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BeitragVerfasst: 8. Jul 2012, 19:23 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Außerdem enthalten selbst Denare des Gordian nur weniger als 50 % Silbergehalt und können durch Säurebehandlung unschön rauh werden.

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Viele Grüße
helcaraxe
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BeitragVerfasst: 8. Jul 2012, 20:02 
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DOCISAM hat geschrieben:
Wenn Du merkst, dass Du mit der weichen Bürste keinen Schaden anrichtest, dann ist das doch die Reinigungsmethode der Wahl? Wenn zum Schluss noch etwas Erdreich an den Münzen haften bleibt, ist das meiner Meinung nach nichts Unansehnliches, sondern kann die Darstellung auf der Münze sogar vorteilhaft unterstreichen. Bei französischen Münzhändlern gilt es z.T. sogar eher als Minuspunkt / Wertminderung, wenn antike Münzen völlig blank sind. (...) Eine "graue Patina" würde ich nicht entfernen. Soweit ich weiß, bildet sich solch eine Schicht durch Reaktion des Silbers mit der Luft, ist nie völlig zu verhindern und schützt das darunter liegende Metall.


Danke fuer die Tipps. Durch das einwoechige Wasserbad war die Schmutzschicht bereits so aufgeweicht, dass nach Einsatz der Buerste keinerlei Erdreste haften blieben. Bronzemuenzen wuerde ich nie so rigoros reinigen. Ich bin mir aber wie erwaehnt nicht sicher, ob die Buerste bei vorzueglichen Exemplaren keinen Schaden anrichtet. Deshalb lasse ich die schoeneren Stuecke noch eine weitere Woche im destillierten Wasser, bevor ich mit der Buerstenmethode fortfahre, falls ich keine bessere Loesung finde.

LG
arcus


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BeitragVerfasst: 8. Jul 2012, 20:30 
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helcaraxe hat geschrieben:
Außerdem enthalten selbst Denare des Gordian nur weniger als 50 % Silbergehalt und können durch Säurebehandlung unschön rauh werden.


Bei den Denaren des Gordianus faellt auf, dass diese zwar meist federleicht und aus sicherlich stark legiertem Silber bestanden, es dort aber scheinbar keine allzugrossen Schwankungen nach unten beim Silberanteil gab. Bei den Antoninianen dafuer sehr wohl. Da gibt es Muenzen von erstaunlich gutem Silbergehalt bis zu jenen von deutlich weniger als 50 % und sogar zahlreichen subaeraten Stuecken.

Beste Gruesse
arcus


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BeitragVerfasst: 8. Jul 2012, 21:12 
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Hallo Arcus,

wenn eine Bürste eventuell Schäden verursacht, vielleicht Wattestäbchen verwenden, wie man sie zum Ohrenreinigen nutzt?

Ansonsten: Die englische Bodendenkmalpflege (Portable Antiquities Sheme) hat einige Hinweise zum Reinigen von Funden ins Netz gestellt:

http://finds.org.uk/conservation/advice/note5

und empfiehlt sogar spezielle Literatur zum Thema:

http://finds.org.uk/conservation/advice/note7

Beste Grüße,
Docisam


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BeitragVerfasst: 9. Jul 2012, 15:39 
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Die meisten der Muenzen sind nun gereinigt, sehen allerdings ein wenig "farblos" aus bzw. matt. Koennte man diese noch nachbehandeln, z.B. mit Renaissance-Wachs einlassen? Oder meint ihr, dass davon eher abzuraten ist?

Bei Bronzemuenzen habe ich damit in der Vergangenheit durchwegs sehr positive Ergebnisse erzielt.

Vielen Dank vorab!

LG
Redo


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BeitragVerfasst: 9. Jul 2012, 15:45 
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Kandidat

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DOCISAM hat geschrieben:
Hallo Arcus,

wenn eine Bürste eventuell Schäden verursacht, vielleicht Wattestäbchen verwenden, wie man sie zum Ohrenreinigen nutzt?

Beste Grüße,
Docisam


Wattestaebchen hatte ich schon vor einigen Tagen verwendet, davon ist aber eher abzuraten. Man ist geneigt, mit dem Daumen Druck auszuueben, bei Silber ist das fuer die Oberflaeche mitunter schon zu viel. Bei meiner Testmuenze hatte ich danach eine blanke Schleifspur/Druckstelle im Feld - eindeutig durch das Wattestaebchen verursacht.

LG
Redo


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BeitragVerfasst: 9. Jul 2012, 19:02 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Ich halte eher wenig von Wachs, die Oberflächen fühlen sich dann einfach nicht mehr "echt" an. Ich würde sie so lassen wie sie sind. Zeig doch mal Photos! ;-)

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Viele Grüße
helcaraxe
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BeitragVerfasst: 9. Jul 2012, 22:03 
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Kandidat

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Hier Bilder einiger der Muenzen - nach Entfernung der Lehmauflage wie beschrieben, ein repraesentativer Querschnitt. Ich muss sagen, am Foto und bei guter Beleuchtung sehen sie eh ganz passabel aus.

Vielleicht noch einmal mit der weichen Buerste, diesmal aber nicht klares sondern Seifenwasser!?!

Zur Buerste muss ich lobend erwaehnen, dass die tatsaechlich keinerlei Kratzer verursachen kann, die Borsten sind extrem geschmeidig.

Beste Gruesse
arcus


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BeitragVerfasst: 9. Jul 2012, 23:20 
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Hofrat

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Hallo Arcus,

die Münzen sind doch aufs schönste gereinigt. Herzlichen Glückwunsch!

Beste Grüße,
Docisam


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BeitragVerfasst: 22. Jul 2012, 16:54 
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Registriert: 28. Mai 2009, 12:32
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Hallo Arcus :alarm:

Also die Reinigung verlief ganz super, du besitzt echt schöne Münzen und KEIN WACHS oder sonstoges Schmiermittel drauftun :idea: :!:

Allerherzlichsten Glückwunsch
Gerhard

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