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1 Billion Dollar Münze
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Autor:  KarlAntonMartini [ 4. Jan 2013, 21:39 ]
Betreff des Beitrags:  1 Billion Dollar Münze

Was den Amis nicht so alles einfällt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 75814.html
Vermutlich hat der nur prekär beschäftigte Spiegel-Redakteur verpennt, daß die "Billion" bei uns eine Milliarde ist, aber trotzdem eine sehr seltsame Idee.

Autor:  klaupo [ 5. Jan 2013, 12:00 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 1 Billion Dollar Münze

Als Humoristen habe ich Mark Twain schätzen gelernt, als Visionär kannte ich ihn noch nicht. "Die 1.000.000 Pfundnote" nahm den aktuellen Geniestreich schon vor gut 100 Jahren vorweg.

Eine ähnliche russische Geschichte aus der Zeit der Wirren nach der Revolution hat Konstantin Paustowski mit der "1.000 Rubelnote" nach eigenem Erleben geschildert (nicht im Netz zu finden!). Hier ging es um einen notorischen Schwarzfahrer in der Straßenbahn, der seine Note nie gewechselt bekam. In diesem Fall ging es allerdings für den Besitzer unerfreulich aus: Das gesamte Personal der Tram legte zusammen, und bei der nächsten Fahrt bekam er seine Note gewechselt, was den Halter derart erboste, daß er eine Station zu früh ausstieg.

Eines meiner Lieblingsbücher trägt übrigens den Titel "Was uns die Geschichte lehrt". Es besteht aus lauter leeren Seiten!

Gruß klaupo

Autor:  Chippi [ 5. Jan 2013, 18:19 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 1 Billion Dollar Münze

klaupo hat geschrieben:
Eines meiner Lieblingsbücher trägt übrigens den Titel "Was uns die Geschichte lehrt". Es besteht aus lauter leeren Seiten!


Genial! :whow:

Gruß Chippi

Autor:  kronerogøre [ 5. Jan 2013, 20:50 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 1 Billion Dollar Münze

Zuerst wollte ich auch schreiben, dass die amerikanischen Politiker ihren Twain gelesen haben, aber beim näheren Nachdenken kam ich zu dem Schluss, dass die " Megamünze " eher mit den 5 Reichsmark- Prägungen der späten Weimarer Jahre zu vergleichen ist. Ab 1930 wurden " Eichbäume " weit über Bedarf geprägt, da man hoffte, mit dem Prägegewinn den Haushalt ankurbeln zu können. Twains Phantasiebanknote wird hingegen zu Anfang der Novelle ganz klar als Komulativnote ( Albert Pick ) beschrieben, gedruckt, um eine grössere Zahlung in der Zeit vor dem Giroverkehr bequem vornehmen zu können. Solche Banknoten gab , bzw gibt es tatsächlich. In der k.u.k -Monarchie existierten solche Scheine für den bankinternen Verkehr zu 1 Million und 100 Millionen Kronen, in England gab es in der Tat eine Banknote über 100.000 Pfund und auch heute ( d.h. 1980 ) soll es laut Albert Pick noch Wertpapiere dieser Art geben, die diee schottischen und nordirischen Privatbanken bei der Bank of England hinterlegen, um ihre Noten zu decken.

Als die Verfilmung der Twain- Novelle vom Anfang der 50er Jahre in die Kinos kam, musste das Originalplakat übriges auf Drängen der bank of England zurückgezogen werden. Die Abbildung der Million- Pfund - Note ähnelte dem damals noch umlaufenden " White Fiver " derart, dass die Bank die geltenden Bestimmungen über das Verbot, Zahlungsmittel abzubilden verletzt sah.

Grüsse, Kronerogøre

Autor:  kronerogøre [ 5. Jan 2013, 20:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 1 Billion Dollar Münze

klaupo hat geschrieben:
Als Humoristen habe ich Mark Twain schätzen gelernt, als Visionär kannte ich ihn noch nicht. "Die 1.000.000 Pfundnote" nahm den aktuellen Geniestreich schon vor gut 100 Jahren vorweg.

Eine ähnliche russische Geschichte aus der Zeit der Wirren nach der Revolution hat Konstantin Paustowski mit der "1.000 Rubelnote" nach eigenem Erleben geschildert (nicht im Netz zu finden!). Hier ging es um einen notorischen Schwarzfahrer in der Straßenbahn, der seine Note nie gewechselt bekam. In diesem Fall ging es allerdings für den Besitzer unerfreulich aus: Das gesamte Personal der Tram legte zusammen, und bei der nächsten Fahrt bekam er seine Note gewechselt, was den Halter derart erboste, daß er eine Station zu früh ausstieg.

Eines meiner Lieblingsbücher trägt übrigens den Titel "Was uns die Geschichte lehrt". Es besteht aus lauter leeren Seiten!

Gruß klaupo


Eine schöne Geschichte, die einen sowohl über das Voranschreiten der Inflation zum Entstehungszeitpunkt der Novelle, als auch über die Personalausstattung des Trambetriebes nachdenken lässt.

Hier noch ein Tip zum Fahrgeldsparen. Quelle : Nachrichten für das Fürstenthum Ratzeburg


15.8.1873
Ein Berliner hat ein Mittel entdeckt, das Droschkengeld schuldig bleiben zu können. Von einem Streifregen überfallen, hatte er sich in eine Droschke gerettet, als ihm plötzlich einfiel, daß er kein Geld in der Tasche habe, um die improvisirte Fahrt zu bezahlen. In der Angst verfiel er auf folgendes Auskunftsmittel. Sobald die Droschke stand und er ausstieg, durchsuchte er in aller Hast den Boden der Droschke. Auf die Frage des Kutschers, ob er etwas verloren, sagte er: "Ja, ein Zwanzigmarkstück, ich werde es schon wieder finden, sobald ich Licht habe." Kaum war der Passagier, um das Licht zu holen, in der Hausthüre verschwunden, als der Kutscher aus Leibeskräften auf seinen Gaul schlug, mit der möglichsten Schnelle davon fuhr und so den Passagier jeder weiteren Verlegenheit überhob.

Der Pferdefuss : Mit Banknoten geht das nicht so gut und Füchse gibt es nicht mehr.

Grüsse, Kronerogøre

Autor:  Spezie01 [ 13. Jan 2013, 10:00 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 1 Billion Dollar Münze

Jetzt wollen sie nicht mehr! :mrgreen:

US-Regierung beerdigt Traum von Billion-Dollar-Münze


http://orf.at/stories/2160983/

Autor:  kronerogøre [ 13. Jan 2013, 11:22 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 1 Billion Dollar Münze

Spezie01 hat geschrieben:
Jetzt wollen sie nicht mehr! :mrgreen:

US-Regierung beerdigt Traum von Billion-Dollar-Münze


http://orf.at/stories/2160983/


Doch lieber Papiergeld ?

Schade, ich hatte mir schon Gedanken über eine mögliche Gestaltung gemacht, z. B. Bush jr avers und ein Bild vom Adler , der unter dem Motto LIBERTY in Guantanomo landet.

Autor:  villa66 [ 13. Aug 2016, 07:46 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 1 Billion Dollar Münze

klaupo hat geschrieben:
Als Humoristen habe ich Mark Twain schätzen gelernt, als Visionär kannte ich ihn noch nicht. "Die 1.000.000 Pfundnote" nahm den aktuellen Geniestreich schon vor gut 100 Jahren vorweg.

...Eines meiner Lieblingsbücher trägt übrigens den Titel "Was uns die Geschichte lehrt". Es besteht aus lauter leeren Seiten!....


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;) v.

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