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BeitragVerfasst: 20. Feb 2016, 11:24 
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Der Liebling der Götter

Die zweite Münze der dreiteiligen Serie wirft ein Schlaglicht auf Mozarts Leben als Erwachsener. 1781 zog er nach Wien, wo seine Schaffenslust noch stieg; zu dieser Zeit komponierte er seine großen Opern. Er arbeitete emsig, war phasenweise gut im Geschäft und pflegte durchgehend einen aufwendigen Lebensstil; letzteres war der Grund dafür, dass er in schlechten Zeiten in Geldnot geriet. Auch im Jahr seines allzufrühen Todes, 1791, befand er sich in einer misslichen Lage. Der große Erfolg der Zauberflöte kam für Mozart zu spät; zwei Monate nach der Premiere starb er finanziell verschuldet.

Für viele war und ist Mozart ein Genie, per Kants Definition jemand, durch den die Natur der Kunst die Regel gibt. Mozart war der Größte in den Augen Kierkegaards, der in seiner Jugend „wie ein junges Mädchen“ in ihn verliebt war. Auch Nietzsche trauerte ihm nach: „Die ‚gute alte Zeit’ ist dahin, in Mozart hat sie sich ausgesungen: – wie glücklich wir, dass zu uns sein Rokoko noch redet, dass seine ‚gute Gesellschaft’, sein zärtliches Schwärmen, seine Kinderlust am Chinesischen und Geschnörkelten, seine Höflichkeit des Herzens, sein Verlangen nach Zierlichem, Verliebtem, Tanzendem, Thränenseligem, sein Glaube an den Süden, noch an irgend einen Rest in uns appelliren darf! Ach, irgend wann wird es einmal damit vorbei sein!“ – Nietzsches Sorge war umsonst. Noch heute, 260 Jahre, nachdem dieser Günstling der Natur geboren worden war, bringt seine Musik die Luft zum Tanzen und die Herzen zum Fühlen.

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Die Wertseite der Münze zeigt Mozart als Erwachsenen. Als Vorlage diente das berühmte Porträt der klassizistischen Malerin Barbara Krafft: angefertigt 1819, 28 Jahre nach Mozarts Tod, nahm sie sich ein Beispiel an der Darstellung des Musikgenies auf Johann Nepomuk della Croces Porträt der Familie Mozart (1781).

Dahinter setzt sich das Band mit Noten und der strukturierte Hintergrund der ersten Münze der dreiteiligen Reihe fort. Auf Mozarts Rock ist ein Teil seiner Unterschrift, „Amadé“, zu lesen.

Die andere Seite zeigt Szenen aus dem 2. Akt von Don Giovanni (Uraufführung: 1787 in Prag, KV 527); rechts Donna Elviras vergeblichen Versuch, Don Giovanni zu einem besseren Lebenswandel zu bewegen. Auf der linken Münzhälfte sieht man eine gedeckte Tafel, hinter der der Komtur auftritt. Von Don Giovanni im 1. Akt ermordet, tritt er als seine Statue in Erscheinung.

Bild und Text: http://www.muenzeoesterreich.at


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