätten vorkommt wesentlich häufiger gewesen sein als zu heutiger Zeit wo fast alles Metall aus Mineralgemischen geschmolzen werden muss. Dieses Metall hätte nicht schwierig aufbereitet werden müssen, bei einer Verwendung als Münzmetall müssten jedoch Stücke mit einer Oberflächenstruktur wie die hier gezeigte nicht einmal selten sein, sondern eher einen großen Teil der Stücke ausmachen. Die Struktur des Metalls würde durch schmelzen und auch durch Schmieden verändert jedoch nicht durch einfaches Zuschneiden und anschließendes Prägen. Bei einer Verwitterung der Münzen sollte jedoch die ursprüngliche Kristallstruktur wieder zu Tage treten.
Gibt es darüber Erkenntnisse?

Grüße
René

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ps: nicht ganz meine Galerie aber...


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BeitragVerfasst: 15. Sep 2010, 23:34 
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Wirklicher Hofrat

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Das ist eine sehr interessante Frage, auf die ich bisher überhaupt keine Antwort habe. Warum gibt es dieses Phänomen der kristallisierten Silbermünzen bei einigen griechischen Münzen, insbesondere relativ frühen Stücken, während ich es bei Römern in dieser Form noch nie gesehen habe? Hier zwei solche Stücke aus meiner Sammlung, beide aus Kleinasien (Ephesos und Kolophon?) aus archaischer Zeit. Größe 7 bzw. 7,5 mm.

Viele Grüße,

Rupert


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BeitragVerfasst: 4. Aug 2012, 19:39 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Schon lange liegt dieser Thread still und obwohl ich auf Homers immmer noch unbeantwortete Frage keine sichere Antwort weiß, will ich doch hier meinen neuesten Philipp II. zeigen, vor allem, weil der Münztyp in diesem Thread noch fehlt.

AE17. 359-336 v. Chr. 5,61 g.
Av.: Belorbeerter Kopf des Apollo mit Taenie im Perlkreis n. re.
Rv.: ΦІΛІΠΠΟΥ; Nackter Knabe reitet rechts, darunter Buchstabe A unter dem Pferd.
Sear 6698 var.


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Viele Grüße
helcaraxe
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BeitragVerfasst: 17. Aug 2012, 08:42 
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Magister

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Hallo

Ich habe ja keine Ahnung von griechischen Münzen möchte euch aber

diesen Stater den ich als "Kelten" gekauft habe nicht vorenthalten.

Gruß, PoTTINA


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BeitragVerfasst: 18. Aug 2012, 12:29 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Greichisches Gold ist doch immer toll! :D Mit keltischen Preisen kenne ich mich zwar nicht so aus, aber ich vermute, dass Du mit der Münze dann sehr günstig gefahren bist, das griechisches Gold eigentlich immer sehr hohe Preise erzielt.

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helcaraxe
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BeitragVerfasst: 4. Feb 2018, 18:59 
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Hofrat
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Fehlt eigentlich noch die Referenz zu dem guten Stück.

MACEDONIAN KINGDOM. Philip II (359-336 BC). AV stater (17mm, 8.44 gm, 2h). Posthumous issue of Lampsacus, ca. 323-315 BC. Laureate head of Apollo right / Charioteer driving biga right, holding kentron and reins; below, facing head of Helios and monogram; ΦIΛIΠΠOY in exergue. Le Rider pl. 93, 54.

https://www.acsearch.info/search.html?id=1913579

Das Ergebnis der Auktion konnte man dann bei Sixbid nachschauen: Startpreis 750 USD - Ergebnis 1.800 USD

Gruß klaupo


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BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 16:44 
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Hofrat
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Nachdem die Referenz des vorangehenden Stücks hinreichend geklärt sein sollte, zeige ich hier meinen Philipp II., den ich vor Jahren bereits im NF vorgestellt habe.

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Zitat:
MACEDONIA, KÖNIGREICH. Philippos II., 359-336 v. Chr. AR-Tetradrachme, posthum, 323/315 v. Chr., Amphipolis; 14.33 g. Zeuskopf r. mit Lorbeerkranz//Reiter r., darunter Monogramm und L. Le Rider Pl. 45, 6. Gutes sehr schön.
Ex Fr. R. Künker GmbH und Co KG, Auktion 94 (27.09.2004), Los Nr. 656
Exemplar der Auktion Dr. Busso Peus Nachf. 314, Frankfurt 1985, Nr. 82.

Der Link zu diesem Stück, den ich mir seinerzeit notiert habe, ist nicht mehr gültig, nachdem mcsearch und acsearch zusammengeführt und neu organisiert wurden und Künker außerdem kürzlich die Bilder seiner Auktionen entfernen ließ. Ich hatte mir damals allerdings u.a. einen Screenshot gesichert.

In der Zwischenzeit sind mir einige Nachprägungen bzw. Nachbildungen untergekommen, die mir interessant genug scheinen, sie hier vorzustellen. Da wäre zunächst die Nachprägung eines großen Münzhandelshauses zu erwähnen, das diesen Münztyp als Vehikel für den Verkauf seiner Olympiamünzen im Jahr 1988 verwendete.

Dateianhang:
345-328-BC_Philipp_II_MDM_Replik_1986_Cplt_n.jpg
345-328-BC_Philipp_II_MDM_Replik_1986_Cplt_n.jpg [ 104.83 KiB | 2062-mal betrachtet ]

Das Unternehmen ist bekannt für seine großzügige Preisermittlung bzw. -gestaltung. Die Vorlage für diese NP ist hier zu besichtigen. Der VK dieses Originals betrug 450 Euro plus Aufgeld. Man vergleiche mit dem Preisansatz des Unternehmens.

Interessanter erscheint mir die folgende Nachbildung, die ich während einer Urlaubsreise erwarb. Die griechische Firma ANTIKA bewarb - vermutlich ebenfalls in den 80-er Jahren - eine ganze Serie aus der griechischen Antike mit dem Hinweis, es handle sich um handgeschlagene Nachbildungen aus dem Kompendium von George F. Hill "L'ART DANS LES MONNAIES GRECQUES" (1927). Hill war seinerzeit als Kurator des British Museum tätig und hatte in seiner Zusammenstellung 31 Gepräge herausgehoben, deren beidseitige(!) Gestaltung er als Kunstwerke von besonderer Qualität bezeichnete - darunter auch die Tetradrachme Philipps II., deren Nachbildung ich hier zeige.

Dateianhang:
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Auffällig an diesem Stück ist, daß die Nachbildung ein Linksportrait des Zeus zeigt. Ich habe diese Version zunächst für eine künstlerische Freiheit der Firma ANTIKA gehalten. Es gibt sie aber offenbar tatsächlich, und sie ist anscheinend extrem selten, denn mit einem Ausruf von 12.000 GBP wurde ein solches Original für immerhin 13.000 GBP + Aufgeld in dieser Auktion zugeschlagen. In der einen oder anderen Sammlung dürfte sie daher fehlen.

Gruß klaupo


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