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BeitragVerfasst: 6. Mär 2017, 10:41 
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Hofrat
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Wohnort: Püttner Mark
Hallo südwester,

jedes Mal, wenn ich deinen Namen hier lese, kommt mir das 1912 errichtete Südwester Reiterdenkmal hinter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Windhoek in den Sinn. Habe es damals für Vorträge und Publikationen fotografiert und dir eines der damals entstandenen Fotos mitgeschickt.
Wie du sicherlich informiert bist, handelt es sie hierbei um ein bereits "historisches Foto", denn es wurde 2013 von der schwarzen Regierung entfernen lassen.
Mein kurzer Beitrag hier hat leider nichts mit Wertmarken zu tun und ich habe bei meinen mehrmaligen, mehrwöchigen Namibiareisen leider auch auf keine solchen angetroffen.

hexaeder


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BeitragVerfasst: 4. Mär 2018, 11:01 
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Hallo

gerade wieder in Südwest unterwegs fand ich in Omaruru wieder zwei Herero-Gefangenen-Marken. Eine aus Eisen (unleserlich), die andere wie bekannt aus Messing.

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Dateikommentar: Herero-Gefangenen-Marke aus Eisen
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Gruß


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BeitragVerfasst: 11. Jan 2019, 19:57 
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Hallo!

Ich beschäftige mich auch schon eine Zeit lang mit Passmarken und Gefangenenmarken.

Ich interessiere mich für die Gefangenmarken und hätte dazu ein paar Fragen:

Zur Zeit ist der Andreas Fenzl GmbH in Deutschland scheinbar der einzige der diese Rarität gleich 4 mal anbietet.

Preis zZ.: 700-900 Euro. :shock: :shock:

Ich weiß von einer aktuell beim Fenzel angebotenen, dass die sich in Swakopmund bei einem Antiquitätenhändler befindet. Vor Ort wird exakt der gleiche Preis verlangt. :shock: :shock:

Nun wie toll und selten sind diese Gefangenen Marken wirklich? Angenommen ich würde nun alle 4 kaufen, kommen dann wieder 4 neue zum Vorschein oder wars das dann? Wenn die wirklich so selten sind warum kauft die dann niemand oder ist der Sammlerkreis so klein, das die niemand kennt?

Was haltet ihr von den Passmarken? Momentan werden auf MA shop fast nagelneu aussehende angeboten. Kann das sein? wie sieht es mit Fälschungen aus? Gibt es da schon Fälschungen?

Sry für die blöden Fragen aber ich bin absoluter Anfänger was Numismatik angeht, komme eher vom Militaria Bereich. Interessiere mich aber aus persönlichen Gründen sehr für Namibia bzw Deutsch Südwest.

Ps.: Ich habe die Büche von McGregor

Danke


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BeitragVerfasst: 11. Jan 2019, 21:03 
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Hallo Leutwein,

via ebay-Suche "Gefangenenmarke" bietet Fenzl. z.Zt. gleich 6 Marken an, von 695 - 1450 Euro. Neu sehen die allerdings alle nicht aus, eher einige behandelt, entweder chemisch oder mechanisch.

Selten sind die Dinger allerdings, wenn auch einige Leute mehrere besitzen. Werden halt selten nachgefragt, Leute die sich für Kolonialgeschichte interessieren und auch noch sammeln sind ein recht kleiner Kreis. Siehe auch etwa Plantagengeld / Arbeitermarken aus Deutsch Ostafrika.

Mehr Leute in diesem Bereich gibt es bei den Philatelisten.

Gruß


PS: Durch die Nummerierung ist jedes Stück ein Unikat, es gibt keine Nummer zweimal. Theoretisch zumindest.

Händler Fenzl weiß zu kaum einem seiner Stücke etwas über Herkunft u. Geschichte. Da ist es schon was anderes wenn man selbst in Südwest etwas findet. Einfach ist das natürlich nicht im Wüstensand, die Marken sind ja auch recht unscheinbar.

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BeitragVerfasst: 12. Jan 2019, 09:40 
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Hallo!

Wie sieht es mit der Patina aus? Müsste auf 110 Jahre alten Messing nicht eine vorhanden sein? Bzw sind diese Passmarken ohne Patina dann chemisch gereinigt? Ich weiß von Messinghülsen(Gewehr) das diese eine starke Grau-Braun-Rötliche Schicht bekommen.

Würde mich freuen, wenn wer noch was zu dem Thema dazu schreibt.

Ja es gab zB in Swakopmund eine alte Mülldeponie, die erst 2010 entdeckt wurde. Dort hat man vieles rausgestemmt.Ich war dieses Jahr dort. Man findet die Stelle noch am Strand.

Ich werde es mir auch mal vornehmen auf den alten Gefechtsfeldern von Namibia suchen zu gehen. Bin ja jedes Jahr unten.


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BeitragVerfasst: 12. Jan 2019, 12:41 
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Magister

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Wie schon erwähnt chemisch oder mechanisch gereinigt. Halte ich persönlich gar nichts von, ich belasse alles im Fundzustand. Es ist halt Teil seiner Geschichte, schließlich will man ja nichts in einen wie auch immer "Neuzustand" versetzen. Selbst wenn das Stück dann sein "Geheimnis" bewahrt. Wie etwa meine eiserne Gefangenenmarke oben bei der die Nummer nicht erkennbar ist wegen Oxydation. Oder kennt jemand ein bildgebendes Verfahren ohne Materialveränderung?

Leutwein hat geschrieben:
Ich war dieses Jahr dort.


Irgend etwas interessantes gefunden?

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BeitragVerfasst: 12. Jan 2019, 13:48 
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Ohne metalldedektor, den ich nicht mithatte, leider nein. Man erkennt aber sehr gut wo die Schatzsucher die Brocken kleingehauen haben.


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BeitragVerfasst: 12. Jan 2019, 14:15 
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Die Ausgräber werden nur grobe, heftig oxydierte, grüne Klumpen geborgen haben. Bei dem extrem hohen Salzgehalt am Atlantikstrand und über die hundert Jahre kein Wunder.
Man überlege sich mal den ganzen Aufwand - in Südwest recherchieren, buddeln und dann noch die aufwändige, langwierige Restaurierung - sowas erklärt abgesehen von der Seltenheit einen hohen Preis. Kaum ein Sammler betreibt solch Aufwand, doch beim Ankaufen wollen dann alle ein Schnäppchen machen...

Im Falle solch "grüner Klumpen" hätte ich mich wohl auch für eine Restaurierung entschieden.

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BeitragVerfasst: 12. Jan 2019, 15:44 
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Oh die Geschichte der alten Deutschen vergessenen Mülldeponie ist sehr interessant. In dem Buch von McGregor stehts eigentlich eh gut beschrieben. Was für ein Jammer. Auch ich habe den versteinerten Haufen der unzählige Passmarken beherbergte oft mals am Strand, halb im Wasser , viele Male gesehn ohne zu wissen um was es sich eigentlich handelt. Tja was solls. Da sind nicht nur verrostete oxidierte Klumpen rausgekommen. Die Antiquitätenhändler unten verkaufen ja auch für den internationalen Markt mit teilweise irrwitzigen Preisen. Aber so viele gibs da nicht. Wie gesagt beim Fenzel die eine GefangenenMarke befindet sich nicht beim Fenzel in Deutschland sondern in Swakopmund. Da ist kein Aufwand fürs Reisen und rechachieren. Tja ich werd das noch bisschen beobachten und gegebenen Falls zuschlagen. Hilft nix


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BeitragVerfasst: 12. Jan 2019, 16:01 
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Beiträge: 56
Nur noch mal zur Info für alle Mitleser: Bilder von der genannten Swakopmunder Fundstelle siehe in folgendem Thema:

http://www.numismatik-cafe.at/viewtopic.php?t=2473

Wäre eigentlich auch mal schön eine Präsentation aller Funde von diesem Hort zu sehen, oder eine Auflistung. Sicher haben die Leute die da gebuddelt das ganze Zeugs gleich untereinander aufgeteilt, und nur ein kleiner Teil landete in den Handel.

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