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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 25. Dez 2020, 11:44 
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Hofrat
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Neben einigen weiteren feinen Brakteaten befand sich unter anderem auch ein interessanter, wenn auch etwas abgegriffener Schrift-Brakteat C e 8A des Berthold von Leiningen (1258-1285) bei der erwähnten Auktion.
Bei diesem seltenen, der Münzstätte Griffen zugeordnetem Exemplar, war das Glück auf meiner Seite.
Gewicht: 0,71g
Durchmesser: 20 mm
Am Revers ist der Vierschlag besonders gut zu erkennen, der diese außergewöhnlichen Stücke aus Kärnten deutlich von den meisten Brakteaten aus Böhmen und Deutschland unterscheidet.

hexaeder


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0529 CNA C e 8A Berthold von Leiningen 1258-1285 AV.jpg
0529 CNA C e 8A Berthold von Leiningen 1258-1285 AV.jpg [ 113.25 KiB | 3623-mal betrachtet ]
0529 CNA C e 8A Berthold von Leiningen 1258-1285 RV.jpg
0529 CNA C e 8A Berthold von Leiningen 1258-1285 RV.jpg [ 112.56 KiB | 3623-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 1. Jan 2021, 08:11 
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Hofrat
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Am unteren Ende der Seite 5, hier in diesem Leitfaden, hat Jetonicus im Juli 2016 drei Schrift-Brakteaten vom Typ C e 8 A eingestellt. Beim Vergleich ist mir aufgefallen, dass das mittlere Exemplar exakt die selbe Zeichenabfolge aufweist, wie jenes Stück, das ich euch vor wenigen Tagen vorgestellt habe.
Habe das Foto von Jetonicus herunter auf meinen Rechner gespeichert und meinem Stück gegenüber gestellt. Den direkten Vergleich habe ich euch jetzt wieder hochgeladen. Natürlich kann man das Bild anklicken und vergrößern, um die Details besser erkennen zu können.

Ich gehe hier sogar so weit, dass in diesem Fall zwei vollkommen stempelgleiche Brakteaten vorliegen! :o
Was mein ihr dazu?

hexaeder


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C e 8a Vergleich.jpg
C e 8a Vergleich.jpg [ 728.02 KiB | 3523-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 7. Jan 2021, 20:32 
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Bei meinen Bilderen vom 18. 12. 2020 kann man sehen, was die seitliche Beleuchtung beim Photographieren ausmacht!
In einem Fall liegt der Schatten rechts vom Gesicht, im anderen links. Wenn man die beiden Bilder mehrmals nacheinander anschaut, dann schaut der Bischof abwechselnd nach links und rechts.
(Daß es 2 verschiedene Brakteaten sind, fällt in diesem Fall nicht ins Gewicht.)
Jetonicus


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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 8. Jan 2021, 07:02 
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Jetonicus hat geschrieben:
Bei meinen Bilderen vom 18. 12. 2020 kann man sehen, was die seitliche Beleuchtung beim Photographieren ausmacht! In einem Fall liegt der Schatten rechts vom Gesicht, im anderen links. Wenn man die beiden Bilder mehrmals nacheinander anschaut, dann schaut der Bischof abwechselnd nach links und rechts.
Lieber Jetonicus,
ist mir so noch nicht aufgefallen, aber du hast recht. :o
Wenn man die Fotos nebeneinander stellt (mit Photoshop geht das in zwei Minuten), dann fällt es besonders auf! Perspektive und Beleuchtung machen es aus!

hexaeder

PS: Was meinst du? Sind die beiden C e 8 A stempelgleich?


Dateianhänge:
Vergleich C e 3 Jetonicus.jpg
Vergleich C e 3 Jetonicus.jpg [ 110.33 KiB | 3407-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 8. Jan 2021, 10:21 
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Lieber Hexaeder,
die beiden C e 8A in Deinem Beitrag vom 1. 1. 2021 sind stempelgleich:
der innere Ring zwischen D - A (rechts) hat seitliche Kratzer,
die Lilie ist charakteristisch asymmetrisch,
der Bogen über der Lilie ist links eingedellt und die innere Kreislinie ist dort nach außen deformiert...
So viele "zufällige" Übereinstimmungen sind unvorstellbar, noch dazu, wenn man bedenkt, daß es von diesem Brakteaten-Typ mindestens 4 Schriftvarianten gibt: zu den 3 von mir in einem Beitrag vorgestellten Exemplaren kommt nun auch noch die von Rauch 111/190 angebotene Variante.
Wenn man annimmt, daß die Legenden bei allen Varianten SANCTVS bedeuten sollen und was der Stempelschneider daraus gemacht hat, dann wäre es ein Wunder, wenn ihm zwei zum Verwechseln ähnliche Stempel gelungen wären.

Übrigens beschreibt Koch auf S. 162: C e 8) ... A): aber wo ist B? und dann erwähnt er noch a) "Unter den Sternchen je ein Punkt"... meint er damit die kugeligen Verdickungen auf dem Bogen? Aber die sind bei allen Varianten vorhanden und wären als Varianten nicht erwähnenswert (bei dem von Rauch abgebildeten Ex. ist unter einem Stern etwas wie ein Punkt zu sehen, aber das ist eine dunkle "Rost"stelle).
Aber man soll nicht hyperkritisch sein. Wer sich für unfehlbar hält, soll die Fakultät wechseln.
Beste Grüße von
Jetonicus


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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 27. Mai 2021, 14:22 
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Lieber otakar,
seit kurzer Zeit gehört nun auch dein Leitfaden über "Österreichische Brakteaten" zu den wenigen Beiträgen hier im Forum, auf die über 100 000 Mal zugegriffen wurde! :whow:
Beträge, die ein derartiges Interesse hervorrufen, gibt es insgesamt nur weniger als 30 hier im Café. :appaus:
Ein sehr interessantes Thema über wunderschönes mittelalterliches Gepräge unserer Heimat. Hoffe auch im Interesse unserer Münzkoffer, dass wir auch künftig noch einiges zu diesem Leitfaden beitragen können! ;)
hexaeder

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 28. Mai 2021, 17:02 
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Wohnort: aus dem "Land im Gebirge"
Lieber hexaeder,

deine Gratulation in allen Ehren, aber Beiträge sollten meiner Meinung nach nicht an Aufrufen gewertet werden.

Dann wäre ja ein Beitrag mit 1000 Aufrufen weniger Wert als einer mit 100.000 ???

Ich denke, dass jedes Thema in diesem Forum, egal welches davon behandelt wird, für unsere Mitglieder gleich wertvoll bzw. von Interesse ist.

Wertungen dahingehend, so finde ich, könnte man (eventuell) besser (auch) in einer PM mitteilen.

PS: soll diesen höchst interessanten Beitrag aber in keiner Weise nicht schmälern!

_________________
Beste Grüße,
zwanzger

Quaere et invenies


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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 29. Mai 2021, 11:55 
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zwanzger hat geschrieben:
Lieber hexaeder,
deine Gratulation in allen Ehren, aber Beiträge sollten meiner Meinung nach nicht an Aufrufen gewertet werden.
Dann wäre ja ein Beitrag mit 1000 Aufrufen weniger Wert als einer mit 100.000 ???
Ich denke, dass jedes Thema in diesem Forum, egal welches davon behandelt wird, für unsere Mitglieder gleich wertvoll bzw. von Interesse ist
Wertungen dahingehend, so finde ich, könnte man (eventuell) besser (auch) in einer PM mitteilen.
PS: soll diesen höchst interessanten Beitrag aber in keiner Weise nicht schmälern!
Lieber zwanzger,
habe mir meinen eigenen Text nochmals (mehrmals) durchlesen müssen, um zu sehen, ob ich in irgend einer Form eine "Wertschätzung" oder "Wertminderung" durchklingen lassen habe? :o
Es gibt Leitfäden, die sprechen sehr viele Betrachter an und es gibt andere, die werden nur von sehr wenigen gelesen oder es wird auch nur von sehr wenigen ein eigener Beitrag dazu in Wort oder Foto gemacht. Das hat aber nichts damit zu tun, ob diese Beiträge nun als wertvoller oder weniger wertvoll zu betrachten sind und wurde auch von mir in keiner Form so gewertet. Das Einzige, was ich meiner Meinung nach bewertet habe ist, dass otakar hier ein sehr interessantes Thema aufgegriffen hat, das allem Anschein bei einer sehr großen Anzahl an Münzfreunden gefallen findet. Insofern kann ich deine Kritik hier auch nicht nachvollziehen, denn so etwas sollte sogar in der heutigen Zeit, die von Einschränkungen, Politischer Korrecktheit, Gender-Irrsinn, u.s.w. domminiert ist, trotzdem noch gestattet sein.
In einer Demokratie gibt es verschiedenen Meinungen, die alle ihre Berechtigung haben, sofern sie niemanden beleidigen oder diskriminieren. Hier eine Minderwertung anderer Beiträge zu sehen ist dann vielleicht doch etwas weit hergeholt? So gesehen müsste man dann auch jenen Counter, der die Zugriffe zählt und sichtbar macht, ebenfalls unsichtbar machen, denn der "bewertet" die Beiträge nach Zugriffen.
hexaeder

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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 29. Mai 2021, 14:19 
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Aspirant

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Beiträge: 12
Liebe Münzfreunde,

Vorsicht bei den Bewertungen und der deutschen Sprache.
Denn "in keiner Weise nicht schmälern" ist ja eben geschmälert.
Ein Versehen ?

Grüße vom pfundner


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 Betreff des Beitrags: Re: Österreichische Brakteaten
BeitragVerfasst: 29. Mai 2021, 17:34 
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Professor

Registriert: 14. Jan 2016, 22:49
Beiträge: 256
Liebe Freunde der Kärntner Brakteaten,
ich hoffe, über die wichtigen Probleme der vorigen Nachrichten ist niemandem entgangen, daß bei der 533. Auktion des Dorotheums am 26. Mai 2021 mehrere Kärntner Brakteaten in vorzüglicher Erhaltung angeboten worden sind! Die erzielten Preise waren erstaunlich mäßig.
Jetonicus


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