Numismatik-Cafe

Münzen-Sammeln-Freunde
Aktuelle Zeit: 8. Aug 2022, 19:54

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 9 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Rechenpfennig mit Kontermarke
BeitragVerfasst: 19. Jun 2021, 14:29 
Offline
Kandidat

Registriert: 28. Jan 2021, 11:15
Beiträge: 36
Liebe Münzfreunde und Sammler,

ich habe in meiner Sammlung einen Haller Rechenpfennig mit Kontermarke,
welche ich trotz intensiver Suche nicht identifizieren konnte.
Vielleicht hat jemand schon einmal so eine Kontermarke gesehen und kann
näheres dazu sagen.

Kupfer-Rechenpfennig Ferdinand I. , Haller Münzblätter Nr.28 , 2,40g

bin für jeden Hinweis sehr dankbar
und sende liebe Grüße
Pfundner


Dateianhänge:
1.jpg
1.jpg [ 90.73 KiB | 4850-mal betrachtet ]
2.JPG
2.JPG [ 92.54 KiB | 4850-mal betrachtet ]
Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Rechenpfennig mit Kontermarke
BeitragVerfasst: 24. Jun 2021, 11:24 
Offline
Kandidat

Registriert: 28. Jan 2021, 11:15
Beiträge: 36
Kennt jemand überhaupt Rechenpfennige mit Kontermarke ?

Grüß
Pfundner


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Rechenpfennig mit Kontermarke
BeitragVerfasst: 30. Jun 2021, 18:35 
Offline
Professor

Registriert: 14. Jan 2016, 22:49
Beiträge: 267
Bei dem Gegenstempel könnte es sich um ein Hauszeichen handeln: ein (senkrechter) Schaft mit einer Mittelkreuzsprosse sowie Oberkopf- und Unterfuß...strebe. Ein Fachmann kann das besser beschreiben...
Ob es solche Hauszeichen auch in unserer Gegend gegeben hat, weiß ich nicht.
Freundliche Grüße von
Jetonicus


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Rechenpfennig mit Kontermarke
BeitragVerfasst: 1. Jul 2021, 15:26 
Offline
Kandidat

Registriert: 28. Jan 2021, 11:15
Beiträge: 36
Lieber Jetonicus,

ich glaube du hast den Nagel auf den Kopf getroffen ,vielen Dank.

Ich habe ein wenig recherchiert und folgendes im Internet gefunden :

Ebenau eine Gemeinde mit 1424 Einwohnern im Bezirk Salzburg-Umgebung.
Diese Gemeinde hat nun ein Hauszeichen wie auf dem Rechenpfennig - siehe Anhang.

Nun bin ich gespannt ob ich eine Antwort auf mein Email an die Gemeinde bezgl. Herkunft
und Bedeutung des Zeichens erhalte um einem Zusammenhang mit dem Haller Stück herstellen zu können (oder auch nicht)

Werde nach Antwort darüber berichten.

Grüße
Pfundner


Dateianhänge:
Ebenau.png
Ebenau.png [ 15.1 KiB | 4429-mal betrachtet ]
Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Rechenpfennig mit Kontermarke
BeitragVerfasst: 1. Jul 2021, 21:30 
Offline
Mitglied der geheimen Hofkammer
Benutzeravatar

Registriert: 25. Mai 2009, 15:22
Beiträge: 2966
Wohnort: Dresden
Rechenpfennige waren ursprünglich zum Rechnen auf der Linie gedacht. Aber es gibt sekundäre Verwendungen. Sowas scheint hier vorzuliegen. Ob ein Dorf den Rechenpfennig für eigene Zwecke markiert hat? Das Zeichen des Gegenstempels scheint ursprünglich ein Steinmetzzeichen zu sein. Fronmarke als Quittung für die Anlieferung von Steinen? Grüße, KarlAntonMartini


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Rechenpfennig mit Kontermarke
BeitragVerfasst: 3. Jul 2021, 07:39 
Offline
Kandidat

Registriert: 28. Jan 2021, 11:15
Beiträge: 36
Die Antwort aus Ebenau ist nun eingelangt :

"Das Hauszeichen unseres Wappens ist das Symbol und Hauszeichen der Familie Stainhauser.
Diese Familie gründete in Ebenau 1585 ein Messingschmelz und Hammerwerk.
Die Familie Stainhauser war eine Unternehmerfamilie in Erzbistum Salzburg in der frühen Neuzeit bis mittleren Neuzeit. Die Ebenauer Niederlassung musste bereits 1620 an den Erzbischof verkauft werden.
Jedoch finden sich über de nächsten Jahrhunderte immer wieder Vertreter und Unternehmungen der Familie. Einige Hinwiese finden Sie hier (https://www.sn.at/wiki/Steinhauser)"

Da es meines Wissens in Salzburg keine Rechenpfennigprägung gab wäre eine Verwendung Haller Prägungen durchaus plausibel.
Die amtlichen Pfennige wurden durch die Anbringung des eigenen Hauszeichens zu privaten der Familie Stainhauser.
Wohl zur Verwendung im eigenen Unternehmen.
Nur der zeitliche Zusammenhang - Ferdinand I. gest. 1564 und der Beginn des Unternehmens 1585 stört mich ein wenig.

Hat da jemand noch eine Theorie ?

Gruß Pfundner

g


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Rechenpfennig mit Kontermarke
BeitragVerfasst: 3. Jul 2021, 18:12 
Offline
Professor

Registriert: 14. Jan 2016, 22:49
Beiträge: 267
Ich wäre mit einer Zuweisung des Zeichens an Ebenau bzw. an die Familie Stainhauser - so verlockend sie auch wäre - vorsichtig.
Die Hausmarke auf dem Rechenpfennig und das Zeichen auf dem Wappen von Ebenau weichen doch mehr voneinander ab, als das meiner Meinung nach sein dürfte.
Man müßte zurückverfolgen, ob es irgendwelche älteren Dokumente usw. von Stainhauser oder Ebenau gibt, in der das Zeichen in einer anderen Form, so wie auf dem Rechenpfennig, aufscheint.
Vielleicht gibt es in einem Museum Eisengeräte, die im Hammerwerk der Stainhauser hergestellt wurden und die ihr Zeichen als Qualitätsmarke tragen.

MfG
Jetonicus


Dateianhänge:
file - Kopie.png
file - Kopie.png [ 35.82 KiB | 4309-mal betrachtet ]
file.png
file.png [ 36.24 KiB | 4309-mal betrachtet ]
Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Rechenpfennig mit Kontermarke
BeitragVerfasst: 4. Jul 2021, 08:51 
Offline
Mitglied der geheimen Hofkammer
Benutzeravatar

Registriert: 25. Mai 2009, 15:22
Beiträge: 2966
Wohnort: Dresden
Pfundner hat geschrieben:
Die Antwort aus Ebenau ist nun eingelangt :

"Das Hauszeichen unseres Wappens ist das Symbol und Hauszeichen der Familie Stainhauser.
Diese Familie gründete in Ebenau 1585 ein Messingschmelz und Hammerwerk.
Die Familie Stainhauser war eine Unternehmerfamilie in Erzbistum Salzburg in der frühen Neuzeit bis mittleren Neuzeit. Die Ebenauer Niederlassung musste bereits 1620 an den Erzbischof verkauft werden.
Jedoch finden sich über de nächsten Jahrhunderte immer wieder Vertreter und Unternehmungen der Familie. Einige Hinwiese finden Sie hier (https://www.sn.at/wiki/Steinhauser)"

Da es meines Wissens in Salzburg keine Rechenpfennigprägung gab wäre eine Verwendung Haller Prägungen durchaus plausibel.
Die amtlichen Pfennige wurden durch die Anbringung des eigenen Hauszeichens zu privaten der Familie Stainhauser.
Wohl zur Verwendung im eigenen Unternehmen.
Nur der zeitliche Zusammenhang - Ferdinand I. gest. 1564 und der Beginn des Unternehmens 1585 stört mich ein wenig.

Hat da jemand noch eine Theorie ?

Gruß Pfundner

g


Ein sparsamer Unternehmer braucht zur Abrechnung in seinem Betrieb Marken, da wird er für die Altbestände an Jetons ein günstiges Angebot bekommen haben. Grüße, KarlAntonMartini


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Rechenpfennig mit Kontermarke
BeitragVerfasst: 5. Jul 2021, 17:22 
Offline
Kandidat

Registriert: 28. Jan 2021, 11:15
Beiträge: 36
Man glaubt es kaum :
Im ganzen Museum kein Stück mit dem Firmenzeichen.
Vielleicht gibt`s im Landesmuseum etwas. Hat da jemand Kontakte ?

Gruß
Pfundner


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 9 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
POWERED_BY
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de

Münzen Top 50