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BeitragVerfasst: 9. Sep 2015, 17:47 
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Professor

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Auch eine Möglichkeit, Danke, KAM.

Ich vermute, dass F.D. der Stempelschneider ist. Da fand ich bis jetzt nur diesen einen:
Felix Dupré, Stempelschneider in Lüttich 1830. Der Zeitraum passt nicht. Belgien passt gut zu Luxemburg in dieser Zeit.

Wie würdet Ihr das Monogramm aufschlüsseln? Nur "W"? Ich bin diesbezüglich schlecht.

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Bauftragter des Numismatisch Beratenden Ausschusses Telefonwertmarken der Mitgliedsstaaten der Warschauer Vertragsorganisation des Zentralkomitees des Numismatik-Cafés Österreichs


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BeitragVerfasst: 9. Sep 2015, 19:18 
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Wirklicher Hofrat
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Ich glaube auch, dass sich diese Medaille nur über das Monogramm entschlüsseln läßt. Die Bauart 1A1 war Mitte der 50er Jahre des 19. Jahrhunderts (noch) eine gängige Bauart. Aber zu einer Maschine, wie sie auf der Medaille gezeigt ist, fällt mir nichts ein. Möglicherweise ist es auch nur eine stilisierte Abbildung. Ungewöhnlich sind der kurze Schornstein, der durchbrochene Rahmen, das sehr kleine Treibrad, die Kesselaufbauten und das Fehlen jeglicher Zylinder und Treibstangen. Auch bei Innensteuerung sollte man Zylinder und Treibmechanismus irgendwie erkennen können. Außer dem Schornstein erkennt man noch zwei weitere Aufbauten. Aus dem hinteren sieht eine Dampffahne entweichen. Was soll das bedeuten? Ein Sicherheitsventil sicherlich nicht. Die liegen normalerweise vorn am Kessel und sind kleiner ausgebildet. Unüblich sind auch die rechteckigen Sockel am Schlot und am hinteren Aufbau.

Es tut mir leid, momentan nichts zur Aufklärung beitragen zu können.
Liebe Grüße
Euer MG

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Heute liegt in aller Ewigkeit vor morgen. Bringe den heutigen Tag zu Ende, dann kümmere Dich um den nächsten (afrikanisches Sprichwort) Bild


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BeitragVerfasst: 10. Sep 2015, 10:11 
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Professor

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Danke für Deine Analyse, MG. Es scheint aus dem Schornstein in der Mitte ebenfalls Rauch/Dampf zu kommen.

Ungewöhnlich bei dem Monogramm ist auch der Punkt.

Ich bin auf Eure Vorschläge für die Aufschlüsselung des Monogramms gespannt - Danke!

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BeitragVerfasst: 10. Sep 2015, 14:23 
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Die Schriftart ließe wohl das W und das M leicht verwechseln, deshalb wohl der Punkt. Grüße, KarlAntonMartini


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BeitragVerfasst: 12. Sep 2015, 21:01 
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Dateianhang:
Der Dateianhang K1024_Eisenbahn 1859 Aachen E061310.JPG existiert nicht mehr.

Hallo Forum. Bei Hasselmann ist die Marke auf Seite 814 beschrieben, Menzel:77;
Weinmarke des Eisenbahnunternehmer und Weinhändler B.Wittkop in Aachen als Bahnhofrestaurateurmarke gestaltet von Dupre.

Der Name Wittkop findet sich nicht in den Adressbüchern von Aachen, 1833, 1850, 1858.
1869 nächtigt ein F.Wittkop Ingenieur aus Görlitz in Wien.
Gefunden habe ich 1833 im Unternehmerverzeichnis.
Wittfeld Friedrich Ing. und Bauunternehmer an der Aachen-Maest. Eisenbahn
Wohnung: Aachen Hochstr.39 / Adressbuch von Aachen 1850
Wittfeld Friedrich Beruf: Civil-Ingenieur u. Mitglied der Prüf.-Commission für Maurer
Adresse: Verbindungsweg 90 / Adressbuch von Aachen 1858.

Meiner Meinung handelt es sich um Marken von Eisenbahn Bauunternehmen die zur Verpflegung der am Bau beschäftigten Arbeiter verwendet wurden. Ich habe einige Bilder von solchen Marken gespeichert, aber ein Beweis ist mir noch nicht gelungen. Leider werden die ausführenden Baufirmen in Zeitungen und auch Eisenbahnbüchern nur selten genannt.


Dateianhänge:
Andri F. 10kr. Rv Me.23,5mm.JPG
Andri F. 10kr. Rv Me.23,5mm.JPG [ 79.56 KiB | 4985-mal betrachtet ]
Andri F. 10kr. Av Gr111410.JPG
Andri F. 10kr. Av Gr111410.JPG [ 31.67 KiB | 4985-mal betrachtet ]
K1024_Eisenbahn 1859 Aachen E061310.JPG
K1024_Eisenbahn 1859 Aachen E061310.JPG [ 88.25 KiB | 4987-mal betrachtet ]
K1024_Eisenbahn 1859 Aachen Cu.24,8mm.JPG
K1024_Eisenbahn 1859 Aachen Cu.24,8mm.JPG [ 91.54 KiB | 4987-mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: 13. Sep 2015, 15:37 
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Professor

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Beiträge: 381
Danke für Deine Antwort und Bilder, markensammler!

Auf Deinem Stück sind die "Feinheiten" der Lok zu erkennen.

Wie erklären Menzel und Hasselmann die unterschiedlichen Monogramme auf den Marken? Aus Deiner Sicht repräsentieren die Monogramme die unterschiedlichen Eisenbahnbaufirmen - korrekt?

1859 muss nicht unbedingt das Ausgabejahr der Marken sein, sie können durchaus später entstanden sein (spätere Adressbücher).

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BeitragVerfasst: 13. Sep 2015, 17:35 
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Magister

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Beiträge: 82
Hallo Epi,
der erste Absatz meiner Antwort, bezieht sich auf die von dir abgebildete Marke mit Monogramm "W". Hasselmann und Menzel 77.

Meine Abbildung mit Eisenbahn von 1859 und Rückseite Monogramm "?" ist nirgends beschrieben, gehört aber optisch dazu, auch wegen der Seite mit der Lokomotive.
Das Monogramm muss nicht unbedingt die Firma repräsentieren, es könnte auch für Verwendung stehen.

Die Marke von Florian Andri mit Flügelrad auf der Vorderseite, ist sicher von einer der Eisenbahn nahestehenden Unternehmung. Das Flügelrad aber mit 2 Schwingen wird von den Konsumvereinen der Eisenbahn verwendet, hier gibt es keinen Zweifel.
Die Rückseite mit "Gültig für 10 Kreuzer für Vigtualien" ist zum Einkauf von Lebensmittel bestimmt. Es gibt auch noch 3, 5 und 50 Kreuzer von dieser Firma.
Leider konnte ich die Firma Andri in keinen Unterlagen finden, optisch würde ich sie zirka 1880 einordnen.
Vielleicht findet sich der Beweis oder die Erklärung durch Zufall?


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BeitragVerfasst: 13. Sep 2015, 19:05 
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Professor

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Hallo markensammler,

zu Deiner Frage:
http://www.ebay.ca/itm/G2886-Italien-Tr ... 48806d9a6b
Triest um 1875 (sehr gut!), Menzel 25194.6.

Unsere beiden Stücke dürften einer Serie entstammen.
Ich sehe bei Dir 2 Buchstaben. Der Zweite könnte ein "A" sein...

Aufgrund der Menzelnummer 77 (ohne Unternummer) sind Menzel weitere Typen nicht bekannt - korrekt?
Du hast geschrieben, dass Du mehrere Bilder gespeichert hättest - sind dies alle ähnliche Typen mit Lok und 1859 auf der VS?

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BeitragVerfasst: 13. Sep 2015, 20:26 
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Magister

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Ja, Menzel kennt nur diese eine Marke, deine mit W. Die Anmerkungen bei Hasselmann und Menzel sind gleich (Weinmarke des Eisenbahnunternehmer und Weinhändler B.Wittkop in Aachen als Bahnhofrestaurateurmarke gestaltet von Dupre.) Hat wohl einer vom Anderen abgeschrieben.

Die Bilder die ich gespeichert habe, sind mit unterschiedlichen Lokomotiven und Hinweisen auf die Eisenbahn.
http://www.moneta.at/product_info.php?i ... qceut536t2
Ich habe leider auch dazu keine Hinweise gefunden.

Zur Abbildung: Peto & Comp. Sir Samuel Morton Peto (4. August 1809 - 13. November 1889) war ein englischer Unternehmer, Ingenieur und Eisenbahnentwickler. Ich habe in den Zeitungen zwischen 1857 und 1867 interessante Beiträge zu diesem Eisenbahn-Bauunternehmen gefunden. 1867 Konkurs.
Das die Marke und die Berichte zusammen gehören, ist eine Annahme von mir, aber ich finde es passt alles.


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BeitragVerfasst: 14. Sep 2015, 20:19 
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Das Monogramm auf der zweiten Marke halte ich für ein F. Das scheint eine ähnliche Schrift zu sein: https://commons.wikimedia.org/wiki/Cate ... -Raban.png Grüße, KarlAntonMartini


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