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 Betreff des Beitrags: Mal was ganz Anderes....
BeitragVerfasst: 4. Mai 2020, 21:20 
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k&k Hoflieferant, Professor
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...aus meiner Sicht.
Seid gegrüßt liebe Sammlerfreunde! Ich hoffe, Ihr könnt trotz des verordneten Irrsinns Euch noch an schönen Dingen freuen.
Ich möchte Euch heute mal etwas ganz Anderes vorstellen.
Diese Token sind aus Meißner Porzellan, Durchmesser 52 mm, Dicke 17 mm, glasiert.
Auf der Oberseite der eingeprägte Stempel "Grenze." Darunter die blauen Kurschwerter mit Knauf, so verwendet 1860 - 1924.

Ich bin gespannt, ob die geneigte Sammlerschaft dazu eine Idee hat. Die interessante Auflösung folgt!

Euer Südwester


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 Betreff des Beitrags: Re: Mal was ganz Anderes....
BeitragVerfasst: 6. Mai 2020, 20:12 
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Mitglied der geheimen Hofkammer
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Noch nie gesehen. Vielleicht eine Marke, die bei einer Grenzmarkierung unter den eigentlichen Grenzstein als Geheimzeichen gesetzt wurde? Grüße, KarlAntonMartini


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 Betreff des Beitrags: Re: Mal was ganz Anderes....
BeitragVerfasst: 7. Mai 2020, 06:42 
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k&k Hoflieferant, Professor
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Wohnort: Stadt Wehlen (Königr. Sachsen)
KarlAntonMartini hat geschrieben:
Noch nie gesehen. Vielleicht eine Marke, die bei einer Grenzmarkierung unter den eigentlichen Grenzstein als Geheimzeichen gesetzt wurde? Grüße, KarlAntonMartini


Lieber KAM, als Mitglied der geheimen Hofkammer hast Du wieder mal ins Schwarze getroffen. Während andere deutsche Reichslande ihre Grenzsteine relativ einfach "sicherten" (mit Tonscherben, umgedrehten Flaschen oder ähnlichen Gegenständen, die 5-10 cm unter dem Grenzstein eingelegt wurden), waren die Sachsen wieder mal für das Besondere - eine Sicherung in Form einer Meissner Porzellanplakette.
Es war allgemein üblich, dass Grenzsteine noch zusätzlich „gesichert“ wurden, d.h., ca. 5 – 10 cm unter der Steinsohle waren Holzkohle, Glas- oder Tonscherben eingegraben. Damit sollte der Nachweis einer unberechtigten Grenzänderung möglich sein. Bei den sächsisch-böhmischen Grenzsteinen übernahm die Funktion der Sicherung eine Porzellan-Plakette mit den Meißner Schwertern. Um 1931, nach Gründung der Tschechoslowakei also, wurden zusätzlich Drahtglasplatten mit der Inschrift „CSR“ eingegraben. Auch die nach dem Wiener Kongreß 1815 durch Preußen erzwungene Gebietsabtretung von 2/3 unseres Territriums an Preußen erforderte neue Grenzsteine. Hier standen sich anfangs die preußischen und sächsischen Grenzsteine gegenüber, die Grenzlinie verlief dazwischen. Hier einige interessante Fakten dazu:
http://www.geschichtsverein-rak.de/rak-Grenzsteine.htm

Ich meine, auch das ist eine sehr interessante Sache

Mit herzlichen Grüßen

Euer Südwester

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