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BeitragVerfasst: 8. Jun 2016, 12:29 
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Zum Thema Schaffhausen noch ein schöner Taler:

1 Taler 1621, Wielandt 707 var., Rückseite Kreuz zwischen NOSTRA und EST!


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BeitragVerfasst: 13. Jun 2016, 21:47 
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Heute zeige ich einen Kreuzer sowie einen Pfennig von St. Gallen:

Kreuzer aus dem 18. Jhdt. ohne Jahr

Vs. Aufrecht schreitender Bär mit Halsband nach links. Zu beiden Seiten die Wertbezeichnung .1 - KR.
Umgeben von einer Kreislinie und einem Strichelkreis. Unten in einem ovalen Schildchen das Münzzeichen A (Mzm. Anhorn).
Rs. Acht G zu einem Kreuz vereinigt. In der Mitte ein sechsblättriges Röslein. Umgeben von einer Kreislinie und einem Strichelkreis, die unten von einem ovalen Schildchen mit einem Bäumchen als Münzzeichen unterbrochen werden.
VMZ 2-910 b), sehr seltene Variante

einseitiger Pfennig aus dem 16. Jhdt. ohne Jahr

Vs. Aufrecht schreitender Bär mit prächtigem Halsband nach links. Umgeben von einem groben Perlkreis. Ohne Mzz.
VMZ 2-893 a)


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Zuletzt geändert von franztimm am 20. Jun 2016, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 20. Jun 2016, 16:52 
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Und hier noch eine häufigere Variante des Kreuzers von St. Gallen:

Kreuzer aus dem 18. Jhdt. ohne Jahr

Vs. Aufrecht schreitender Bär mit Halsband und Medaillon nach links. Zu beiden Seiten die Wertbezeichnung 1 - K, umgeben von einer doppelten Kreislinie und einem Strichelkreis.
Rs. Acht G zu einem Kreuz vereinigt, in den Ecken 4 Punkte. In der Mitte Mz. K. Umgeben von einer doppelten Kreislinie und einem Strichelkreis.
VMZ 2-910 m)


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2016, 10:00 
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Die eingangs angesprochene Legende vom heiligen Gallus mit dem Bären findet sich sehr hübsch auf einer Münze dargestellt.

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Zitat:
ST. GALLEN, Fürstliches Reichsstift (Benediktinerabtei)
Beda Angehrn von Hagenwil, 1767-1796. 20 Kreuzer 1774. BEDA. Dei. Gratia. Sacri. Romani. Imperii. Princeps. Sancti. - Galli. Et. Sancti. Iohannis. In. Valle. THurae. Abbas. Virginis. Annunciatae Eques: Von der Kette des Annunziatenordens umgebener und von Mitra bekrönter, viergeteilter, ovaler Wappenschild auf Hermelinmantel und gekreuzten Krummstäben, unten Wert, darunter Signatur H // SANCTUS GALLUS ABBAS. Thronender St. Gallus nach links, dem einen Holzstamm tragenden Bären einen Brotlaib reichend. Exergue – Jahreszahl 1774, darunter Signatur H., Kerbrand. D./T. 845; HMZ 871. KM 24. Schön 8. Silber, 28 mm, 6.68 g.

Die Legende ist in verschiedenen Versionen überliefert. Die folgende Version greift auf "Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten" zurück. Ich habe sie bereits in einem anderen Forum beschrieben.

Der irische (nach anderen Quellen schottische) Mönch Gallus (geb. ca. 550) kam um 590 als Missionar über Gallien nach Alemannien, wo er sich den Unmut der dortigen Bevölkerung zuzog, nachdem er ihre Kultbilder am Lacum Turicinum (Züricher See) und in Brigantium (Bregenz) zerstört hatte. Die Flucht des frommen Mannes und seine Suche nach einem geeigneten Platz für den Bau einer Kirche endete an einem See, wo er einige Fische fing und sich nach dem Mahl zur Ruhe legte. In der Nacht aber kam ein Bär und machte sich über die Reste der Mahlzeit her. Gallus befahl ihm, Holz für das Feuer und den Bau der Kirche zu beschaffen, wofür er alle Tage Brot erhalten sollte ... (Anm. ... eine frühe Form des Mindestlohns?) Diese Szene ist auf der Münze abgebildet. Gallus starb hochbetagt im Alter von 90 Jahren, und am Ort, wo dies alles geschah, steht die heutige - nach ihm benannte - Abtei Sankt Gallen.

In der Wikipedia nimmt die Begegnung mit dem Bären einen völlig anderen Verlauf:

Zitat:
Eine bekannte Legende über den heiligen Gallus berichtet über die folgende Nacht: Während Hiltibod schlief, war Gallus noch wach, als plötzlich ein Bär auftauchte. Gallus liess sich nicht einschüchtern, auch dann nicht, als der Bär sich aufrichtete. Gallus befahl dem Bären im Namen des Herrn, ein Stück Holz ins Feuer zu werfen. Der Bär gehorchte und trug das Holz zum Feuer. Anschliessend gab Gallus dem Bären ein Brot, unter der Bedingung, dass er sich nie mehr blicken lasse. Hiltibod, der mitgehört hatte, sagte zu Gallus: „Jetzt weiss ich, dass der Herr mit dir ist, wenn selbst die Tiere des Waldes deinem Wort gehorchen.“ Der Bär tauchte nie wieder auf und wurde später zum Wappentier der Stadt St. Gallen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gallus_(Heiliger)

Gruß klaupo

P.S. Aus mir unbekannten Gründen funktioniert der Wiki Link nicht direkt, daher das vollständige Zitat an dieser Stelle.


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2016, 10:14 
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Gerade wollte ich schreiben, daß der Link nicht funktioniert...da kam die Ergänzung zuvor.

Eine schöne Darstellung auf dem 20 Kreuzer-Stück! Ich halte es mehr mit der Legende auf Wiki...klingt irgendwie schöner.

Danke für die interessante Erläuterung.

Herzliche Grüße
franztimm

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BeitragVerfasst: 26. Jun 2016, 13:18 
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Eine kleine Galerie der St. Galler Taler aus dem 17. Jahrhundert...


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BeitragVerfasst: 26. Jun 2016, 21:23 
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Mitglied der geheimen Hofkammer

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Kommt mir bekannt vor, habe selber 2 beobachtet bei Ebay. ;) Einer ging für 115€ und der andere für 144,54€ weg...
Sehen auf deinen Fotos sogar etwas besser aus.

Gruß Chippi

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Wurzel hat geschrieben:
@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)

Münz-Goofy hat geschrieben:
Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.


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BeitragVerfasst: 30. Jun 2016, 15:57 
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Mit solchen wunderbaren Stücken kann ich leider nicht aufwarten, aber zwei Münzlein aus Chur habe ich bei meinen Weinbergspaziergängen auch schon gefunden:


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Dateikommentar: Einseitiger 2er ohne Jahr, Bistum Chur, Joseph Benedikt von Rust (1728-1754)
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Rust.jpg [ 28.99 KiB | 2210-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Einseitiger 2er ohne Jahr, Bistum Chur, Ulrich VII. von Federspiel (1692-1728)
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BeitragVerfasst: 30. Jun 2016, 18:40 
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Ja, zwei wirklich schöne 2 Pfennig-Stücke! Hat das Stück von Ulrich VII. auf der Rückseite die Wertbezeichnung 1/2 (KR.)?
Dann wäre es die seltene Variante aus seiner Amtszeit.

Und da wir gerade bei den kleinen Münzen sind - übrigens oft interessanter and viel seltener als die späteren Dickstücke und Taler - hier noch eine kleine Preziose:

Vierzipfliger Pfennig, Schaffhausner Brakteat, um 1250
Lamm nach rechts schreitend, darüber gleichschenkliges Kreuz, im Perlkreis.
0,35g, D = 15 mm, 980/1000

Die Staufer stellten zu dieser Zeit den Römischen Kaiser und König von Jerusalem Friedrich II.

Die Pfennige waren damals ohne absichtlichen (geplanten) Zusatz aus feinem Silber (wie man es damals verstand, ca. 958/1000, Königssilber*), aus der Gewichtsmark 504 Stück geprägt.
Münzmeister in Schaffhausen war zu der Zeit Eberhardus monetaris (Löw).

Der Münzfuß zu der Zeit in Schaffhausen war 504 Pfennige aus der Freiburger Mark = 237,5 g, d.h. ein Gewicht von 0,494 g (1240). Das paßt nicht gut zu dem tatsächlichen Gewicht dieses Pfennigs von 0,35 g. Der eklatante Gewichtsmangel ist aber zu der Zeit "normal" und kann keinesfalls auf Abnutzung beruhen, da dieser Pfennig sozusagen in Stempelglanz erhalten ist.
Aber im Lauf der Jahre wurde wohl auch in Schaffhausen der Münzfuß "inflationiert". Und wie man unten sieht, paßt es sehr genau in diese reduzierten Gewichte.

Das kann man nachlesen für die nachbarschaftlichen Münzstätten:
Zitat:
Die Erklärung dafür dürften die Münzfunde liefern, nach diesen ist da und dort zeitweise unterwertig geprägt worden, und zwar hauptsächlich von seiten der königlichen, d. h. der „überseeischen" Münzstätten.
So ergibt sich bei dem Fund von Elchenreute-Wolfegg (s. v. Höfken in seinem Archiv, III, 185 ff.) da und dort eine starke Unterwertigkeit an dem Schrot, das im Durchschnitt 0,494 g betragen sollte; es haben nämlich einzelne Varietäten im Durchschnitt größerer Mengen ein erheblich geringeres Rauhgewicht, und zwar:
Bei Typus 4 (königliche Gepräge) 0,374 g, bei Nr. 5: 0,395 g;
Typus 14, 15, 16, 17, 18 (königliches Gepräge) 0,36 g, 0,37 g, 0,341 g, 0,365 g, 0,355 g;
Typus 28 b und 28 c (St. Gallen?) 0,387 g;
Typus 49 (wegen der drei Türme Ravensburg zugeschrieben) 0,311, 0,382, 0,360 oder 0,393 g.
Typus 50 a (ebenfalls vermutete Ravensburger) 0,386 und 0,422 g.
Das sind Gewichtsabmängel, die sich auf den durch den Umlauf veranlagten Abgang bei weitem nicht in ihrer ganzen Höhe zurückführen lassen.

Qu.: Dr. Gustav Schöttle, Tübingen.
"Das Münz- und Geldwesen der Bodenseegegenden, des Allgäus und des übrigen Oberschwabens im 13. Jahrhundert."

* Erst in unseren Tagen (=1908) ist die Herstellung von 998 bis 999 Tausendteile feinem, also nahezu chemisch reinem Silber im großen geglückt. Man hat daher im Mittelalter ein Silber mit etwa 1/24 Beimengung, oder 958 Tausendteile fein, das sog. Königsilber, Argent le Roi schon als sog. purissimum argentum angesehen und bei der Legierung vermutlich so behandelt, als ob es chemisch rein oder 1000/1000 fein wäre.


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vierzipfliger Pfennig Schaffhausen um 1250.jpg
vierzipfliger Pfennig Schaffhausen um 1250.jpg [ 101.21 KiB | 2207-mal betrachtet ]

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Zuletzt geändert von franztimm am 11. Jul 2016, 11:46, insgesamt 3-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 30. Jun 2016, 19:16 
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Freut mich dass Du diese zwei unspektakulären Münzen als Bereicherung Deines äußerst interessanten Sammelthemas hier siehst lieber Franz Timm! :P

Wie bei allen meinen Weinbergfunden sehe ich sie als Zeugnis für die lange Handelsgeschichte meiner Heimatstadt Krems. Der Grund weshalb hier hauptsächlich Kleinmünzen bischöflicher Prägungen aus dem Westen auftauchen ist einfach erklärt:

Weder in Salzburg noch in Tirol noch in Graubünden war und ist aufgrund der klimatischen Gegebenheiten Weinbau in größerem und qualitativ hochwertigem Umfange möglich. Die Notwendigkeiten der Liturgie und der Durst der Würdenträger gingen also Hand in Hand auf Einkaufstour in leicht erreichbaren Weinproduktionsgebieten. Die Wachau war wirtschaftlich über die sogenannten Lesehöfe und verschiedene Siedlungsgründungen und Schenkungen vor allem mit Salzburg verbandelt (Hier seinen die Arnsdörfer genannt, deren Namen auf Bischof Arn zurückgehen).

So erklärt sich auch die Fundhäufigkeit von Salzburger Kleinmünzen in den Weinbergen.

Die beiden oberen 2er stammen mit ziemlicher Sicherheit aus dem selben Geschäftsmodell: Auch wenn die Churer keine Lesehöfe besassen so wussten sie doch, wohin sie mit ihrem aus den Bergen geschürften und vor Ort geprägten Münzen fahren mussten, um guten und kräftigen Wein zu erwerben.

Die Rückseite des Ulrich VII. 2ers ist übrigens leider vollkommen glatt, nur ein kleines Spitzeln steht hervor, das ich mir nicht ganz erklären kann zumal die Vorderseite keinen Eindruck an der Stelle aufweist. Vielleicht ein Loch im Amboss auf dem geschlagen wurde.


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