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 Betreff des Beitrags: Re: 4tel-Stater
BeitragVerfasst: 6. Jan 2010, 20:10 
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Doktor
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Hallo Harald,
Mit dem 1/4-Stater von POTTINA, sind es 4 solche Viertel, die DELESTRéE "im französischen Handel" in einer kurzen Zeitfrist gemerkt hat.
Die Fotos von 3 von den 4 stehen zur Verfüging.
Alle 4 stammen aus gleicher Stempelkoppelung: das ist, wenn ich DELESTRéE recht verstanden habe das Hauptargument, dass es da um Fälschungen geht.
Die kleinen Schrötlingseinrisse sind auf den 3 durch Fotos bekannten Exemplaren, nicht an den gleichen Stellen.
Wenn schon Fälschung, handelt es sich also um eine geprägte Fälschung.
Die Herstellung von Stempeln ist heutzutage mittels angepasste elektronischen "Pantografen " (ich kenne das deutsche Wort nicht) eine einfache Sache: jedoch muss ein feines Modell, Original oder Gipsabdruck, zur Verfügung stehen.
Mit diesem "Pantografen" kann man sogar ebenso leicht verkleinerte oder vergrösserte Stempel herstellen! So kann man z. B. von einem Original-Stater ausgehend, nicht existierende Viertel herstellen!.
Die Farben der Legierungen der 3 Exemplare sind nicht die gleichen: aber, als in einem früheren Leben Chemiker für anorganische Chemie, weiss ich, dass das nicht viel bedeutet, denn durch chemischen Einwand kann man jedem Gold verschiedene Farben geben.
Die Vs. eines der 3 Exemplare ist abgenutzt. Die 2 anderen Exemplare scheinen fast stempelfrisch.
Gäbe da eine feine Metallanalyse Aufschluss: ja, wenn im Gold die üblichen Spurenelemente des "alten Goldes" fehlen würden.
Jedoch wenn der Fälscher schon Stempel herstellen liess, wäre er auch klug genug gewesen um einfach zeitgenössige Viertel-Statere zu uberprägen!

Mit schönen Grüssen

Edgar


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 Betreff des Beitrags: Re: 4tel-Stater
BeitragVerfasst: 7. Jan 2010, 08:38 
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Hallo Edgar,
da scheinen ja wahre Profis am Werk gewesen zu sein.
Ich nehme an, bei dem zu erzielenden Preis, den diese Stücke im Handel erreichen können,
macht sich der Aufwand innerhalb kurzer Zeit bezahlt und wer weiß, wieviele Exemplare davon schon einen Abnehmer gefunden haben.
Viele Sammler schämen sich zuzugeben, dass sie einer Fälschung aufgesessen sind, oder ihnen fehlen einfach die nötigen Informationen die Fälschung zu erkennen.

In diesem Sinne:
Auf eine gute zukünftige Zusammenarbeit unserer beiden Foren zur Aufklärung derartiger Machwerke!


Vielen Dank für Deine ausführlichen Erklärungen.

Grüße
Harald

_________________
Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare.


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 Betreff des Beitrags: Re: 4tel-Stater
BeitragVerfasst: 7. Jan 2010, 10:32 
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Doktor
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Hallo Harald,

Zur Herstellung von Stempeln braucht man nicht einmal diesen "elektronischen Pantograf"!
Man braucht nur den Ur-Vorgang zur Herstellung der keltischen Stempel etwas abzuändern.
Statt eine Patrizze in der 1. Phase anzuvenden, genügt es eine gute Kopie einer Mümnze anzuwenden. So erhält man am Ende der "Kette" einen brauchbaren Münzstempel!

Mit schönen Grüssen

Edgar WENDLING


Dateianhänge:
Dateikommentar: 1. und 2. Phase der Herstellung eines keltischen Münzstempels
Coin 1.jpg
Coin 1.jpg [ 110.43 KiB | 1618-mal betrachtet ]
Dateikommentar: 3., 4. und 5. Phase der Herstellung.
In der 6. Phase, wird der neue Mûnstempel benutszt

Coin 2.jpg
Coin 2.jpg [ 119.18 KiB | 1618-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: 4tel-Stater
BeitragVerfasst: 11. Jan 2010, 18:40 
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Je crois qu'Edgar veut dire que toutes les monnaies ici sont fausses mais qu'elles ont ete frappe......


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BeitragVerfasst: 13. Feb 2010, 10:32 
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Doktor
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Hallo Harald,

Mit dem 1/4-Stater von POTTINA, sind es 4 solche Viertel, die DELESTRéE "im französischen Handel" in einer kurzen Zeitfrist gemerkt hat.

Die Fotos von 3 von den 4 stehen zur Verfüging.

Alle 4 stammen aus gleicher Stempelkoppelung: das ist, wenn ich DELESTRéE recht verstanden habe das Hauptargument, dass es da um Fälschungen geht.

Die kleinen Schrötlingseinrisse sind auf den 3 durch Fotos bekannten Exemplaren, nicht an den gleichen Stellen.

Wenn schon Fälschung, handelt es sich also um eine geprägte Fälschung.
Die Herstellung von Stempeln ist heutzutage mittels angepasste elektronische "Pantografe" (ich kenne das deutsche Wort nicht) eine einfache Sache: jedoch muss ein feines Modell, Original oder Gipsabdruck, zur Verfügung stehen.

Mit diesem "Pantografen" kann man sogar ebenso leicht verkleinerte oder vergrösserte Stempel herstellen! So kann man z. B. von einem Original-Stater ausgehend, nicht existierende Viertel herstellen!.

Die Farben der Legierungen der 3 Exemplare sind nicht die gleichen: aber, als in einem früheren Leben Chemiker für anorganische Chemie, weiss ich, dass das nicht viel bedeutet, denn durch chemischen Einwand kann man jedem Gold verschiedene Farben geben.
Die Vs. eines der 3 Exemplare ist abgenutzt. Die 2 anderen Exemplare scheinen fast stempelfrisch.

Gäbe da eine feine Metallanalyse Aufschluss: ja, wenn im Gold die üblichen Spurenelemente des "alten Goldes" fehlen würden.
Jedoch wenn der Fälscher schon Stempel herstellen liess, wäre er auch klug genug gewesen um einfach zeitgenössige Viertel-Statere zu uberprägen!

Mit schönen Grüssen

Edgar


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 Betreff des Beitrags: Re: 4tel-Stater
BeitragVerfasst: 13. Feb 2010, 10:45 
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Doktor
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Hallo,

Ich habe erneut Louis-Pol DELESTRéE angeschrieben.
Er hat mir nicht bestätigt ob gegossen oder geprägt. Das könnte ja nur bestätigt werden , wenn man alle sich in Umlauf befindende Exemplare in Hand hätte.
DELESTRéE ist der Meinung, obwohl da Fälschungen in Umlauf, sind, dass da kein moderneur Graveur eingefunky ist: es gäbe also irgendwo ein echtes Original zu diesem Typ!
Also Fälschungen eines bis jetzt nicht näher bekannten Typs!

Grüsse aus Lothringen,

Edgar


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 Betreff des Beitrags: Re: 4tel-Stater
BeitragVerfasst: 14. Feb 2010, 08:56 
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Hallo Edgar

Ich bin mir sicher, das meine Münze NICHT gegossen ist.

Gruß PoTTINA


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 Betreff des Beitrags: Re: 4tel-Stater
BeitragVerfasst: 19. Feb 2010, 14:33 
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Magister

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Hallo

Zitat
"Alle 4 stammen aus gleicher Stempelkoppelung: das ist, wenn ich DELESTRéE recht verstanden habe das Hauptargument, dass es da um Fälschungen geht."

Ich verstehe das nicht!

Wiso müssen die 4 bekannten Münzn verschiedene Stempelkopplungen haben.
Es wurden doch sicherlich sehr viel mehr Münzen mit gleichen Stempeln hergestellt als 4.
Wieviele Stempl sollten denn für eine Münze die 1000x oder mehr geprägt wurde hergestellt werden.

Auch de Aussage, "Also Fälschungen eines bis jetzt nicht näher bekannten Typs!" verstehe ich nicht.
Wenn ein Typ nicht bekannt ist, wie kann dann jemand behaupten das die bekannten Münzen Fälschungen sind?

Fragen, Fragen, nichts als Fragen

Gruß PoTTINA


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 Betreff des Beitrags: Re: 4tel-Stater
BeitragVerfasst: 1. Okt 2017, 11:55 
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Guten Tag

Ich möchte die Diskusion über meinen Viertelstater wieder beleben.

Vor ca.einem Jahr habe ich eine Metallanalyse von der oben gezeigten Münze machen lassen.
Aus dieser Analyse gibt es keinen Hiweis auf eine Fälschung.
Aber seht selbst.
Bis heute wundert es mich das Herr DELESTRéE, mein damaliges Angebot, ihm die Münze zukommen zu lassen nicht angenommen hat.

Aber seht selbst

Gruß,
PoTTINA


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