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BeitragVerfasst: 14. Feb 2017, 19:10 
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Aspirant

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Hello friends,

I hope that neverminds that I am writting in english language.

Please, could anybody help to find some information about development of austrian currency systems before 1521/1526?
I am looking for some information about:

1. Changes of weight and fineness of pfennig coins since the Babenberg age (Babenbergs and dukes of Traungau) to dukes of Habsburg dynasty.

2. How many reforms (münzreform) have been realized in austrian lands since 1278 for 1526?, and what were the reasons and aims of reform and "Münzordnung" of Albrecht IV. in 1399?

3. If is possible to find any studies which show the ratios of wiener pfennig to hungarian denare, prague groschen, coins used in Bavaria and to the golden coins?


4. Why was not the pfening currency replaced by the batzen currency or groschen currency?


5. Which currency systems were used in Futher Austria (Vorderösterreich)?


Thank You for any information :D


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BeitragVerfasst: 15. Feb 2017, 23:55 
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Wirklicher Hofrat
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Beiträge: 1087
Hallo StanLeee,
ich antworte Dir in Deutsch, da es für mich schwierig ist, manche Ausdrücke zu übersetzen. Ich hoffe, du hast jemand, der dir den Text übersetzen kann.
Du hast sehr viele und komplexe Fragen gestellt, die man auf einmal und ohne genauere Recherche nicht beantworten kann. Ich kann dir zu deiner 1. Frage mitteilen:
Die Pfennige der frühen Babenberger-Zeit hatten knapp 1 g Gewicht; meine Kremser Pfennige (Heinrich II. Jasomirgott) haben zwischen 0,89g und 1,5g.
Über die weitere Entwicklung bis ins 15. Jahrhundert gibt eine Tabelle aus dem CNA I Auskunft.
Dateianhang:
Münzgewicht 001.jpg
Münzgewicht 001.jpg [ 228.68 KiB | 1921-mal betrachtet ]

Der Grund für das Fehlen von größeren Münzeinheiten (Groschen) bis ins 15. Jahrhundert dürften die Münzverrufungen gewesen sein, da man kleinere Münzen leicheter einziehen und neu prägen konnte. Für größere Zahlungen verwendete man Prager Groschen oder Ungarische und Florentiner Goldgulden oder überhaupt nur Barrensilber. Die Münzverrufung schaffte erst Erzherzog Rudolf IV. (1358-1365) ab.
Das Ende der Wiener Pfennige zeichnete sich um 1460 ab, als die Münzen ("Schinderlinge") praktisch kein Silber mehr enthielten und von der Bevölkerung abgelehnt wurden. In einer Reihe von Münzordnungen (Friedrich III. und Albrecht VI.) wurde das Währungssystem auf eine neue Basis gestellt, die Leitwährung wurde der Kreuzer und es wurden in Wien und Graz auch Goldgulden geprägt. Die ersten Goldgulden wurden aber bereits zwischen 1330 und 1395 (Albrecht II., Rudolf IV., Albrecht III.) in Judenburg geprägt.
Zu Frage 3 kann ich dich auf die Artikel von Bernhard Koch im CNA I (S 104 ff) und im Buch "Der Wiener Pfennig" (S 54 ff) verweisen. Das Problem der sogenannten "Ungarischen Wiener" (Verkleinerte, runde Prägungen von Wiener Pfennigmotiven) ist noch nicht restlos aufgearbeitet.
Best regards!
OTAKAR

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BeitragVerfasst: 10. Mär 2017, 17:59 
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Beiträge: 8
Hello friends,

Please, could anybody help me and answer on few other questions?


Were the ratios between Wiener pfennig, Friesacher pfennig, Grazer pfennig and other types as Regensburger or Kölner pfennig 1:1 or different?


Is possible to find any study where is possible to find rations between Wiener pfennig and higher denominations (thalers and ducats) ?



And Thank You Otakar


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BeitragVerfasst: 11. Mär 2017, 20:18 
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Professor

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Beiträge: 284
StanLeee hat geschrieben:
Were the ratios between Wiener pfennig, Friesacher pfennig, Grazer pfennig and other types as Regensburger or Kölner pfennig 1:1 or different?

Hello StanLeee,
the ratios between different Pfennigs were different. For example one Friesach Pfennig was worth 14 Pfennigs of Verona about the year 1200. There is no fixed ratio between two or more of these Pfennig systems. Some of the ratios you will find in this book: Hedwig Heger: Das Lebenszeugnis Walthers von der Vogelweide. Die Reiserechnungen des Passauer Bischofs Wolfger von Erla. Schendl, Wien 1970 (Zugleich: Wien, Univ., Philos. Fak., Habil.-Schr.).
I hope that this book will help you a bit.

Best wishes
Andechser


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BeitragVerfasst: 11. Mär 2017, 23:52 
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Aspirant

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Beiträge: 8
Thank You very much Andechser ;)

Could I have one more simillar but little bit detailed question?...

Is possible to find mentioned ratios between friesach pfennig, grazer pfennig and wiener pfennig during the reign of Babenberg dynasty, Přemysl Ottokar II. and Rudolf I. Habsburg?


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BeitragVerfasst: 12. Mär 2017, 01:08 
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Doktor

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Wohnort: orientalis urbs, quae dicitur Chremisa
Now it´s getting complicated.


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BeitragVerfasst: 12. Mär 2017, 14:45 
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And between denominations (wiener pfenning) of Rudolf I. and kreutzer denominations of Meinhard II. was specific ratio?


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BeitragVerfasst: 12. Mär 2017, 22:22 
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Wirklicher Hofrat
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Kremser hat geschrieben:
Now it´s getting complicated.


Ja, das Kapitel ist sehr kompliziert und es ist keinesfalls möglich, hier die Entwicklung zu beschreiben, vor allem, weil es ja immer noch Lücken in der Forschung gibt und die Quellen oft nicht korrekt und ausreichend sind. Ich habe versucht, eine kleine Zusammenstellung aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur zu geben, die bei weitem nicht vollständig ist und nur einen groben Überblick über die Zusammenhänge zwischen Wiener, Friesacher und Grazer Pfennig ein wenig erhellt.
Das Problem des Wertes der mittelalterlichen Münzen und der Vergleich untereinander ist aus folgenden Gründen äußerst kompliziert.
1. Es gab viele Münzherren und Münzstätten, die Münzen mit unterschiedlichem Wert (Feingehalt, Gewicht) prägten.
2. Der Münzfuß (Anzahl der Münzen, die aus einer feinen bzw. rauen Mark geprägt wurden) ist nicht einheitlich und ändert sich ständig.
3. Die Gewichtsmark ist nicht einheitlich und ändert sich im Laufe der Zeit.
4. Die Gewichtsmark ist in der Regel an Städte gebunden (Beispiel: um 1240 waren 500 Wiener Mark 562 1/2 Kölner Mark).
Vergleiche sind daher schwierig und bedürfen oft komplizierter Umrechnungen, die im Geldverkehr große Schwierigkeiten breiteten und dem Betrug Tür und Tor öffneten.
5. Die periodische Münzverrufung verleitet viele Münzherren, Feingehalt und Raugewicht der Münzen ständig zu verringern. Dadurch ergeben sich ständig auch andere Wechselkurse.
6. Schlechte (minderwertige) Münzen verbreiteten sich rasch und verdrängten die guten (Gresham-Kopernikanisches Gesetz). Gute Münzen werden behalten, schlechte weitergegeben.
Verbreitung und Rückgang der Münzen wurden aber auch oft durch politische oder kriegerische Ereignisse beeinflusst. Beispiel: Rückgang des Friesacher Pfennigs durch das Vordringen der Agleier (Aquilea) oder durch den Einfall der Mongolen im Südosten (Slowenien Südungarn, Kroatien).
7. Immer wieder kommt es zu Fälschungen, Nachprägungen oder Nachahmungen, die am Wert der Originale kratzen.
8. Immer wieder ergaben sich auch Probleme mit dem Feingehalt. Die Differenz zwischen effektivem und virtuellem (= gewolltem) Feingehalt kann bis zu 60/1000 und mehr betragen.

Die Wiener Gewichtsmark hat sich im 13. Jahrhundert von 241,588g auf 280,614625g (vor allem unter Ottokar II.) bis 1283 verändert.
Aufschluss über die Entwicklung des Wiener Pfennigs ergibt die bereits weiter oben eingefügte Tabelle.

Hier sind Vergleichswerte zu Friesacher Pfennigen.
Der Friesacher Pfennig beruht auf einer erstmals 1149 erwähnten Friesacher Gewichtsmark.
1125/35 werden 144 Pfennige aus der rauen Mark von 210,42g geschlagen, das ergibt ein Raugewicht von 1,461g (wird später auf 160 Pfennige mit Raugewicht 1,315g verschlechtert).
ab 1170 Eriacensis-Gepräge; der Kölner Münzfuß wird übernommen: Neue Kölner Mark: 233,81g: 188 Denare (Pf.) ergibt ein Raugewicht von 1,2436g, Feingehalt 900/1000 (= 1,169g Feingewicht
ab 1217 herabgeminderte Pf.: 240 St. aus feiner Kölner Mark (Raugewicht 1,036g, Feingewicht 0,974g)
nach 1246 stete Abwertung
1286 Münzvertrag zwischen Erzbischof Rudolf v. Salzburg und Herzog Meinhard v. Kärnten: Einführung der Wiener Mark (280,575g): 344 Pfennige auf die raue Mark (Gewicht 0,816g) = 366 Pfennige auf die feine Mark (0,768g)
1334 Raugewicht 0,816g, Feingewicht 0,725g

Steirischer Pfennig
In der Steiermark wurde anfänglich nach Friesacher Schlag geprägt.
Der Babenberger Leopold VI. und der Erzbischof Eberhard von Salzburg führen zeitweise sogar eine gemeinsame Münzstätte in Pettau (Ptuij-Slowenien).
1250 860/1000 Feingehalt
1260 Raugewicht 1,1g, Feingewicht 0,974g
Nach 1300 Feingewicht 0,7306 (bzw. 0,7304g) -zum Vergleich: Friesacher Pf: 0,7254g, Feingehalt zw. 700 bis 800/1000
Unter Herzog Rudolf IV.: Feingehalt 650/1000
ab 1409 wurden Steirische Pfennige nach „Korn und Wag“ wie Wiener Pfennige geprägt.

Empfohlene Literatur:
Bernhard Koch: Der Wiener Pfennig, Wien 1983, ISBN 3 900593 00 0
Bernhard Koch: Corpus nummorum Austriacorum (CNA) Band I Mittelalter (Wien 1994, ISBN: 3-900325 – 34 -0)
A. Luschin von Ebengreuth: Allgemeine Münzkunde und Geldgeschichte des Mittelalters und der neueren Zeit. München und Berlin 1926


Über das Verhältnis des Wiener Pfennigs zu den Kreuzern Meinhards II. sollte wohl ein Spezialist aus dem Tiroler Raum antworten.
OTAKAR

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BeitragVerfasst: 11. Mai 2017, 21:54 
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Aspirant

Registriert: 12. Feb 2017, 23:42
Beiträge: 8
Hello friends,

is possible to find any list or register of medieval bilateral or multilateral currency conventions between individual historical lands of today's Austria?


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BeitragVerfasst: 12. Mai 2017, 22:43 
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Doktor

Registriert: 7. Nov 2014, 17:57
Beiträge: 116
Wohnort: orientalis urbs, quae dicitur Chremisa
Dear Sir,

sometimes it is not the best idea to fire questions like an AK47 would do.

There has been profound answering of your requests.

So why open up new questions when you even refused to thank those, who took the time to help you on the previous ones?

yours sincerely,

Kremser


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