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BeitragVerfasst: 9. Nov 2013, 17:43 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Die Medaille wird Klosterschüler freuen! :-)

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helcaraxe
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BeitragVerfasst: 24. Nov 2013, 21:32 
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Doktor

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Saisonal bedingt ( hier fiel heute der erste richtige Schnee ), bietet sich eine Feuerzangenbowle an, wenn man durchfroren wieder ins Haus kommt.
Feuerzangenbowle >> Pfeiffer mit 3 " f " >> Professor Crey >> alkoholische Gärung >> die herrliche Szene, in der Pfeiffer den jährlich zelebrierten Jokus der Weinverkostung im Chemieunterricht ( " Wänziger Schlock " ) mit einem abgekarteten Schein- Suff sabotiert >> Crey , am Boden zerstört, lotst die Primanerbande aus der Schule, bevor jemand etwas bemerkt und gibt Pfeiffer mit drei f ein Fünfmarkstück ( mit zwei F ), zwecks Ausnüchterung durch Kaffe. Seit ich diese Szene das erste Mal sah, musste ich immer an solch ein Fünfmarkstück denken, denn immerhin liegt das Städtchen noch immer " herrlich hinter dem Mond " und bestimmt wird dort noch heute mit nichts anderem gezahlt : = )
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BeitragVerfasst: 14. Dez 2013, 19:23 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Danke für Deinen Beitrag! Ich Anbetracht der Witterung kriegt man jetzt wirklich Lust auf eine Feuerzangenbowle! :D

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BeitragVerfasst: 28. Dez 2013, 08:49 
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Doktor

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Da ich hauptsächlich Reichsmünzen sammle, begegnet mir der Name " Hausmann " natürlich täglich. Hatten die Engländer eigentich auch einen Hausmann ? In gewisser Weise schon ;) . Da ich mich heute bereits in zwei Beiträgen mit englischen Münzen beschäftigt habe, folgt hier eine literarische Refernz an mein zweitliebstes Sammelgebiet . Hätten wir solche Texte im Englischunterricht bekommen, hätten wir Englisch vielleicht nicht als eine Irrfahrt zwischen schwieriger Aussprache und seltsamer Rechtschreibung empfunden. Da ich zwar Crowns und Pounds, aber keine Guineas habe, füge ich einen Penny hinzu:

WHEN I was one-and-twenty
I heard a wise man say,
‘Give crowns and pounds and guineas
But not your heart away;

Give pearls away and rubies
But keep your fancy free.’
But I was one-and-twenty,
No use to talk to me.

When I was one-and-twenty
I heard him say again,
‘The heart out of the bosom
Was never given in vain;
‘Tis paid with sighs a plenty
And sold for endless rue.’
And I am two-and-twenty,
And oh, ‘tis true, ‘tis true.

( A. E. Housman )

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BeitragVerfasst: 21. Jan 2014, 21:05 
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Hofrat

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Zitat:
... Mit welcher Gier blicke ich auf den Spieltisch, auf dem die Louisdors und Friedrichsdors und Taler umherliegen, und auf die kleinen Stapel von Goldstücken, wenn sie unter der Krücke des Croupiers in Häufchen auseinanderfallen, die wie feurige Glut schimmern, oder auf die eine halbe Elle langen Silberrollen, die um das Rad herumliegen. Schon wenn ich mich dem Spielsaal nähere und noch zwei Zimmer von ihm entfernt bin, bekomme ich fast Krämpfe, sobald ich das Klirren des hingeschütteten Geldes höre.

Oh, jener Abend, an dem ich meine siebzig Gulden zum Spieltisch trug, war für mich äußerst merkwürdig. Ich begann mit zehn Gulden, und zwar wieder auf passe. Für passe habe ich eine Vorliebe. Ich verlor. Es blieben mir noch sechzig Gulden in Silbergeld; ich überlegte und wählte zéro. Ich setzte auf zéro jedesmal fünf Gulden; beim dritten Einsatz kam plötzlich zéro; ich war halbtot vor Freude, als ich hundertfünfundsiebzig Gulden bekam; so sehr hatte ich mich nicht einmal damals gefreut, als ich die hunderttausend Gulden gewann. Sofort setzte ich hundert Gulden auf rouge – ich gewann; alle zweihundert auf rouge – ich gewann; alle vierhundert auf noir – ich gewann; alle achthundert auf manque – ich gewann; mit dem Früheren zusammen waren es jetzt tausendsiebenhundert Gulden, und das in weniger als fünf Minuten! Ja, in solchen Augenblicken vergißt man alles frühere Mißgeschick! Ich hatte das erreicht dadurch, daß ich mehr als mein Leben gewagt hatte; ich hatte mich zu diesem Wagnis erkühnt, und siehe da, ich gehörte wieder zu den Menschen! ...

Fjodr Michailowitsch Dostojewski: Der Spieler - Kapitel 17 http://gutenberg.spiegel.de/buch/2097/17

Nicht nur Sammler haben Freude an güldenen Münzen, auch Spielern waren sie hochwilkommen. Mir ist nicht klar, ob Dostojewski mit den obigen Zeilen den Münzumlauf in Baden oder in seinem fiktiven Roulettenburg beschrieb. Ob Louisdor und Friedrichsdor zu seiner Zeit (1821 bis 1881) noch umliefen? Sie sollten wohl so ausgesehen haben:

Dateianhang:
Louisdor_1117841.jpg
Louisdor_1117841.jpg [ 116.15 KiB | 3117-mal betrachtet ]

Louis XIV, 1643-1715. Louis d'or à la tête nue 1683 A, Paris. 6,74 g. Duplessy 1430; Fb. 425; Gadoury 248 (dort als "Louis d'or à la tête virile" bezeichnet).
http://www.mcsearch.info/record.html?id=1117841

Dateianhang:
Friedrichdor_1118952.jpg
Friedrichdor_1118952.jpg [ 117.21 KiB | 3117-mal betrachtet ]

Friedrich II., der Große, 1740-1786. Friedrichs d'or 1751 A, Berlin. 6,64 g. Fb. 2381; Kluge 38.2; Old. 400 a 3.
http://www.mcsearch.info/record.html?id=1118952

Viele Grüße,
Docisam


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BeitragVerfasst: 22. Jan 2014, 11:03 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Vielen Dank für diesen schönen Beitrag mit dem langen Zitat. Da kann man sich schon vorstellen, dass Glücksspiel Spaß gemacht hat, mit solchen Münzen auf dem Tisch... Mehr jedenfalls als mit den heutigen Plastikchips oder noch schlimmer, nur virtuellem Geld im Onlinespielkasino!

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BeitragVerfasst: 4. Mär 2014, 23:44 
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Wohnort: Bitterfeld-Wolfen, OT Holzweißig
Gerade entdeckt. Habe hier das Buch "Schleswig-holsteinische Sagen" von Hans Würtz aus dem Jahr 1926 vor mir liegen. In "Der Geldsoot" (=Geldbrunnen) ist die Rede von "Tausendfünfhundert Rosenobel" für die Errettung des "Doctor Scarabäus", die er seinem Lebensretter schenkt. Rosenobel:
http://universal_lexikon.deacademic.com/41262/Rosenobel.
Also eine echt stattliche Summe! Die Geschichte/Sage soll in der Mitte des 18.Jh. spielen, scheint mir aber etwas älter zu sein, als der Autor sie angibt.

Gruß Chippi

_________________
Wurzel hat geschrieben:
@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)

Münz-Goofy hat geschrieben:
Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.


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BeitragVerfasst: 5. Mär 2014, 11:50 
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Mitglied der geheimen Hofkammer
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Registriert: 25. Mai 2009, 15:22
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Wohnort: Dresden
Chippi hat geschrieben:
Gerade entdeckt. Habe hier das Buch "Schleswig-holsteinische Sagen" von Hans Würtz aus dem Jahr 1926 vor mir liegen. In "Der Geldsoot" (=Geldbrunnen) ist die Rede von "Tausendfünfhundert Rosenobel" für die Errettung des "Doctor Scarabäus", die er seinem Lebensretter schenkt. Rosenobel:
http://universal_lexikon.deacademic.com/41262/Rosenobel.
Also eine echt stattliche Summe! Die Geschichte/Sage soll in der Mitte des 18.Jh. spielen, scheint mir aber etwas älter zu sein, als der Autor sie angibt.

Gruß Chippi


Rosennobel gab es nur bis zum Ende des 17. Jahrhunderts, in Norddeutschland waren es meistens niederländische, norddeutsche und dänische Beischläge. In England wurden Rosennobel nur bis Ende des 16. Jahrhunderts geprägt. Mit deiner Vermutung zum Alter dürftest du richtig liegen. Grüße, KarlAntonMartini


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