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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 16. Jul 2018, 22:15 
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Wirklicher Hofrat
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Lieber hexaeder,
dieses Stück ist schon eine Wucht! Ich kann mich auch nicht erinnern, je von österreichischen Brakteaten-Hälblingen etwas gehört (gelesen) zu haben. Wieder einmal ein Grund, über eine Neuauflage des CNA zu spekulieren. Ich bin gespannt, ob es noch weitere Besitzer solcher Hälblinge gibt. Übrigens: die Bildunterschrift ist falsch (Fe 11 statt Ce 11).
Ich gratuliere Dir zu dieser Erwerbung.
LG
OTAKAR

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 17. Jul 2018, 05:28 
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Hofrat
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Lieber OTAKAR
otakar hat geschrieben:
Ich kann mich auch nicht erinnern, je von österreichischen Brakteaten-Hälblingen etwas gehört (gelesen) zu haben. Ich bin gespannt, ob es noch weitere Besitzer solcher Hälblinge gibt.
Genauso ging es mir, als ich das seltene Stück gesehen habe. Konnte es kaum fassen! :o :shock:
Wäre wirklich interessant, ob es noch weitere Stücke dazu gibt? Ob es die Brakteaten-Hälblinge nur von einem Typ oder von mehreren gab? Ob es die nur in Griffen gab oder auch in Völkermarkt?
Fragen, Fragen, Fragen,..... :?: :?: :?: :?:
Vielleicht wissen Jetonicus oder die Tiroler etwas mehr darüber?

hexaeder

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 17. Jul 2018, 05:37 
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Lieber OTAKAR
otakar hat geschrieben:
Übrigens: die Bildunterschrift ist falsch (Fe 11 statt Ce 11).
Scharf beobachtet! :) Das ist mir erst aufgefallen, nachdem ich den "Absenden-Button" gedrückt hatte. War zu faul das Bild nachträglich umzubenennen und neu hochzuladen, denn ich dachte, dass fällt niemand auf. ;) Falsch gedacht, denn wer Details und Varianten auf Mittelaltermünzen erkennt, dem fällt so etwas natürlich sofort ins Auge. Auf meinem Sammlungsfoto habe ich es natürlich sofort geändert.
hexaeder

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 17. Jul 2018, 22:07 
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Hofrat
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Habe jetzt den C e 11 Brakteaten von Jetonicus aus diesem Leitfaden mit dem neuen (höchstwahrscheinlichen) Hälbling verglichen. Besonders auffällig ist, dass das kleinere Stück nicht so rund ist, wie der Pfennig. Außerdem fehlt der äußere Perlkreis.

hexaeder


Dateianhänge:
CNA C e 11 Pfennig - Hälbling Vergleich.jpg
CNA C e 11 Pfennig - Hälbling Vergleich.jpg [ 104.75 KiB | 423-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 18. Okt 2018, 20:31 
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"Vierschlag-Brakteaten" - gibt es so etwas wirklich (oder handelt es sich hierbei um (nur) einseitig ausgeprägte Pfennige)?

otakar's "Flügelloser Greif" aus Bamberg (H. v. Blvh.) ist auf jeden Fall ein Halbbrakteat (Dünnpf.):
https://www.acsearch.info/search.html?id=698832

Gruß
AvP

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 20. Okt 2018, 21:15 
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Hofrat
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Lieber AvP,
AvP hat geschrieben:
"Vierschlag-Brakteaten" - gibt es so etwas wirklich (oder handelt es sich hierbei um (nur) einseitig ausgeprägte Pfennige)?otakar's "Flügelloser Greif" aus Bamberg (H. v. Blvh.) ist auf jeden Fall ein Halbbrakteat (Dünnpf.)
Gruß AvP

Der Numismatiker Jetonicus hat auf Seite 6 in diesem Leitfaden eine interessante Erläuterung dazu geschrieben
Jetonicus hat geschrieben:
Die Kärntner Brakteaten wurden nur mit einem Oberstempel geprägt, so wie die einseitigen Pfennige. Die Schrötlinge der Pfennige und Brakteaten wurde aus Silberblech ausgeschnitten und mit Vierschlag (man kann ihn auf den Brakteaten Av. oder Rv. oft erkennen) breit und rund gehämmert. [Die Schrötlinge der 2seitigen Pfennige wurden auf das Untereisen (Unterstempel) gelegt und mit dem Oberstempel geprägt.]
Die Schrötlinge für Brakteaten wurde auf eine nachgiebige Unterlage gelegt (Bleiplatte, Leder...), dann das Obereisen (mit dem Bild) aufgesetzt und mit dem Hammer zugeschlagen.
Wenn das Obereisen nicht genau auf dem Schrötling gesetzt wurde, war der Brakteat dezentriert, so wie das beim abgeb. CNA C c 15 der Fall ist.
Die Kärntner Brakteaten zeigen Vierschlag und sind dicker als die böhmischen, sächsischen usw., die anders hergestellt wurden. Waren die Schrötlinge zu eckig, dann hat man die Ränder behämmert, wodurch die Ecken gestaucht wurden. Das ist bei meinem c 15 bei der Ecke links oben zu sehen (bei anderen Brakteaten sind manchmal alle Ecken gestaucht, ich werde demnächst so ein Bild schicken).
Zu den "anderen" Brakteaten das nächste mal.
Jetonicus

Allerdings sind nicht alle in diesem Leitfaden gezeigten Münzen tatsächlich Brakteaten.

hexaeder

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 7. Dez 2018, 22:58 
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Doktor
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Lieber hexaeder, liebe Mittelalter-Freunde,

ein schöner Ce2 ( so einer wie der von otakar) wäre mir ja lieber gewesen - ich finde die vergleichsweise puristische Darstellung des Bischofs ausgewogener -, ich bin jedoch froh, überhaupt einen österr. Brakteaten ergattert zu haben. Ist mein einziger und ist heute angekommen (Dorotheum). :D

Und ja, es wurde tatsächlich ein Vierschlag-Schrötling verwendet. Von vorne sieht man es nicht, aber von hinten.


LG
AvP


CNA Ce1 (Griffen, Berthold v. Leiningen, 0,63g):


Dateianhänge:
CNA Ce1.jpg
CNA Ce1.jpg [ 43.14 KiB | 35-mal betrachtet ]
CNA Ce1_R.jpg
CNA Ce1_R.jpg [ 56.99 KiB | 35-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 8. Dez 2018, 19:27 
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Doktor
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Habe nun bessere Bilder (weniger Frontallicht) eingestellt.

Natürlich muss auch der Ce3 in einen "Griffen-Vergleich" miteinbezogen werden.
Die Büste des Bischofs zeigt bereits die neue Form von Kopfbedeckung. Da ich keinen CNA besitze,
weiß ich auch nicht, ob dieser Umstand erwähnt wird.
Bei der älteren Form (mitra bicornis) saßen die zwei Hörner oder Zipfel "M-artig" über den Augen.
Dies ist bei Ce1 und Ce2 noch der Fall.
Meines Wissens fand die Umstellung irgendwann im Hochmittelalter statt (13. Jh.? :book: finde nichts).

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