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 Betreff des Beitrags: Königreich Sizilien
BeitragVerfasst: 17. Dez 2014, 01:50 
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Wie bereits angekündigt, soll im Folgenden das Königreich Sizilien besprochen werden, das nicht nur die Insel Sizilien, sondern auch Apulien umfasste. Bereits in der Antike (5. Jh vor Ch.) wurden in Syrakus Münzen geprägt. Hier ist eine frühe Tetradrachme (475-470 BC) zu sehen: http://www.acsearch.info/search.html?id=1370229

Nach den Byzantinern und Arabern nahmen die Normannen die Insel ein. Der Name "Normannen" leitet sich von der Normandie ab, die im 9.-10. Jh. von Skandinaviern erobert wurde. Von dort aus begab man sich zunächst nach England...
Auch wenn die Erroberung Süditaliens weitaus weniger durchdacht gewesen war, war sie dennoch effektiv gewesen: Wilhelm Eisenarm und sein jüngerer Halbbruder Robert Guiscard ("Schlauberger") - beide waren Söhne von Tancred von Hauteville gewesen - hatten sich sehr schnell Respekt verschafft.
Neben einem halben Dutzend Kupfermünzen ließ Robert Guiscard eine Goldmünze (Tari) nach arabischem Vorbild schlagen.
Die (damals übliche) kufische Schrift, die ohnehin schwer lesbar ist, ist in der Regel auch noch sehr schlecht ausgeprägt bzw. deformiert. Dennoch weisen besagte Stücke ein typisches Erscheinungsbild auf. http://www.acsearch.info/search.html?id=450788
(Robert Guiscard (1059-1085), Tari (ca. 1g) [Spahr 1], Av: Schahada (Allah als erstes Wort!); am Rand die Prägeformel. Rv: bi-amr'i بامر ubart ابارت ad-duqah الدوقة al-adschal العجل malik مالك bi-siqilliya بصقلية Auf Anordnung Roberts, des Herzogs, des glorreichen Königs von Sizilien; Randlegende: muhammad rasul allah arsalahu bi’l-huda wa din al-haqq... Mohammed ist der Gesandte von Allah, der ihn mit Rechtleitung und der Religion der Wahrheit geschickt hat, um sie über alle Religion zu stellen)
Und das von einem abendländischen Herrscher!

Hier gibt es einen wunderschönen Follaro von R. Guisc. (Salerno, ca. 1076-1085 Æ 7.17 g) zu sehen:
http://www.acsearch.info/search.html?id=567123

Das Königreich Sizilien wurde von Roger II., dem Sohn von Robert Guiscard's jüngerem Bruder Roger I., in der ersten Hälfte des 12 Jh. gegründet.

Nach den Normannen folgten mit Heinrich VI. die Staufer, von denen Friedrich II. der bedeutendste Herrscher war. Nachdem Karl von Anjou (Bruder des franz. Königs Ludwig IX.) der Herrschaft der Staufer ein blutiges Ende gesetzt hatte, ging das KR in den Besitz des Hauses Aragon über (Sizilianische Vesper). Doch davon später.


Folgender Artikel ist Wikipedia entnommen:

In der 1. Hälfte des 11. Jahrhunderts war es einer Gruppe von Normannen gelungen, weite Teile Süditaliens von den Langobarden und den Byzantinern zu erobern. Robert Guiskard, der Führer der Normannen, war 1059 von Papst Nikolaus II. mit all seinen Gebietserwerbungen in Apulien und Kalabrien und auf Sizilien belehnt worden. Im Gegenzug hatte er Tributzahlungen zu leisten und musste sich verpflichten, keine Oberhoheit von Byzanz anzuerkennen.

Sizilien war nach dem Aussterben der Kalbiten 1053 in mehrere kleine Fürstentümer zerfallen, die unter sich zerstritten waren. Einer der Fürsten rief nun die Normannen zu Hilfe. Auf diesen Hilferuf hin setzte Robert Guiskards jüngerer Bruder Roger 1061 nach Sizilien über und eroberte Messina. Bis 1064 konnte er den Nordosten Siziliens unter seine Kontrolle bringen. Nach Rogers Rückkehr nach Kalabrien zum Ausheben weiterer Soldaten und zum Ausbau einer Flotte unternahmen die Brüder weitere Eroberungszüge nach Sizilien. 1072 wurde Palermo erobert. Robert Guiskard kehrte nach Apulien zurück, ernannte seinen Bruder als Roger I. zum Graf von Sizilien und Kalabrien und überließ ihm die restliche Eroberung der Insel und den Aufbau einer Regierung. Die weitere Eroberung Siziliens erwies sich als schwierig und langwierig. Erst im Jahre 1088 fiel das für die Eroberung des Binnenlands wichtige Enna und 1091 der letzte muslimische Stützpunkt auf Sizilien, die Stadt Noto. Ein Teil der arabischen Bevölkerung floh ins Ausland, viele aber blieben und arbeiteten mit den Eroberern zusammen.

Da der normannischen Eroberung nicht (wie beispielsweise der arabischen) eine Siedlerwelle folgte, blieben die Normannen nur eine dünne Oberschicht in Sizilien. Roger war also darauf angewiesen, die bestehenden Verwaltungsstrukturen zu übernehmen. Juden und Muslime mussten zwar (wie vorher Juden und Christen unter arabischer Vorherrschaft) eine eigene Steuer entrichten, durften aber jeweils nach eigenen Gesetzen Recht sprechen und Richter einsetzen. Roger selbst betrieb eine Hofhaltung nach byzantinischem Vorbild, bei der der Herrscher den Untergebenen unnahbar entrückt war und absolutistisch regierte.

Roger unterstützte die byzantinischen Christen, vor allem griechische Klöster, setzte jedoch bereits 1083 in Palermo einen lateinischen Erzbischof ein und gründete lateinische Bistümer neu. Somit leitete er die Latinisierung Siziliens ein, die ca. 1200 fast vollständig abgeschlossen war. 1098 erhielt Roger von Papst Urban II. den Titel „Apostolischer Legat“ und damit die Vollmacht, selber Bischöfe einzusetzen.

Rogers I. Sohn Roger war beim Tod seines Vaters (1101) noch minderjährig. Spätestens 1113 übernahm er jedoch als Roger II. die Herrschaft von seiner Mutter, der Regentin Adelheid von Savona. Zu seiner Grafschaft Sizilien und Kalabrien erbte er 1127 auch noch das Herzogtum Apulien und 1128 das Fürstentum Tarent hinzu. Sein Herrschaftsbereich umfasste nun außer Sizilien auch ganz Unteritalien bis zum Kirchenstaat. Diese Machtstellung und die Schwäche eines gespaltenen Papsttums nutzte Roger II., um sich 1130 vom Gegenpapst Anaklet II. zum König von Sizilien erheben zu lassen. Seinen ältesten Sohn Roger setzte er als Herzog von Apulien ein. 1139 bestätigte Papst Innozenz II. gegen Anerkennung der Lehenshoheit des Papstes die Königswürde Rogers II.

Es folgte eine Reihe normannischer Könige, die mit König Wilhelm II. endete. Er war der letzte der normannischen Könige auf Sizilien und verstarb im Jahr 1189 ohne leiblichen Erben. Erbberechtigt war Wilhelms Tante Konstanze, Gemahlin des Stauferkaisers Heinrich VI.. Zunächst usurpierte jedoch Tankred von Lecce, unehelicher Sohn Roger III. und somit Enkel von Roger II. mit Hilfe der stauferfeindlichen Partei und Unterstützung durch Papst Clemens III. den Thron. Nach seinem Tode 1194 ging die Herrschaft über Sizilien schließlich an die Staufer über.


Zwei byzantinische Münzen:
CONSTANTIN V. mit LEO IV. (Av.) und LEO III. (Rv.) (741 - 775) [Sear 1569] Siehe Foto.
Nicht ganz so wohlfeil ist der Solidus der ehrgeizigen Rabenmutter Irene zu haben, die bekanntlich ihren eigenen Sohn blenden ließ, um an der Macht bleiben zu können: http://www.acsearch.info/search.html?id=1702770
Eine Prägung nach byzantinischem Vorbild unter Roger II. [Spahr 72]:
http://www.acsearch.info/search.html?id=567132


Zwei Beispiele arabischer Goldmünzen:

Aghlabiden (Maghreb), Emir Ibrahim II. (261-289 AH / 874-902 AD), 1/4 Dinar, ca. 1g
(878AD: Eroberung von Syrakus) Siehe Foto.

Fatimiden, al-Mustansir (427-487 AH / 1036-1094 AD), Palermo um 1050, 1/4 Dinar, ca. 1g
http://www.acsearch.info/search.html?id=278531


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 Betreff des Beitrags: Re: Königreich Sizilien
BeitragVerfasst: 17. Dez 2014, 14:43 
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Wie bereits erwähnt, begann das Königreich Sizilien erst mit Roger II. Trotzdem hatte sich bereits seine Verwandtschaft auf den Goldmünzen nach islamischer Sitte nebst anderen blumigen Titeln mit dem Titel المالك al-malik (König) geschmückt. Natürlich durfte der eigentliche Titel (Graf oder Herzog) nicht fehlen. Noch schwieriger aber als diese im arabischen Raum unbekannten Wörter war für die moslemischen Stempelschneider die Transliteration der normannischen Namen gewesen. Da der Vokal "o" im Arabischen nicht vorkommt, musste man auf "u" ausweichen. Siehe "Coca Cola" und "KuKa Kula" :mrgreen:

An dieser Stelle soll auch erwähnt werden, dass die Normannen in Süditalien eine hochentwickelte Kultur vorfanden, wie sie es weder aus Norditalien noch aus anderen Ländern kannten. Daher hatten sie auch keinerlei Probleme damit, sich zu einem gewissen Grad in die islamische Kultur zu integrieren, wie es später auch Friedrich II. tat, der sich im nördlichen Röm. Reich stets wie ein Fremder vorkam.
Die meisten normannischen Herrscher wie auch Friedrich II. waren bei den Muselmanen sehr beliebt, da ihnen neben anderen Zugeständnissen freie Religionsausübung und Rechtsprechung zugesagt wurde. Dafür hatten sie auch eine Schutzsteuer zu entrichten, wie sie gleichsam von den islamischen Herrschern von Juden und Christen verlangt wurde (Dhimmi-Steuer).

Da es sich beim Königreich Sizilien um einen Schmelztiegel der Kulturen handelte - hier trafen byzantinische, islamische Kultur und abendländisches Rittertum aufeinander -, wurden die Münzen häufig bilingual (arabische und lateinische Schrift) gestaltet. Der Einfluss des byzantinischen Reiches zeigt sich in typischen Motiven und griechischen Schriftzeichen.

Und nun die wichtigsten Transliterationen und altbekannten (islamischen) Titel, die von den Hautevilles übernommen worden waren:

الدوقة (ad-duqah) Der Herzog (Duke)
القومس (al-qumis) Der Graf (Count)
المالك (al-malik) Der König
السلطان (as-sultan) Der Sultan
المعتز بالله (al-mu'tazz bi-allah) Der Glanzvolle durch Gott
المقتدر (al-muqtadir) Der Starke
المعظم (al-mu'azzam) Der Hochgeachtete

ابارت (Ubart) Robert
رجار (Rudschar) Roger
غليالم (gulielm) Guglielmo/Wilhelm
تنقرير (tanqrir) Tancred


Von Roger I. (1072-1101 AD) wird ein Tari mit "Tau" gezeigt, von dem es viele Varianten gibt, die sich insbesondere in der Anordnung der Punkte unterscheiden.
Palermo (auch Messina kommt in Betracht); 12-13 mm; 1,16 g [Spahr 26]
Die Inschrift liest sich folgendermaßen:
إلا الله
‏محمد رسول الله
لا إله
Bei der "normannischen Schahada" ist (generell) zu beachten, dass das "la illahe" in der letzten Zeile und "illa 'llah" in der ersten Zeile zu finden ist. Die mittlere Zeile weist keine Besonderheiten auf.

Des Weiteren ein Trifollaro (Milet), dessen Inschrift (zur Abwechslung) leicht lesbar ist. Av: ROC ERIVS COME (+S); Rv: + MARIA MATER DИI
Das Gewicht dieses "AE-Typs", der eigentlich aus Cu besteht, liegt zwischen 7 und 12g. Es soll drei unterschiedliche Typen geben, wobei ich nicht die leiseste Ahnung habe, worin die Unterschiede liegen. Vielleicht im fehlenden "S", das sich normalerweise zwischen Pferde- und Reiterkopf befindet.
Jedenfalls handelt es sich bei diesem Münztyp um ein Unikum: auch wenn der Rv. beim ersten Hinsehen an Byzanz erinnert, ist (mir) keine einzige byzantinische Münze mit diesem speziellen Maria-Jesuskind-Motiv bekannt.

Mögen nun die Rogers rollen!


Gruß
AvP


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 Betreff des Beitrags: Re: Königreich Sizilien
BeitragVerfasst: 17. Dez 2014, 17:05 
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Wirklicher Hofrat

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Hallo AvP,
schön, daß Du wieder einen Faden in Gang gesetzt hast in dem ich ein bißchen mitspielen kann.
Mein Trifollaro von Roger I. ist nicht ganz so schön wie Deiner, dafür hat der Legendenschreiber das N richtig geschrieben. Das Stück wiegt 9,35 gr.
Lit: Biaggi 1583
AV: ROGERVS COME+S
RV: MARIA MATER DNI
Gruß ischbierra


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1072-1101 Roger I. Trifollaro, Mileto, Biag 1583(1).JPG
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 Betreff des Beitrags: Re: Königreich Sizilien
BeitragVerfasst: 17. Dez 2014, 19:59 
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Danke für Deinen Beitrag, ischbierra! Der Av. Deines Trifollaro gefällt mir sogar besser als der von meinem Stück. Dafür ist "mein" Rv. (trotz spiegelverk. N) wohl generell nur schwer zu schlagen.

Ich weiß ja, dass Du eine Vorliebe für schwere Kupferstücke mit bildlichen Darstellungen hast, aber dieses Pferdchen hätte ich jetzt nicht im Stall erwartet. :appaus:

Ich wollte nämlich schon mit Roger II. (1130-1154) loslegen.
Das geschieht jetzt auch. Die gezeigten Stücke sind ein Tari d' oro (ca. 1 g [Spahr 69]) und ein Follaro, beide mit stark byzantinischem Einfluss. Der Av. des Tari ist natürlich kufisch und lautet: al-malik rudschar al-mu’tazz bi-llah (König Roger, der Glanzvolle durch Gott). Dieser Tari ist nach der Münzreform von 1140 entstanden und stellt den Prototypen für die späteren Staufer-Tari dar. Der Goldgehalt der Tari lag knapp über 16 Karat.
Anmerkung am Rande: Heinrich VI. (harir) ließ anstelle al-malik "qaysar awghust" (Caesar Augustus) :P schreiben.

Follaro: Messina, ca. 1130-1138. P/O/Γ/F/P/I A/N/Λ // IC XC / NI KA; [Spahr 77]


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 Betreff des Beitrags: Re: Königreich Sizilien
BeitragVerfasst: 18. Dez 2014, 00:14 
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Wir beide werden wohl die einzigen Bespieler dieses Fadens sein.
Kannst Du bitte die Gewichte der Stücke mit angeben?
Den von Dir gezeigten Follis habe ich als Mezzofollis; Spahr 77, 1,29 gr. 1130/1138 in Messina geprägt.
Ein ähnliches Stück ist Spahr 54, Follis mit 4,15 gr, 1127/1130 in Messina geprägt.
Gib mir ein Signal,bevor Du zu Wilhelm übergehst - ich habe noch drei Mezzofolloi von Roger II. Du siehst, ich liebe auch kleine Bronzen.
Gruß ischbierra


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1130-1154 Roger II. Mezzofollaro, Messina 113o-38, Spahr 77 (1).JPG
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1105-1130-1154 Roger II. Follaro Mess.,Sp 54 (1).JPG
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 Betreff des Beitrags: Re: Königreich Sizilien
BeitragVerfasst: 18. Dez 2014, 21:28 
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Was die Gewichte bei diesen Stücken anbelangt, hast Du vollkommen Recht. Ich gehe stark davon aus, dass mein Follaro ebenfalls ein 1/2 Follaro ist, wollte mich jedoch nicht festlegen. :oops: Da ich beruflich viel mit Waagen zu tun habe, mache ich in meiner Freizeit einen großen Bogen um solche Geräte. Aber wat mut, dat mut: Morgen wird gewogen.

Da ich die Befürchtung hege, dass unsere restlichen "Rogers" dieselben Typen sein könnten, lasse ich Dir gerne den Vortritt. Den (folgerichtig) an zweiter Stelle von Dir gezeigten Follaro habe ich nämlich auch. Ich denke aber nicht, dass er 4 g auf die Waage bringt...


Morgen wird gewogen.

Und das gehört spätestens jetzt hier her: http://de.wikipedia.org/wiki/Roger_II._%28Sizilien%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Cappella_Palatina
Und hier wird erläutert, warum eine Mischkultur, und keine normannisch-abendländische Kultur entstand. Wenn die Arber ein Land erroberten, wurde dieses Land von Arabern überflutet: kein Wunder, dass dann alles arabisch bzw. islamisch war.
http://de.wikipedia.org/wiki/Normannisc ... sche_Kunst

Gruß
AvP

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 Betreff des Beitrags: Re: Königreich Sizilien
BeitragVerfasst: 18. Dez 2014, 22:13 
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Na, dann will ich Deinem Wunsche mal nachkommen.
Nr.1: Mezzofollaro 1,4 gr, 1130/1154 Messina, Spahr 78; AV: stehender König v.v. POΓEPI; RV: Kreuz +IC+XC+NI+KA
Nr.2: Mezzofollaro 0,86 gr, 1145/46 Messina, Spahr 79; AV: Stern im Quadrat m. 4 Linien, Leg.in arabisch "geprägt auf Befehl von König Roger; RV: Stern mit 6 Linien, Leg.: "geprägt in Messina i.J 540
Nr.3: Mezzofollaro 1,39 gr, Messina, Spahr 80; AV: 3 Zeilen kufisch; RV: Kreuz, kufische Umschrift
genaueres wirst Du vielleicht wissen. Leider ist die Vorderseite des ersten schlecht erhalten.
Nr.3 folgt im nächsten posting, denn idiotischerweise kann man immer nur 5 Bilder hochladen.
Gruß ischbierra


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 Betreff des Beitrags: Re: Königreich Sizilien
BeitragVerfasst: 18. Dez 2014, 22:21 
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Wirklicher Hofrat

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Hier also noch die Nr.3:


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 Betreff des Beitrags: Re: Königreich Sizilien
BeitragVerfasst: 18. Dez 2014, 22:43 
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Doktor
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http://www.computerbild.de/download/Irf ... 02306.html

Mit diesem kostenlosen Programm - nicht, dass Du denkst, dass ich eingefleischter Bild-Leser bin :P - kannst Du jegliche Art von Korrekturen und auch Feinrotation vornehmen. Panoramabilder zu erstellen, wie ich es inzwischen mache, ist das reinste Kinderspiel.

Zu Spahr 78 könnte ich noch einen schöneren Av liefern. Ob es prinzipiell erwünscht ist, das schwer leserliche Kufisch in Naqsh wiederzugeben, müsste ich noch wissen. Sollten Lautschrift und Übersetzung genügen, spare ich mir sehr viel Arbeit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Königreich Sizilien
BeitragVerfasst: 19. Dez 2014, 00:39 
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Wirklicher Hofrat

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Danke für den link - aber wie gehe ich damit um?


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