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BeitragVerfasst: 15. Feb 2019, 20:29 
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Hallo,

ich habe mir für Sammlung ein neues Kleinsilber der Vindeliker kaufen müssen. Ich habe mich einfach in diese Münze verliebt. :D
Es handelt sich um eine Münze aus der Sammlung Eugen Wankmüller (München) und entstammt wohl dem Fund aus Manching.
Was mir an dieser Münze besonders gefallen hat sind die Beizeichen die sich um die Tierdarstellung erstrecken und so wirken als würden sie diese einrahmen. Der Schrötling ist recht dünn und leicht geschüsselt. Das Gewicht beträgt ca. 0,39 g. Auch das beschriftete Münztütchen war vorhanden.
Auf der Vorderseite beschreibt Herr Wankmüller die Münze und beschreibt die Tierdarstellung als "Springpferdartiger Steinbock" wohl wegen der geschwungenen Linie am bzw. über dem Kopf, auf der Rückseite befindet sich eine Skizze der Rückseite der Münze!
Mich würde interessieren, ob jemand eine Publikation kennt in der ein Vergleichsstück aufgeführt ist. In der mir zur Verfügung stehenden Literatur kann ich nichts vergleichbares finden.
Im Internet konnte ich nur ein Vergleichsstück in sehr schwacher Erhaltung finden: https://www.numisbids.com/n.php?p=lot&sid=1299&lot=12

Ich bin gespannt ob jemand ein änhliches Stück besitzt oder ein Vergleichsstück kennt!

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BeitragVerfasst: 22. Feb 2019, 09:07 
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Beiträge: 2011
Hallo,

Gratulation zu dieser interessanten und mit Sicherheit seltenen Variante eines Viertelquinars vom Typus Manching..

Die zmu Vergleich verlinkte Münze weist mehrere Stempelrisse auf.
Ihr Stempel würde wohl für die Prägung des hier vorgestelltem Exemplars weiter verwendet.
Davor wurde er umgeschnitten und aus den Stempelschäden entstand mit viel Fantasie und Geschick des Stempelschneiders eine Variante mit völlig neuem Bildinhalt.
Bei der Beschreibung ist Herrn Wankmüller wohl etwas die Fantasie durchgegangen, aber das ist schon vielen Sammlern keltischer Prägungen passiert, wobei ich mich gar nicht ausschließen möchte.

Mit einer Referenz kann ich leider nicht dienen, werde aber die Recherche fortsetzen.

Grüße
Harald

_________________
Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare.


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BeitragVerfasst: 22. Feb 2019, 21:21 
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Registriert: 5. Okt 2017, 18:34
Beiträge: 6
Wohnort: Bayern
Hallo Harald,

vielen Dank für deine Antwort!
Darauf wäre ich nie gekommen, dass es sich um einen umgeschnittenen Stempel handelt. Du hast aber absolut recht damit!
Auf der Rückseite der von mir verlinkten Münze sind über dem Pferd deutlich 5 Kugeln zu erkennen, unter dem Pferd der Winkelspitz. Also eine häufige Darstellung.
Nur die Stempelrisse habe ich als solche nicht erkannt bzw. gekannt und diese für mir unbekannte Beizeichen aus schwachem Schlag oder stark abgenutztem Stempel gehalten.
Interessant finde ich, dass 3 Risse von einer der Kugeln ausgehen. Wodurch sind solche Risse entstanden? Durch Spannungen im Stempelmaterial? Durch reine Abnutzung oder Hitze?
Ebenfalls interessant ist für mich die Erkenntnis, dass die Beizeichen nicht zwingend eine Bedeutung haben müssen, sondern wie in diesem Fall lediglich einen Zweck erfüllen!
War es denn gängige Praxis, dass abgenutzte Stempel umgeschnitten wurden anstatt neue zu schneiden?
Danke für die Lösung des Rätsels der Darstellung und Beizeichen! Das macht die Münze für mich noch sammelwürdiger und interessanter.
Zudem fiel es mir schwer mich mit der Interpretation der Tierdarstellung von Herrn Wankmüller anzufreunden, bei solch fantastischen Beizeichen kann ich dass allerdings auch gut verstehen.
Dann werde ich mal versuchen in den nächsten Jahren eine Münze mit den Rissen vor dem Umschnitt des Stempels zu ergattern.

Grüße
Ceallach


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