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BeitragVerfasst: 8. Apr 2021, 14:38 
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Aspirant

Registriert: 8. Apr 2021, 09:35
Beiträge: 4
Ich habe ja jetzt auch eine der Münzen aus dem Hofoldinger Forst gekauft und wollte sie jetzt aufgrund dieses Beitrags wieder zurückgeben.

Was mich halt stutzig macht: Es gibt kein offizielles Statement dazu, dass die Münzen gefälscht sind, korrekt?

Auch wenn mehrere Händler sagen, dass sie falsch sind, stützt sich diese Aussage ja im Grunde genommen nur auf die Aussage eines einzelnen, oder?

Angeblich haben Uni-Chemiker den Fund als Fälschung entlarvt. Aber wieso wurde darüber nicht wirklich berichtet?

Es kam doch schon öfters vor, dass Fälschungen entlarvt wurden und das dann entsprechend in den Medien zu lesen war.

Hier heißt es dann z.B. nur: Über Konsequenzen für die Beteiligten, die zuvor die vermeintliche Echtheit des Schatzes attestiert hatten, müssen Lehmann und seine Kollegen schweigen.


Ich hab dann eben mit Herrn Lanz telefoniert. Der meinte natürlich, dass sie echt sind.

Und eine Aussage von ihm hört sich an sich plausibel an: das die gefunden Münzen aus mehreren Stempeln bestehen, was ja auch der Fall ist, wenn man die Münzen miteinander vergleicht.

Würde ein Fälscher also wirklich mehrere Stempel dieser kleinen Münze herstellen aber dann die chemische Zusammensetzung des Goldes nicht beachten?

Oder die Flecken und Altersspuren auf den Münzen so unterschiedlich hinbekommen?


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BeitragVerfasst: 8. Apr 2021, 16:10 
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Kandidat
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Registriert: 27. Mai 2009, 20:47
Beiträge: 22
Nur so einige Ideen zu Deinem Beitrag
Zitat:
Es gibt kein offizielles Statement

Definiere einmal offiziell. Meines Wissens gibt es keine staatliche Stelle zur Fälschungsmitteilung

Zitat:
stützt sich diese Aussage ja im Grunde genommen nur auf die Aussage eines einzelnen, oder?

Nein. Ich habe im deutschen Forum die Auktion von Künker und dessen Meinung in einer Auktion gepostet, hast Du wohl nicht gelesen:
Künker warnt dringend vor Fälschungen und nennt ausdrücklich die Münze in der Sammlung Lanz, die nun kürzlich bei ROMA versteigert wurde: Sie hatte jetzt eine Provenienz :D
https://www.coinarchives.com/a/openlink ... 5f9d92bb97
Ich halte die Münzen auch für falsch.

Zitat:
Aber wieso wurde darüber nicht wirklich berichtet?

Natürlich wurde darüber berichtet, sonst würde es keiner wissen. Und was ist bitte "wirklich berichten" ?

Zitat:
dann entsprechend in den Medien zu lesen war

Naja - die Bild Zeitung oder die Kronen Zeitung werden darüber nicht berichten, und in diesem Medium ist es zu lesen

Zitat:
müssen Lehmann und seine Kollegen schweigen

Das habe ich irgendwie nicht gelesen

Zitat:
das die gefunden Münzen aus mehreren Stempeln bestehen

Alles andere wäre Dummheit der Fälscher

Zitat:
aber dann die chemische Zusammensetzung des Goldes nicht beachten?

Die wird er nie exakt hinbekommen - außer er benutzt eingeschmolzene echte keltische Münzen aus dem selben Gebiet

Zitat:
Oder die Flecken und Altersspuren auf den Münzen so unterschiedlich hinbekommen?

Das ist eine der ganz leichten Übungen

So wie ich Herrn Lanz kenne, wird er die Münze erst nach einem Gutachten zurücknehmen.
Du kannst ja einen Standard setzen und ein Echtheitsgutachten erstellen lassen - ansonsten wirst Du mit Deiner Münze leider leben müssen

Grüße
Klaus

_________________
ΒIOΣ ΑΝЄΟΡΤAΣΤΟΣ ΜΑΚΡΗ ΟΔΟΣ ΑΠΑNΔΟKEYTOΣ
Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Gasthäuser ( Demokrit)


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BeitragVerfasst: 8. Apr 2021, 17:03 
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Aspirant

Registriert: 8. Apr 2021, 09:35
Beiträge: 4
Offizielles Statement heißt: namhafte Medien würden darüber berichten.

Was der Meisterfälscher Wolfgang Beltracchi gemacht hat, war auch nichts anderen, nur im größeren Stil.

Und das hat jeder mitbekommen, als es entdeckt und darüber berichtet wurde.


Hast du evtl. einen Link von der kürzlich versteigerten Münze, würde mich interessieren. :-)


Nicht wirklich berichtet heißt: eine kurze Erwähnung auf einer Internetseite oder einem Heft. Das ist nicht wirklich berichtet.

Und wo z.B. berichtet wurde, ist hier: https://www.academia.edu/35165362/%C3%9 ... end_5_2010

Aber hier heißt es auch:

Am Ende dieses Jahres erscheinenden Buch zur Fälschungserkennung (Weege-Verlag) sollen die kompletten Umständedes gefälschten Fundes erläutert und die falschen Stücke einzeln abgebildet mit genauen Analyseergebnissen vorgestelltund diskutiert werden.


Ist dieses Buch erschienen? Wenn ja, wurden diese Münzen dort dann abgebildet? Wenn nein, wieso nicht, wenn doch alles astrein bewiesen wurde?

Wenn die Münzen in dem Buch stehen, dann lass ich das als "darüber wurde berichtet" stehen.


Das Lehmann und seine Kollegen schweigen müssen, steht in einem der zwei "Artikel", wo über die möglichen Fälschungen "berichtet" wurde.

Die chemische Zusammensetzung wird er nicht exakt hinbekommen, das stimmt. Aber laut der Analyse fehlen praktisch 90% der verschiedenen Anteile, die diese Münze scheinbar haben sollte.

Und wenn sich jemand die Mühe macht, x verschiedene Stempel herzustellen und das alles entsprechend aufzieht, dass auch nichts auf den möglichen Fälscher zurückweist, dann frage ich mich, warum er bei der chemischen Zusammensetzung derartig schlampig war.

Übrigens sind die Münzen, die die staatliche Münzsammlung München damals erworben haben, immer noch in ihrem Katalog abgebildet:

https://virtuellerkatalog.staatliche-mu ... da2ec7fea7


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BeitragVerfasst: 8. Apr 2021, 21:39 
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Aspirant

Registriert: 8. Apr 2021, 09:35
Beiträge: 4
Hat Lehmann seine Analyse hier evtl. erwähnt?

Schatzfunde - Fundmünzen : Numismatik zwischen Archäologie, Kriminalistik und Chemie

Er hat ja auch einen Wiki Eintrag (vermutlich selbst angelegt).

Hier gibt er alle möglichen Publikationen usw. an, die er veröffentlicht hat.

Seine Publikation zur Analyse der Stater jedoch nicht.


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BeitragVerfasst: 9. Apr 2021, 06:07 
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Aspirant

Registriert: 8. Apr 2021, 09:35
Beiträge: 4
Hätte da noch eine Frage :-)

Künker schreibt ja: Die wenigen Originale sind alle dezentriert, die Fälschungen dagegen alle perfekt zentral gesetzt.

Meint Künker damit die Stücke aus dem Hofoldinger Forst? Wenn ja, warum schreiben sie es dann nicht so?

Denn die Stücke aus dem Hofoldinger Forst sind weit weg von perfekt zentral gesetzt.

Bild


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