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BeitragVerfasst: 12. Mai 2019, 09:51 
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Hofrat
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Wohnort: Püttner Mark
Liebe Spezialisten für spätgotische Pfennige der Münzstätten Graz, Wiener Neustadt und Wien,
leider komme ich bei der Zuordnung dieses relativ gut ausgeprägten Schinderlings nicht weiter.
Friedrich V. (III.) stellt zweifelsohne den Prägeherrn dar, allerdings die Zuordnung der Prägestätte oder die Zuteilung zu den CNA-Nummer ist schwierig.

Durchmesser: 14 mm
Gewicht:0,35g
Material: Billon

Im Zentrum der Bindenschild im Dreipaß, oben Prägeschwäche ("F."???), rechts ein "R", gegenüber ein "I". Im unteren äußeren Dreipaßwinkel ein sechsstrahliger Stern, rechts oben 5 (?, vielleicht für 1455/1465). Im linken äußeren Dreipaßwinkel ist aufgrund der Prägeschwäche leider nichts erkennbar.

Relativ nahe kommen Belege aus Graz, im Bereich Fb 3 oder St. Veit Fb 36. Der sechsstrahlige Stern als Beizeichen würde aber eher auf Wiener Neustadt als Münzstätte hinweisen. Der CNA hilft leider hier nicht mehr weiter. Vielleicht ist dieser Beleg eine gewisse Herausforderung für einen Profi?

hexaeder


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BeitragVerfasst: 12. Mai 2019, 13:11 
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Kandidat
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Servus hexaeder!
Sieht mir nach CNA Fa 9 aus.
Pfennig von Ladislaus Posthumus (1452 -1457)
LG
adam

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Wer den Pfennig nicht ehrt, ist die Mark Silber nicht wert.


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BeitragVerfasst: 12. Mai 2019, 17:58 
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Doktor

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Lieber Hexaeder,

Schinderlinge von 1455 gibt es nicht. Bei Deinen Pfennig handelt es sich anscheinend um einen Pfennig von 1456 (der 6er ist undeutlich zu sehen).
Aufgrund des Sternes und der Form der Buchstaben kommt der Pfennig (F c 21 a) aus der Münzstätte Wr. Neustadt.
Soweit meine Meinung.

Jetonicus


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BeitragVerfasst: 13. Mai 2019, 05:22 
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Hofrat
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Wohnort: Püttner Mark
Servus adam,
adam hat geschrieben:
Sieht mir nach CNA Fa 9 aus.
Pfennig von Ladislaus Posthumus (1452 -1457)
Der Pfennig von Ladislaus Posthumus ist sehr häufig und zumeist in guter Silberqualität. Er unterscheidet sich aber recht deutlich vom gesuchten Schinderling. Habe dir das gesuchte Stück links oben vergleichsweise mit drei verschidenen Fa 9 zusammen gelegt. Rechts oben ein "normaler" Fa 9 Pfennig. Links unten ein Fa 9 Schinderling oder vielleicht auch zeitgenössische Fälschung, rechts daneben auch noch ein Fa 9 Hälbling.
Der Fa 9 zeigt links ein deutliches "L" anstatt des "I" mit punktförmiger Verdickung in der Mitte. In den äußeren Dreipaßwinkeln ein gotisches Dreiblatt, ähnlich einem Kreuz ♣ oder Treff beim Kartenspiel.
Trotzdem Dankeschön für deine Meinung,
hexaeder


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BeitragVerfasst: 13. Mai 2019, 05:27 
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Hofrat
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Wohnort: Püttner Mark
Lieber Jetonicus
Jetonicus hat geschrieben:
Bei Deinen Pfennig handelt es sich anscheinend um einen Pfennig von 1456 (der 6er ist undeutlich zu sehen).
Aufgrund des Sternes und der Form der Buchstaben kommt der Pfennig (F c 21 a) aus der Münzstätte Wr. Neustadt.
Soweit meine Meinung.Jetonicus
du hast vollkommen Recht. Es wäre eigentlich relativ einfach gewesen, aber ich war so auf Friedrich V. (III.) fixiert, dass ich bei den "Nachprägungen" mit den Fc-Nummern gar nicht nachgesehen habe. Dachte, der muss unbedingt bei den Fa- und Fb-Nummern zu finden sein.
Herzlichen Dank für des Rätsels Lösung,
hexaeder

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