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DOA Silberrupien zu Erkennungmarken umgearbeitet
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Autor:  arche-foto [ 13. Mai 2019, 13:36 ]
Betreff des Beitrags:  DOA Silberrupien zu Erkennungmarken umgearbeitet

Hier mal ein anderes Stück aus meiner Sammlung - eine 1 Rupien Münze zu einer Erkennungsmarke umgearbeitet. Offensichtlich ein beliebtes Verfahren unserer früheren Kriegsgegner:

Dateianhang:
1_rupie_soldatenmarke_1916-17_aa.jpg
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Dateianhang:
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1_rupie_soldatenmarke_1916-17_bb.jpg [ 72.42 KiB | 11570-mal betrachtet ]


Ein Händler bietet über ebay mehrere solcher Stücke an:

https://www.ebay.de/sch/m.html?_odkw=soldaten&_ssn=kruemelmoonster&hash=item3b198a7623%3Ag%3AGmwAAOSwpLNX81oF&item=253831575075&_osacat=0&_from=R40&_trksid=m570.l1313&_nkw=soldatenerkennungsmarke&_sacat=0

Gruß v. arche-foto

Autor:  Afrasi [ 20. Mai 2019, 10:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: DOA Silberrupien zu Erkennungmarken umgearbeitet

Wie kommst Du darauf, dass das eine Erkennungsmarke sein soll?

Autor:  arche-foto [ 20. Mai 2019, 11:11 ]
Betreff des Beitrags:  Re: DOA Silberrupien zu Erkennungmarken umgearbeitet

Ich folge hier der Ansicht des Händlers - siehe link oben.

Autor:  Ginkgo [ 31. Mai 2019, 20:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: DOA Silberrupien zu Erkennungmarken umgearbeitet

Der Händler hat doch so einige Stücke im Angebot. Wo kommen die her?

Autor:  kronerogøre [ 1. Jun 2019, 19:10 ]
Betreff des Beitrags:  Re: DOA Silberrupien zu Erkennungmarken umgearbeitet

Ginkgo hat geschrieben:
Der Händler hat doch so einige Stücke im Angebot. Wo kommen die her?

Frage ich mich auch immer. Neben Kolonialmünzen scheint er auch Proben und Verprägungen als Schwerpunkt zu pflegen. Ich nehme an, dass er einfach in den einschlägigen Kreisen dafür bekannt ist, solche Stücke anzukaufen. Vielleicht ist das Interesse an solchen Stücken ja viel geringer , als man annimmt , so dass für zwei Kolonial- und Probenhändler kein Platz auf dem Markt herscht ?

Autor:  KarlAntonMartini [ 1. Jun 2019, 20:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: DOA Silberrupien zu Erkennungmarken umgearbeitet

arche-foto hat geschrieben:
Ich folge hier der Ansicht des Händlers - siehe link oben.


Erkennungsmarken werden von der Truppe ausgegeben. Sicher nicht aus Silber und aus ausländischen Münzen, schon wegen der Stückzahl. Für eine private Erinnerungsmedaille ist der Text zu militärisch (wurde der eigentlich aufgelöst?). Ich bin skeptisch. Die Praxis, schäbige Münzen oder Token zu "Trench Art" oder "love token" umzuarbeiten, ist leider häufiger geworden. Hier gibt es immerhin einen "möglichen" Namen: R.S. Deepholts, R.C. könnte Royal Canadian heißen. Ich habe aber nichts über den Einsatz von Kanadiern in Ostafrika gefunden, es scheint, die kämpften alle in Frankreich. Grüße, KarlAntonMartini

Autor:  arche-foto [ 25. Aug 2019, 13:48 ]
Betreff des Beitrags:  Re: DOA Silberrupien zu Erkennungmarken umgearbeitet

Hatte irgendwo gelesen daß sich unsere ehemaligen Kriegsgegner in DOA für diese Münzen interessessierten bzw. die nachnutzten. Wer die dann allerdings so umgeprägt hat bzw. wie dann die entsprechende Verwendung war kann wohl nur ein Kenner der Materie in Südafrika, evtl. auch in Indien wo allein schon durch die Handelsbeziehungen vor und nach dem Weltkrieg viel Silber umlief, mitteilen. Eventuell nutzten auch indische Soldaten diese Marken.

Habe leider selbst keine Kontakte zu südafrikanischen od. ind. Traditionsverbänden u. Numismatikern.

Autor:  südwester [ 28. Feb 2020, 19:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: DOA Silberrupien zu Erkennungmarken umgearbeitet

Liebe Freunde,
Ihr habt eine Weile von mir nichts gehört. Nachdem ich alle Torturen durchgestanden habe, die eine Krebsbehandlung so mit sich bringt, werdet Ihr wohl noch eine Weile mit mir auskommen müssen. Die anschließende Kur in Bad Reichenhall, heute fein "Reha" genannt, hat mich mit gutem bayerischen Essen, vielen Besuchen der Philharmonie und der Kaffeehäuser in Salzburg auf die Beine gebracht. Und zwei Münzlein brachten mich auch auf bessere Gedanken. Das Silberschüsselchen "100 Jahre Salzburger Festspiele" und ein Six pence Ohm Krüger 1897 vzgl.
Zu den angeblichen Erkennungsmarken. Das sind Erinnerungsstücke, die sich die Teilnehmer des Ostafrikafeldzuges gegen DOA anfertigen ließen. Unser Mr Deefholts hat auch seine Einsatzzeit bei der E.A.E.F. (East Africa Expedition Force) 1916 - 1917 angegeben. Das RC konnte ich noch nicht auflösen. Ich habe schon einige Stücke davon gesehen. Die indischen Juweliere in DOA waren recht geschickt. Interessanterweise wurde immer die Münzbezeichnung abgeschliffen, also haben sie wohl unseren Kaiser Wilhelm II, königl. Vetter von Georg V. und Lieblingsenkel der alten Victoria doch irgendwie gemocht. Aber Vorsicht, auch bei diesen Stücken wird viel nachgemacht.
Es gab nie Erkennungsmarken aus edlem Metall, schon gar nicht selbst hergestellte.

Euer Südwester

Autor:  KarlAntonMartini [ 29. Feb 2020, 11:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: DOA Silberrupien zu Erkennungmarken umgearbeitet

südwester hat geschrieben:
Liebe Freunde,
Ihr habt eine Weile von mir nichts gehört. Nachdem ich alle Torturen durchgestanden habe, die eine Krebsbehandlung so mit sich bringt, werdet Ihr wohl noch eine Weile mit mir auskommen müssen. Die anschließende Kur in Bad Reichenhall, heute fein "Reha" genannt, hat mich mit gutem bayerischen Essen, vielen Besuchen der Philharmonie und der Kaffeehäuser in Salzburg auf die Beine gebracht. Und zwei Münzlein brachten mich auch auf bessere Gedanken. Das Silberschüsselchen "100 Jahre Salzburger Festspiele" und ein Six pence Ohm Krüger 1897 vzgl.
Zu den angeblichen Erkennungsmarken. Das sind Erinnerungsstücke, die sich die Teilnehmer des Ostafrikafeldzuges gegen DOA anfertigen ließen. Unser Mr Deefholts hat auch seine Einsatzzeit bei der E.A.E.F. (East Africa Expedition Force) 1916 - 1917 angegeben. Das RC konnte ich noch nicht auflösen. Ich habe schon einige Stücke davon gesehen. Die indischen Juweliere in DOA waren recht geschickt. Interessanterweise wurde immer die Münzbezeichnung abgeschliffen, also haben sie wohl unseren Kaiser Wilhelm II, königl. Vetter von Georg V. und Lieblingsenkel der alten Victoria doch irgendwie gemocht. Aber Vorsicht, auch bei diesen Stücken wird viel nachgemacht.
Es gab nie Erkennungsmarken aus edlem Metall, schon gar nicht selbst hergestellte.

Euer Südwester


Ich hatte Dich schon vermißt. Weiter gute Genesung und viele Grüße elbaufwärts! KarlAntonMartini

Autor:  südwester [ 29. Feb 2020, 11:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: DOA Silberrupien zu Erkennungmarken umgearbeitet

Danke KAM! Ich hoffe, Ihr seid mit dem bißchen Wasser zufrieden, das wir an Euch weiterleiten :lol:

Gruß Hasso

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