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 Betreff des Beitrags: Noch ein schwieriger Fall
BeitragVerfasst: 20. Mai 2019, 16:45 
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Professor

Registriert: 22. Mai 2009, 15:17
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Liebe Münzfreunde,

Ich habe noch so einen Kandidaten gefunden, der mir große Schwierigkeiten bereitet.
Freute mich schon ihn als CNA B126a identifiziert zu haben, doch bei genauerer Betrachtung,
vor allem der Rückseite, sind Zweifel aufgetaucht.
Ich hoffe nun, dass mir jemand weiterhelfen kann.

Regengrüße aus Tirol
rainschnarcher


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 Betreff des Beitrags: Re: Noch ein schwieriger Fall
BeitragVerfasst: 20. Mai 2019, 21:05 
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Wirklicher Hofrat
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Registriert: 5. Jun 2010, 18:32
Beiträge: 1221
Lieber Rainschnarcher,
ich teile deine Skepsis. Das Stück ist stark verschlagen - vermutlich erst nach der Prägung. Du hast uns die Rückseite, die Deine Zweifel begründet noch vorenthalten. Beim B 126a müssten ja Reste eines Hirsches zu sehen sein. Da der rechte Kopfe des Mischwesens (von Koch fälschlich als Adler beschrieben) von B126a fast nicht zu erkennen ist, bringe ich auch noch den B152 ins Spiel, Da gäbe es dann ja 3 verschiedene Rückseiten (Wien, Enns, Wr. Neustadt).

Den Regen hast du uns inzwischen weitergeschickt..
LG
OTAKAR

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 Betreff des Beitrags: Re: Noch ein schwieriger Fall
BeitragVerfasst: 21. Mai 2019, 07:57 
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Doktor

Registriert: 14. Jan 2016, 22:49
Beiträge: 194
Lieber rainschnarcher, lieber otakar,

der Pfennig mit dem Stern zwischen den Adlerköpfen ist B 126 a; das Bild der Vorderseite (des Adlers) ist so stark durchgedrückt, daß die Rückseite (Panther) kaum erkennbar ist. Vielleicht kann man, wenn man den Pfennig in der Hand hält und dreht, Spuren des Panthers erkennen, die man auf dem Photo nicht ausmachen kann.
Im Anhang zum Vergleich die Bilder eines B 126 mit dem Panther auf der Rückseite.
B 152 kommt nicht in Frage, denn dort ist ein einköpfiger, gekrönter Adler zu sehen.

LG
Jetonicus


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 Betreff des Beitrags: Re: Noch ein schwieriger Fall
BeitragVerfasst: 21. Mai 2019, 10:31 
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Wirklicher Hofrat
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Registriert: 5. Jun 2010, 18:32
Beiträge: 1221
Lieber jetonicus,
da habe ich wohl etwas falsch verstanden. Ich habe das linke untere Bild als Vergleichsbeispiel angesehen und das obere Bild als VS des Originals gesehen. Natürlich hast du Recht, wenn dieses Bild das Original ist. Es kann sich nur um den B 126 mit Panther-Rückseite handeln. Allerdings gibt es bei der Interpretation der beiden Köpfe eine unterschiedliche Meinung. Koch schreibt von "2 Adlerköpfen". Für mich ist aber nur der rechte Kopf ein Adler, der linke eher ein Pferdekopf, also ist das Vieh ein Mischwesen. Ich habe mehrere Exemplare von dem Stück und zeige hier eines (leider nur bruchstückhaftes), auf dem meine These eigentlich bewiesen wird. Was meinst du?
LG
OTAKAR


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 Betreff des Beitrags: Re: Noch ein schwieriger Fall
BeitragVerfasst: 21. Mai 2019, 11:42 
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Professor

Registriert: 22. Mai 2009, 15:17
Beiträge: 330
Lieber Jetonicus und otakar,

wieder herzlichen Dank für euere Bemühungen.
Dass man auf die einfachsten Dinge nicht kommt ist ernüchternd.
Jetonicus hat es sofort gesehen : Die Vorderseite ist so stark durchgeschlagen,
dass man vom (schlechten) Rückseitenstempel nichts mehr sieht, jedenfalls ich nicht.

Trotzdem wieder was dazugelernt - Danke
und LG. rainschnarcher


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 Betreff des Beitrags: Re: Noch ein schwieriger Fall
BeitragVerfasst: 21. Mai 2019, 20:42 
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Doktor

Registriert: 14. Jan 2016, 22:49
Beiträge: 194
Lieber otaker,

Du hast ganz recht: links ist ein Pferdekopf! Am Hals sieht man die Mähne und im Maul sogar einige Zähne!
(Bilder im Anhang).
So genau haben die großen Numismatiker geschaut, Luschin 1913 und Koch 1983 und 1994! Wem soll man da noch glauben?
Daher nie blind der Literatur vertrauen, immer das Material zu Rate ziehen!

LG
Jetonicus


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 Betreff des Beitrags: Re: Noch ein schwieriger Fall
BeitragVerfasst: 22. Mai 2019, 05:47 
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Hofrat
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Registriert: 22. Feb 2015, 23:25
Beiträge: 636
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Wohnort: Püttner Mark
Jetonicus hat geschrieben:
So genau haben die großen Numismatiker geschaut, Luschin 1913 und Koch 1983 und 1994! Wem soll man da noch glauben?
:) :oops:

Bei meinem Beleg würde man aber keinesfalls darauf kommen und zweifelsohne einen "gewöhnlichen Doppeladler" vermuten.

OTAKAR, Mittelalternumismatik schärft eindeutig die Sinne! :whow: :mrgreen:
LG, Hexaeder

PS: Jetonicus, vielleicht sieht man sich heute im Dorotheum?


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 Betreff des Beitrags: Re: Noch ein schwieriger Fall
BeitragVerfasst: 22. Mai 2019, 05:57 
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Hofrat
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Registriert: 22. Feb 2015, 23:25
Beiträge: 636
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Wohnort: Püttner Mark
Auch Numismatik Lanz weist in seiner Auktion 146 vom 25.09.2009 bereits eindeutig darauf hin, dass es sich hier um keinen gewöhnlichen Doppeladler handelt. Mit den Losen 931 und 932 wurden damals zwei hervorragende Stücke, mit und ohne Stern zwischen den Köpfen versteigert.
Hier der Link dazu:
https://www.acsearch.info/search.html?term=Pfennig+Enns+B+126&category=1-2&en=1&de=1&fr=1&it=1&es=1&ot=1&images=1&thesaurus=1&order=0&currency=usd&company=
hexaeder

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